Lösung für den See

Am Montag den 11.2. wurde in San Bernardino ein außerordentliches, ökologisches Projekt zur Reinigung des Sees vorgestellt. Ing. Peter Kliemann präsentierte eine Idee, die es zuvor noch nicht gab. Eine Karpfenart, welche sehr wenig Sauerstoff braucht und NUR von Algen lebt könnte den See innert ca. 3 Jahren nachhaltig säubern.

Auffallend sind die Kosten, die noch genau errechnet werden müssen, jedoch nur einen Bruchteil der bisher eingereichten Vorschläge erreichen werden. Die Fische könnten aus Europa eingeführt werden als Fischbrut. Nach weiteren ca. 2 Monaten würden sie in den See ausgesetzt. Bei einer angelieferten Menge von 500 000 Stück wären dann ca. 250 000 im See überlebensfähig.

Nach einem Jahr würden diese Karpfen eine Fischmasse von ca. 125 Tonnen ergeben. Erfahrungsgemäß verzehrt jeder Fisch 15% des Eigengewichtes das ergibt eine Algenmenge von ca. 18 Tonnen täglich. In 365 Tagen wären das 6500 Tonnen Algen. Nehmen wir an, im 2. Jahr heben die Fische einen Zuwachs von 2 kg. ergäbe das eine Algenmenge von ca. 20 000 Tonnen Algen. Diese Zahlen können stark relativiert werden durch eine Einleitung von Schadstoffen und unregulierten Fang, die die Anzahl der Fische reduzieren würden.

Ing. Peter Kliemann machte besonders darauf aufmerksam, dass eine sofortige Unterbindung der Zufuhr von Schadstoffen (wie: chemische-, metallische- und schwer-metallische Stoffe) unerlässlich ist. Er erwähnte auch, dass das Umweltbewusstsein der Bevölkerung gestärkt werden muss, vom Kleinkind bis zum Rentner. Ing. Peter Kliemann wird die Menge der einzusetzenden Jungfische, die den See reinigen können, berechnen sobald ihm alle Parameter vorliegen.

Die WICHTIGSTE Voraussetzung sei: SOFORTIGES EINLEITUNGSVERBOT VON INDUSTRIEABFÄLLEN UND GIFTSTOFFEN. Wenn die Voraussetzungen schnellst möglich erfüllt werden, könnte die Fischbrut im Mai/Juni nach Paraguay überführt werden. Ing. Peter Kliemann erntete grossen Applaus. Das Consejo de Aqua San Bernardino zeigte sich hoch erfreut über diese möglich Lösung!

Bleibt nur abzuwarten, wie sich die Regierung entscheidet.

(Wochenblatt / Mike Bannholzer, San Bernardino)

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29 Kommentare zu “Lösung für den See

  1. Wie immer alles super! Und wenn es zur Ausführung kommen soll, gibt es hundert Wenn und Aber.

    Das Ganze könnte an dem scheitern, da bei dieser Idee zu wenig für einen gewissen Personenkreis abfallen dürfte. Aber seien wir erstmal optimistisch!

  2. Das hört sich erstmal sehr gut an.

    Das Problem ist nicht nur sofortiger Stopp von Industrieabfällen und Giftstoffen, sondern der See ist mit Giftstoffen für das Erste kontaminiert, es ist sehr unwarscheinlich, die Frage ist, ob die neue Fischbrut überhaupt lebensfähig in der Brühe ist.

  3. da werden dann bald Fischlokale aufmachen, rund um den See bis nach ASU, denn die ganze Brut wird raus geangelt werden, so sind nun mal die Paraguayer. Dieser Versuch war schon mal vor Jahren da,(glaube da wollten die Koreaner helfen)und der Versuch ist gescheitert, weil kein ANGELVERBOT bestand.

    1. So viel ich weiss, haben die Koreaner das Angebot gemacht den See auszubaggern, scheiterte aber daran, dass die Regierung für den Aushub noch Geld wollte. Unverschämt und verdammt dämlich. Das Fischereiverbot ist auch ein Teil der Voraussetzungen. Es gibt auch einige Faktoren, warum der Fisch nicht vor dem ersten Laichen verspeisst werden sollte. Dies wird aber genauer von einer UNI erklärt werden.

      1. Was interessiert denn einen Paraguayer ein Fischfangverbot, wenn es kostenlos Fisch gibt?
        Ausserdem ist dieser ganze Vorschlag doch wohl eher dem Karneval geschuldet. Auch wenn diese Art Karpen weniger Sauerstoff benötigen soll – etwas werden sie schon brauchen. Und bei den Giftstoffen im See, werden die Karpfen dann wohl aussehen wie bei den Simpsons….

  4. Das hört sich am Anfang mal wieder gut an…, aber dann steht im gleichen Bericht schon erklärt, warum es nicht funktionieren wird!

    Zitat:
    „Die WICHTIGSTE Voraussetzung sei: SOFORTIGES EINLEITUNGSVERBOT VON INDUSTRIEABFÄLLEN UND GIFTSTOFFEN“

    Und dieses Verbot wird garantiert niemand aussprechen – leider!!!

  5. Lösung ist ja super
    Aber ich stelle mir, gerade das bildlich vor……..
    Hafen !!! Zolleinfuhr >>> dürfen solche lebewesen eingeführt werden?? Bitte warten…oder 20 millionen, weiters, Container öffnen oder Schmiergeld zahlen…Hoffendlich überleben es die armen fischlein.

  6. Kommt mal eine IDEE wird SIE HIER GLEICH in Frage gestellt…Wer bekommt was ? HABT IHR IRGENDWELCHE IDEEN ?? NEIN! Die meisten hier sitzen den ganzen Tag daheim aber eine IDEE koennen Sie nicht bringen…Traurig aber wahr..ñ lauter Intelegenzbolzen am Computer, von allem viel Ahnung aber wenn es darauf ankommt….NICHTS! Bei jedem Bericht hier im Wochenblatt wird alles nur gleich Kritisiert….
    Ich weiss es nicht wie der See zu Retten ist!! Halte demnach auch meinen Mund….

    1. Hallo Peter,
      Ideen zur Reinigung sind doch nicht das Problem. So einen See zu reinigen ist technisch kein Problem und die Lösungen sind allgemein bekannt.

      Das Problem ist die Durchsetzung der notwendigen Maßnahmen. Und da ist die Politik gefordert, die unterschiedlichen Interessen aller beteiligten zu einem Kompromiss zu führen. (einschließlich der eigenen Interessen)
      Gruß Miha

  7. Ein kurzfristiges Denken, wie man es eigentlich nur von Paraguayern erwarten kann.
    Was das aussetzten von Arten, die in der Natur des Landes nicht vorkommen, anrichten kann, sieht man zum Beispiel in Australien, aber auch in Europa. (Waschbären, Schmuckschildkröten, blaue Krebse aus USA, usw.
    Und die Karpfen werden dann, mit Schwermetallen und anderen Giftstoffen verseucht, der Bevölkerung verkauft.

  8. Eierlegende Wollmilchsäue diese Karpfen, welche fast keinen Sauerstoff für ihren Zellstoffwechsel benötigen, Schwermetalle und andere für Lebewesen giftige Stoffe bekömmlich sind, sich in diesem Biotop auch noch ohne Verkrüppelung vermehren. SOFORTIGES EINLEITUNGSVERBOT VON INDUSTRIEABFÄLLEN UND GIFTSTOFFEN, tja, wer wäre darauf gekommen? Ich nicht! Aber die Idee finde ich sehr gut!
    Mein Eindruck ist, dass die Beatmeten vom Beamtenhaus tüchtig am herum haspeln sind, um im Wahljahr einen guten Eindruck zu hinterlassen.
    Um auch noch etwas Konstruktives beizutragen: ich wäre für SOFORTIGES MENSCHENVERBOT IN UND UM DEN SEE, die Natur würde es danken, aber, ich weiß, unmöglich Vorschlag durchzusetzen. Also schlage ich vor, statt mit dem Vorschlaghammer gegen den See vorzugehen, die Angelegenheit etwas gelassener anzugehen, wichtige, sinnvolle und dringende Maßnahmen sofort in Kraft zu setzen, um dann mit verschiedenen Mitteln im Maas auf Langfristigkeit setzen. Dafür fehlt dem Land jedoch strategisches (langfristiges) Handeln und das Wichtigste, die Kontrolle. Ohne Kontrolle ist ein Staat genau das, was Paraguay ist. Niemand kontrolliert irgendwas, jeder Beatmete wurstelt irgendwas, nur nicht das, was er sollte. Was soll ein See voller monotoner Karpfen? Natürlich werden alle Karpfen nach drei Jahren auswandern, weil’s keine Algen mehr gibt, und all die Krebschen und anderen Fische kommen zurück.
    Ich denke, wenn man mal das Wichtigste wie SOFORTIGES EINLEITUNGSVERBOT VON INDUSTRIEABFÄLLEN UND GIFTSTOFFEN umsetzen würde, dann würden Algenfressende Bakterien von alleine reinen Tisch machen, diese würden, nachdem sie voll-gefressen sind zu Boden sinken.
    Aber wie alles, für was wir die Beatmeten im Beamtenhaus überhaupt beauftragen, hier oder in Europa, erst einmal Ärmelschoner abnutzen, dann mit Kanonen auf Spatzen schießen, alles auf Kosten des Steuerzahlers und erst noch straffrei.

  9. Diese Kühe gibt es…habe es selbst gesehen täglich, als ich in Py lebte. Kühe die aus den Abfallbehältern fressen!!

    Im übrigen ist in so einer Kloake kein Leben mehr möglich!!

  10. Es kann nur über ein Stopp des Schadstoffeintrages gehen. Alles andere ist vorerst Schwachsinn. Z.B. Fische einsetzen wo im Winter eh die Algen sterben… und ob die Fische die fressen ist die nächte Frage. Der See hat keinen Sauerstoff, bedeutet die Karpfen stehen an der Oberfläche zum Atmen und können da von Fischern (Menschen, Vögel)eingesammelt werden.

    In zwei Monaten gehen die Algen naturgemäß zurück. Das kann man dan als Erfolg feiern und vor dem Frühjahr gibt es auch keine Algen mehr.

    Wenn IHR etwas machen wollt, dann hier:

    http://www.activism.com/es_ES/peticion/salvemos-el-lago-ypacarai/39262

    Unterschreibt, verbreitet den Link, sagt es weiter und vielleicht kann Herr Päßler den Link permanent auf die Hauptseite stellen.

    Nur so gehts, wie man an diesem Beispiel sieht:

    http://uhupardo.wordpress.com/2013/02/12/15-millionen-unterschriften-zwingen-regierung-zum-umdenken/

    LG

    1. hallo tom, vielen dank für den link. bin mal gespannt wie viele sich hier einschreiben und diese initiative unterstützen, anstatt nur ständig zu meckern, was dem see bestimmt nicht weiterhilft.

  11. @Peter, die Idee als solche wird nicht in Frage gestellt, sondern diskutiert. Wenn das nicht erlaubt ist, dann ist jeglicher Leserbrief zum Thema überflüssig.

    Projekte werden hier oftmals als interessant angesehen wenn sie

    A) vom Ausland finanziert werden und

    B) ein erheblicher Eigennutz für die Verantwortlichen (Paraguayer) dabei heraus schaut.

    Soll dann das Projekt ohne finanzielle Hilfe vom Ausland weiter geführt werden, dann bricht es in den meisten Fällen zusammen, da das Interesse erlischt. Um es einfacher auszudrücken, wenn nichts mehr zu holen ist, ist das Projekt gestorben. Um es noch deutlicher zu sagen: Eigennutz geht vor Gesamtwohl.

  12. asuncioner-genauso ist es.
    ein beispiel aus meiner region.
    das franzoesische rote kreuz wollte eine milchsammelstelle und eine molkerei in dem ort isla umbu
    einrichten.viel bla bla im radio und ein paar haben als
    „organizadores“ einiges verdient. doch das geld ist aus
    gegangen und das projekt liegt brach.

  13. diese Idee kann funktionieren, aber der Schlamm im See verschwindet deswegen nicht. Dieser ist mit Metallsalzen kontaminiert, welche sich kaum abbauen lassen. Fische nehmen diese dann auf, die Folgen kann man sich ausmalen. Mich würde nicht wundern, wenn dieser Schlamm „Sondermüll“ wäre, dessen Entsorgung allein wäre eine schwere Aufgabe!(muss sowas nicht verbrannt werden?) Aber der Lösungsansatz scheint realisierbar, die Natur dazu benutzen, sich „selbst“ zu heilen.
    Richtig sind die Kommentare, dass natürlich vorher alle Einleitungen gestoppt werden müssen, und ein Umweltbewusstsein in der Bevölkerung geschaffen werden muss, was vermutlich zu lange dauern würde, um den See schnell zu regenerieren. Ich seh da leider schwarz, bzw grün! Besonders weil es ja Alternativen gibt (Costanera) welche anderen „Nutzniessern“ finanzielle Vorteile bringen, wer weis, ob diese Verseuchung nicht diesen Leuten in die Hände spielt, quasi eine Umverteilung von Naherholungsgebieten, wer blickt da schon durch 🙁

  14. allmählich entwickelt sich das Thema Lago Verde….

    zu einer Lachnummer*

    Die WICHTIGSTE Voraussetzung sei: SOFORTIGES EINLEITUNGSVERBOT VON INDUSTRIEABFÄLLEN UND GIFTSTOFFEN

    also das hat sogar meine langjährige Empleada zu mir schon gesagt, aber nein da muss ein Insch kommen, der uns das nochmals vorbetet…..

    für mich sind einige dabei, die sich wichtig machen, aber außer heißer Luft kommt nix raus….:-(((

  15. Habe 5 jahre in Nicaragua gelebt, wo es gleiche Probleme mit dem Managua See gab. Dort ist ein umfangreiches Programm mit Erfolg gestartet worden. Warum ist das bei den Nicas möglich aber in Paraguay nicht?
    Hier ein Link zu einem Bericht der DW:

    http://www.myvideo.de/watch/8501778/Nicaragua_Rettung_fuer_den_Managuasee_Global_3000

  16. Lösungen gab und gibt es viele.

    So z.B. als Korea den See kostenlos ausbaggern wollte, aber wegen den fehlenden Schmiergeldzahlungen an die korrupten Politiker nicht zustande kam.
    Von deren Verhalten gab es in der Vergangenheit noch einige Beispiele wo Investitionen in PY eingestellt wurden.

    Das Problem ist doch folgendes:

    1. Alle Btriebe müßten an eine Ringkanalisation angeschlossen werden, welche dann über eine Sammelkläranlage weiter geleitet wird.
    Da kein nationales Interesse dafür vorhanden ist, ernsthaft die Dinge anzupacken, und sich die Kommunen selber hefen müssen, wird es vorerst so bleiben wie es ist.

    2. Die Kommunen wollen und können nicht tausende Arbeitsplätze gefährden, denn Sie benötigen auch die Abgaben der Betriebe auf denen Sie angewiesen sind.

    3. Das fehlende Umweltbewustsein in der Bevölkerung ist auch ein Hauptgrund für die Verschmutzung Ihrer Bäche, Flüsse und Seen.

    Wie sagen die Paraguayos, der Regen wird das Unrat und den Schmutz schon weiterspülen.

    Die Frage hier ist in PY. Wo soll man anfangen?????

    Ich sah wie selbst eine Lehrerin ihren Joghurtbecher neben einem Abfalleimer wirft, da kann man nur sagen: „dümmer gehts nimmer“

    Aber trotz allem, ich liebe dieses Land mit seinen Unzulänglichkeiten.

  17. „Las playas de San Bernardino amanecieron ayer con una gran mortandad de caracoles. Desiré Cabrera, ABC Color“

    In einer Fotoserie heute zu sehen auf der Homepage der http://www.abc.com.py/ .

    Also wenn die Schnecken jetzt schon krepieren kann ich mir nicht vorstellen dass jungfräuliche Karpfen nach dem Einsetzen viel Freude hätten…

  18. Ich war 2004 zum ersten Mal in Paraguay, um Möglichkeiten der Abwasserreinigung rund um den Lago Ypacarai zu erörtern. Außer ein paar netten Reuniones kam bei der ganzen Geschichte nichts raus.
    Damals wie heute bin ich der Meinung, dass es sehr wohl praktikable und auch finanzierbare Lösungen zur Beseitigung der Gewässerbelastung gibt und zwar in Gestalt von dezentralen Kläranlagen, also Anlagen, die das Abwasser dort reinigen wo es anfällt. Diese müssen einfach zu warten und preiswert im Betrieb sein. In Frage kommen Pflanzenkläranlagen, belüftete Abwasserteiche und wo notwendig, z.B. in den Gerbereien auch technisch anspruchsvollere Anlagen.
    Die Abwasserströme werden dort zusammengefasst wo aufgrund der Siedlungsstruktur eine zentrale Anlage Sinn macht, alles andere verteilt sich auf die Verursacher oder auf kleinere Ortsteikläranlagen. In der Konsequenz trifft dies auch all die Seeanwohner die bisher ihr Abwasser in eigenen Klärgruben, den Pozo negros behandeln. Sie erfüllen damit zwar paraguayische Norm aber belasten den See dennoch. In diesen mechanischen Behandlungstufen werden nur rund 30% der Schmutzfracht entfernt. Der Rest versickert in Richtung See.
    Ringkanalisationen und zentrale Klärwerke sind in Paraguay nicht realisierbar. Zum einen sind Investitionsummen notwendig von denen, einmal bewilligt nur noch Bruchteile vor Ort ankommen. Zum anderen laufen die Ringkanäle nicht von alleine, Pump- und Hebeanlagen sowie die zentrale Technik bedarf der regelmäßigen professionellen Wartung.
    Es gilt die Verantwortung auf die Gewerbe- und Industriebetriebe, auf Hotelanlagen, auf Kommunen und die einzelnen Anwohner zu übertragen. Und in der Konsequenz muss dann jemand hin und wieder die Anlagen kontrollieren. Solange dieser von denen bezahlt wird die ein ureigenes Interesse an einem sauberen See haben – eigentlich die umliegenden Gemeinden – sollte das auch klappen.
    Im See tausende algenfressende Karpfen auszusetzen ist keine Lösung. Niemand kann absehen welche Auswirkungen diese Aktion auf das Ökosystem, zum Beispiel infolge von Parasiten haben kann. Hinzu kommt, Karpfen die fressen, scheißen auch. Die Algensuppe ist nur teilweise weg, der Rest schwimmt als nährstoffreiche, fäkalkeimbelastete Brühe wieder im See. Bleibt nur die Empfehlung Finger weg von solch einer Hau-Ruck-Aktion.
    Die einzige Variante: Reinigung aller Zuflüsse auf anerkannte Normen. Der See wird sich selber regenerieren, das ist keine Frage. Schon nach den nächsten Regenfällen kann das Grün wieder dem zarten Braun weichen. Aber wenn weiterhin nichts geschieht wird der Zustand von Jahr zu Jahr wiederkehren und er wird schlimmer werden.

    1. Klar,mit Sicherheit gibt es funktionierende Lösungen.

      http://www.bwb.de/content/language1/html/6379.php

      Wer jedoch länger in PY weilt wird so seine berechtigten Zweifel haben dass hier überhaupt jemals etwas funktionieren wird was gehobeneres Fachwissen und beständige Disziplin erfordert.
      Besonders wenn es von Einheimischen betreut wird!
      Von den verschlungenen Pfaden,in welchen eventuelle Investitionssummen versickern,wurde ja an anderen Stellen schon ausreichend berichtet…

      Vielleicht kann SanBer ja eine Abfüllstelle für Abbeizer errichten und das Zeug exportieren.
      Von dem Geld könnte man dann ja noch ein paar schöne Ortseingangsschilder bauen,Nebenstrassen asphaltieren und den Herren und Damen vom Ordnungsamt noch einige frische,gelbe Hemdchen spendieren…

  19. Wenn man so alles liest kommt man zum Schluss, alles ist richtig und wichtig, nur was soll nun konkret gemacht werden. Wie bei einem guten Eintopf, alles muss rein. Kläranlagen vor Ort, dazu ein paar Fische und eine Wallfahrt nach Caacupe damit der Allerhöchste es in Strömen regnen lässt, damit das zarte Braun (Ingeniero) einem schüchternem Blau wieder weichen kann.

    1. und wie wäre es, wenn alle hier, welche schlaue kommentare abgeben einfach nur anführende initiative unterstützen würden? Dann machen sie wenigstens was sinnvolles und plappern nicht nur rum. wenn ich mir da die liste so ansehe sind fast keine deutschen namen zu finden, das zeigt eigendlich schon alles. aber für die welche nicht nur blablabla machen hier nochmals der link.

      http://www.activism.com/es_ES/peticion/salvemos-el-lago-ypacarai/39262

      1. Hallo Lorry,
        an den Taten wirst Du gemessen! Warum redest Du nur und unterschreibst nicht? Ich bezweifele zwar die 50.000 Unterschriften zusammen zu bekommen, aber man sollte es wenigstens versuchen.
        Also Lorry, es ist ganz einfach.
        LG Miha

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