Loma Plata startet Kampagne zum Schutz von Indigenen

Loma Plata: Vergangenen Woche begann eine Kampagne in der indigenen Gemeinde Yalve Sanga im Distrikt Loma Plata zur Verhinderung der Ausbeutung und Zwangsarbeit gefährdeter Ureinwohner. Die Initiative setzt vor allem auf Bildung.

Die Arbeitsministerin Carla Bacigalupo und der stellvertretende Bildungsminister Robert Cano besuchten diese Gemeinschaft, um die nationale Kampagne zur Verhinderung der Ausbeutung von Indigenen als Arbeitnehmer zu starten. Laut den Daten zufolge ist diese Schicht am stärksten einer Zwangsarbeit ausgesetzt.

Bacigalupo sagte, dass mit mehr Bildung größere Chancen bestehen werden, einen anständigen Arbeitsplatz zu erhalten, umso die Gefahr von Zwangsarbeit zu verringern. „Je mehr man lernt, desto besser sind die Arbeitsmöglichkeiten“, erklärte sie.

Bacigalupo fügte an, dass die Arbeit der Nichtregierungsorganisation Ascim in der Yalve-Sanga-Schule als Modell diene. In der Bildungseinrichtung wird seit 2000 das Abitur für indigene Völker angeboten. Sie bedauerte aber, dass im Departement Boquerón die Zahl der Schulabbrecher in indigenen Schulen hoch sei, insbesondere in der Mittelschule.

In diesem Zusammenhang wies Cano darauf hin, dass in Paraguay von 100 indigenen Schülern nur 10 das Abitur erreichen würden, weshalb die Kampagne im gesamten Staatsgebiet entwickelt werde Er sagte weiter, dass das Ministerium für Bildung und Wissenschaft (MEC) diese Situation nicht alleine ändern könne und die Unterstützung aller Sektoren benötige.

Der örtliche Bürgermeister aus Loma Plata, Walter Stoeckl (PLRA), erklärte, dass es im zentralen Chaco ein friedliches Zusammenleben gebe und die Entwicklung im sozialen Sektor unbedingt zusammenwachsen müsse.

In diesem Sinne sagte der Gouverneur von Boquerón, Darío Medina (ANR), dass ein Beamter von der Departementsregierung aus der indigenen Gemeinde Yalve Sanga stammen würde. Er betonte, dass der Computerfachmann sogar im Ausland ausgebildet worden sei.

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und die Ständige Kommission für indigene Angelegenheiten der Vereinten Nationen haben mehrfach die Existenz von Zwangsarbeit und Ausbeutung der indigene Völker in Paraguay angeprangert. Laut offiziellem Bericht konnte jedoch kein Fall offiziell nachgewiesen werden.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Loma Plata startet Kampagne zum Schutz von Indigenen

  1. Kuno Gansz von Otzberg

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    Die Indigenen sind da bei Loma Plata sehr gut beschuetzt – von 6 Pack Bier am Wochenende und 1 Flasche Tres Leones pro Tag am Alltag.
    Was willste mehr!, Herz sei froehlich und singe dem Cholesterol und Herzflattern „good bye“!

  2. Ein gebildeter Indio kann dem Rassismus und der Ausbeutung ebenso wenig stand halten als ein gebildeter Europäer….siehe Europa…
    Bei 20.000 Tageslohn bleibt einem ausser den drei Löwen nicht viel…

  3. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Die Ministerin wird wiederum von den Mennoniten (im Bild, die im Hintergrund stehen) an der Nase herumgefuehrt. Die Indios sind keinen Augenblick alleine mit der Ministerin und der da mit ihr oeffentlich spricht ist ein von Mennoniten handverlesener Indianer. Das ist Standardprozedere bei den Mennoniten wenn die Regierung auftaucht. Es ist eher unwahrscheinlich dass die Indianer Sklavenarbeit machen muessen – denn sie koennten sich ja weigern – aber es gibt doch so manchen reichen Mennoniten der den Indianer fuer einen Teller Bohnen den Tag ueber Strauch hacken laesst. Das tun vorrangig reiche Mennoniten. Ansonsten ist der Indianer sogar anspruchsvoller geworden als so mancher Lateiner betreffs des Lohnes. Was im Bild wieder zu sehen ist, und das ist das eigentlich Unverzeihliche, ist der modus operandi wie die Mennoniten es wieder verstehen sich selbst ins rechte Licht zu ruecken. Diese Heuchelei ist geradezu unertraeglich. Keinen Moment wird der Indianer da aus den Augen gelassen. Nur von Mennoniten auserlesene Indianer kommen ueberhaupt in Kontakt mit der Ministerin – und ansonsten gibt es fuer gewoehnlich versteckte Kameras. Jeder Indianer der was negatives sagt wird im Nachhinein gebrandmarkt und aus dem System geschmissen. Meist sind es die Indianischen Haeuptlinge die da als Vorzeigeschild dienen muessen. Es wird ihnen auch „was Gutes“ versprochen wenn sie kooperieren und die Mennoniten schoen reden. Die Mennoniten im Hintergrund sind alles Fernheimer.
    Yalve Sanga gehoert der ASCIM welches den Mennonitenkirchen gehoert. Das nennt sich Indianermissionsarbeit und jeder der Mennoniten „hoert den Ruf Gottes“ in Yalve Sanga zu arbeiten dank der sehr hohen Loehne die die Kirche diesen Schmarotzern zahlt. Bei niedriger dotierten Posten hoert zufaelligerweise niemand „den Ruf Gottes“ da zu „dienen“.

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