Lugo versucht sich dem Verfahren zu entziehen

Asunción: Mittels seiner Helfer versucht sich der Präsident des Landes aus der missglückten Lage zu befreien, wobei Dialoge und Verhandlungen bevorzugt werden. Wie Víctor Ríos, Ex Minister für Bildung, bestätigte, bot man Stunden vor deren Entscheidung den Prozess gegen Lugo zu unterstützen, der PLRA an das komplette Parlament mit Liberalen zu bestücken und den Innenminister sowie den Polizeikommandanten auszutauschen, um einen solches Verfahren zu verhindern.

Jedoch war dies schon zu spät und Blas Llano (PLRA) stand dem Pakt ein, den er mit Horacio Cartes (ANR) einging.

Jetzt beginnen erneut die Gespräche bei denen versucht wird, dass die 2/3 Mehrheit im Senat nicht zustande kommt was Freispruch für Lugo bedeuten würde. Als Ausweichchance soll die Klage der Verfassungswidrigkeit Hilfe leisten, die auf Antrag mit Dringlichkeit eingereicht wurde.

Für die internationale Bühne ist das derzeitige Geschehen im Land ein Trauerspiel. Aber Lugo selbst ist auch nicht ganz schuldlos an seiner Lage. In seinen mehr als 4 Jahren  Regierungszeit widmete er sich auch öfters Aufgaben die nicht wichtig waren um die Armut zu verringern oder die Demokratie zu verstärken. Ebenso sollte man bei der Einschätzung der Lage nicht vergessen, dass alle Gesetzgeber genau wie der Präsident vom gleichen Volk gewählt wurden, womit der Prozess größtenteils legitim ist.

Schlussendlich liegen die Demonstranten falsch, die Lugo als Retter bezeichnen und gelichzeitig gegen Angeordnete wettern die die internen Wahllisten nicht abschaffen wollten. Lugo selbst erklärte zu dem Thema „Listas Sabanas“, dass jetzt nicht der geeignete Moment für eine Veränderung wäre. Ein Unterschied in diesem Punkt ist zu den Parlamentariern wirklich nicht zu erkennen.

(Wochenblatt)

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