“Literatur gehört nicht zu unseren Prioritäten“

Asunción: Susy Delgado, Gewinnerin des Literaturpreises 2017, bedauerte, dass die paraguayischen Prioritäten im Allgemeinen keine Literatur beinhalten würden und dass dies ein historisches Thema sei.

„Es gibt Dinge, die normal sind und anders sein sollten“, sagte Delgado. Die Autorin erhielt den Preis für ihr Werk “Yvytu yma“ während einer Veranstaltung überreicht, die von dem Staatspräsidenten Horacio Cartes ignoriert wurde, obwohl eigentlich dieser die Auszeichnung vornehmen sollte.

„Ich mache mir Sorgen darüber, was diese Geste gegenüber der paraguayischen Literatur bedeutet. Der Nationale Literaturpreis ist eine Auszeichnung, die gepflegt, gewürdigt, geehrt und mit dem Sinn und deren Bedeutung versehen werden muss. Meine Kollegen sind mehr wütend als ich. Ich dagegen bin ein Veteran und abgebrüht, aber wir müssen weiter gemeinsam so viel wie möglich an der Würde der paraguayischen Schriftsteller arbeiten“, betonte Delgado.

Ihrer Meinung nach sei die Art und Weise, wie Literatur im Land behandelt werde “das Produkt einer unbefriedigenden Bildung, einer Mentalität und Geschichte, die sich lange hinzieht. Literatur gehört nicht zu unseren Prioritäten. Wenn die Menschen wöchentlich im Supermarkt einkaufen gehen, sehen wir zwar eine Menge Fleisch und Grillutensilien im Einkaufswagen, aber nicht ein oder zwei Bücher“.

Schließlich stellt Delgado klar, dass nicht alles negativ sei, da es gewisse Fortschritte gebe, wenn auch langsam, wie zum Beispiel Buchmessen, die mit jedem Jahr besser würden.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu ““Literatur gehört nicht zu unseren Prioritäten“

  1. Für die meisten Menschen hier sind eben 10 Euro bei einem Einkommen von oftmals um Divisor x weniger als 300 Euro monatlich viel Geld um es für ein Buch auszugeben.
    Es reicht ja nicht einmal für Müllabfuhr und Bier zusammen, „leider“ nur für Bier, noch für eine zweite CD-Originalkopie für 20 Cents innerhalb 20 Jahren zu kaufen, so hört man sich halt bei Bier und Kindergartenmusik auf 120dBA diese von morgens bis abends an. Da hat der Aleman de mierda auch noch etwas davon, hoffentlich fängt dieser nicht damit an in den Wald zu rufen, sonst kommen noch Steine geflogen (die dann noch eines seiner eigenen Kinder treffen könnten).
    Was sollen die meisten Menschen hier mit einem Buch? Gebrauchtes Toilettenpapier zum Anfeuern von zweimal täglich zwecks Zeigens seines ganzen Könnens haben sie ja schon.
    Und wie soll man im permanenten Gestank nach verbranntem Plastikmüll, halb- bis vollbesoffen, bei Kindergartenmusik auf 120dBA und dauerndem Bellen der Köter bei jedem der am Haus vorbei läuft ein Buch schreiben? Nein, das reicht höchstens um glücklich und zufrieden im permanenten Gestank nach verbranntem Plastikmüll, halb- bis vollbesoffen, bei Kindergartenmusik auf 120dBA dem Feuerchen zuzuschauen wie es abfackelt.
    Und um ein literarisch wertvolles Buch zu schreiben sollte man einmal Riesen auf die Schultern gestanden sein. Oder zumindest im Leben schon mehr Literatur als die Bedienungsanleitung seines Celulars gelesen haben.

  2. In welchem Supermarkt kann man denn hier Bücher kaufen?
    Selbst in den sogenannten Librerias findet man sie nur, wenn man gezielt danach sucht.
    Ansonsten sind die vollgestopft mit Plastikmüll, disculpe Spielzeug.
    Die Bücher, sofern vorhanden, füllen dann gerade mal einen halben Regalmeter und stehen dort schon so lange, daß sie kaum noch leserlich sind.
    Wenn schon die Schulbücher so teuer sind, daß sich die nur die Eltern der Privatschulen leisten können, wie sollen die Campesinos und andere Geringverdiener da Bücher rein zur Unterhaltung für sich und ihre Kinder kaufen können?
    Unter 80 000.- Gs bekommt man keinen Roman, Fachbücher sind noch viel teurer.
    Von den Schul- und Arbeitsbüchern will ich lieber gar nicht reden………

    Estimado Jedentagdennamenwechsler
    Da scheinen Sie ja voll daneben gelangt zu haben bei der Wahl ihres Wohnortes.
    Glauben Sie mir, da haben sie ungewöhnlich Pech gehabt.
    Egal, wo wir bisher wohnten, und wir lebten und leben nicht in einem Barrio Cerrado, solche Nachbarn, wie Sie sie schildern, hatten wir nie.
    Augen ( und Ohren ) auf beim Grundstückskauf!

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