Lügen haben kurze Beine

Asunción: Etwas abzustreiten kann auch eine Art von Lügen sein. Doch dank tollpatschiger Kollegen kommt das ein oder andere immer ans Licht.

Itaipú Direktor James Spalding war bei einem Radiointerview dummerweise recht auskunftsfreudig und verriet auf welchen Wunsch hin der Sohn Galavernas vor kurzem eingestellt wurde. Als er erklärte, dass der spezielle Wunsch von Präsident Cartes geäußert wurde, fiel das Zufall-Kartenhaus zusammen. Cartes nahm Juan José Galaverna Ortega bei Itaipú unter Vertrag, damit sein Vater ihm dabei hilft die notwendigen Stimmen für die Akzeptanz seines Rücktritts zusammenzubekommen.

Juan Carlos Galaverna ist Teil von Colorado Añetete und agiert derzeit noch für Cartes. Je nach dem wie der Wind weht ist Senator Galaverna zur Stelle und geht für die eine oder andere Seite durchs Feuer. Den Medien erklärte er noch vor zwei Wochen, dass sein Sohn es durch eigene Anstrengungen geschafft habe nach 4 Jahren Insistierens bei Itaipú aufgenommen zu werden. Ein Aufnahmetest war für ihn nicht notwendig.

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Lügen haben kurze Beine

  1. Ja, so läuft das hier. Mich würde nun interessieren, wie unsere Paraguay-Versteher ein solches hier übliches Verhalten erklären und ggf. relativieren können. Darf man das als hier schon lange lebender Ausländer kritisieren, oder bringen wir einfach nicht das richtige Verständnis mit?

    1. Als Beute-Germane aus Südtirol habe ich etliche Jahre in Deutschland gelebt und gearbeitet. Obwohl mir dort einige Hochstapler und Schrotthändler über den Weg liefen, kam ich nie auf die Idee, das Land zu kritisieren. Eigentlich ein nettes, fleißiges Volk. Bin ich jetzt ein Deutschland-Versteher?

    2. Noch mal, was hilft die Kritik der Ausländer? Wir die hier leben, haben das zu akzeptieren, auch wenn wir es von unserer Überzeugung her verachten. So lange es diesem Volk egal ist wie es durch seine Politiker und deren Machenschaften regiert wird und der Wähler seine Stimme verkauft, ist es dessen alleinige Angelegenheit. Geduldet wird lediglich Kritik aus dem Ausland und dann auch nur auf entsprechenden Druck.
      Ausländer die hier voll integriert sind, aktiv und passiv wahlberechtigt, hätten die Möglichkeit politisch aktiv zu werden, Wähler zu finden und dann etwas zu verändern.
      Das erfordert Geld und unermüdlichen Einsatz seine besseren Visionen an den Wähler zu bringen, der meist aufgrund seiner Bildung nicht in der Lage sein wird den Inhalt dieser Visionen auch zu verstehen.
      Ein weiteres Problem ist die Spaltung in Volksgruppen: Paraguayer, Mennoniten, Deutschstämmige und Indigene.

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