Massaker von Curuguaty: Innenminister kündigt Nachforschungen an

Asunción: Der neue Innenminister Juan Ernesto Villamayor versprach Nachforschungen im Fall Curuguaty in die Wege zu leiten. Wichtig sind dabei verschwundene Aufnahmen eines Hubschraubers.

Dieser flog über Marina Cué, an dem Tag des Massakers von Curuguaty, im Jahr 2012. Villamayor behauptet, dass er nicht wisse, ob die Aufnahmen noch existieren, aber er wolle nachforschen.

Villamayor hielt an seinem ersten Tag als Innenminister eine Pressekonferenz ab. Sein erstes Treffen hatte zuvor mit Vertretern der Organisation für Menschenrechte, Guillermina Kanonnikoff, stattgefunden.

„Wir haben uns im Büro unterhalten. Es gibt Fälle, in denen eine Konfrontation zwischen Opfern vorkommt, ohne dass die Täter auftauchen. Wir sprechen von Curuguaty, das ist ein Fall, der den Eindruck erweckt, keine gerichtliche Antwort zu haben“, sagte er.

Auf die Frage nach der Möglichkeit, die Bilder des Helikopters Robinson 44 der Polizei, der am Tag des Massakers über Marina Cué geflogen sei, zu erhalten, bekräftigte er, dass er sich bemühen werde, nach ihnen zu suchen.

„Ich weiß nicht, ob es möglich ist, sie zu beschaffen, aber ich werde alle meine Bemühungen auf die Suche konzentrieren. Viele Jahre sind vergangen und ich kann nicht wissen, ob das Material gelöscht oder die Kameras zerstört wurden. Ich kann es wirklich nicht wissen“, sagte er.

Villamayor betonte die Notwendigkeit, die Wahrheit über das Massaker zu erfahren, um Frieden zu finden. „Wir haben kein Recht, ein zurückliegendes Thema einfach beiseite zu schieben. Das Problem muss gelöst werden und das ist unsere Aufgabe“, sagte er.

Nach dem Massaker in Curuguaty, bei dem sechs Polizisten und elf Bauern ums Leben kamen, verschwanden die Bilder des Polizeihubschraubers. Sie könnten ein Schlüsselelement sein, um die Verantwortlichkeiten bei der Tötung zu bestimmen.

Nach der Tat hat die Staatsanwaltschaft nur den Tod der Polizisten untersucht, mit der Begründung, dass die Bauern, die Marina Cué besetzt hatten, einen Hinterhalt geplant hätten. Aufgrund dieser Tatsache wurden 11 Bauern verurteilt. In diesem Jahr hob ein Gericht ihre Verurteilung auf.

Wochenblatt / Ultima Hora

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4 Kommentare zu “Massaker von Curuguaty: Innenminister kündigt Nachforschungen an

  1. Bei all dem Bedauern dieses „Massakers“ und der Suche nach den Schuldigen, darf aber eines nicht vergessen werden: Die „harmlosen“ Campesinos besetzten Land und waren ganz offenkundig stark bewaffnet. Friedliche Absichten sehen anders aus. Soweit ich richtig informiert bin gilt auch im „Wilden Westen“ Paraguays das Gesetz, daß niemand außerhalb seines eigenen Grundstücks bewaffnet sein darf. Da diese „friedlichen Campesinos“ mit Waffen anrückten und bereit waren diese auch einzusetzen (was ja dann tatsächlich geschah) haben sie sich allein aufgrund dieser Tatsache schon schuldig gemacht. Der Vorwurf eines vorsätzlichen schweren Landfriedensbruch ist sicherlich nicht unberechtigt. Dies kommt bei der gesamten Diskussion zu kurz. Warum eigentlich?

  2. Ist ja alles berechtigt was hier geschrieben wurde. Hier spielt wohl die Politik mit Provokation die Rolle.
    Wer die Herrschaften hingebracht hat,braucht sich niemand zu fragen,das Resultat im Fall Curuguaty
    sagt es schon.Wer hatte ein Interesse in Lugo in Paraguay zu entmachten.
    Der wievielte linke Politiker wäre das gewesen in der Region! So Eindeutig wie dargestellt war der Landtitel auch nicht.
    Da diese „friedlichen Campesinos“ mit Waffen anrückten und bereit waren diese auch einzusetzen (was ja dann tatsächlich geschah) haben sie sich allein aufgrund dieser Tatsache schon schuldig gemacht. Ja stimmt!
    Welche Waffen hatten die Campesinos? Hast Du dich jemals gefragt mit welchen Kaliber hier getötet wurde!
    Die Gewehrmunition hatte keiner der Campesinos lt. den Protokollen.Bei den Kaliber braucht man mehr als Kleingeld für die Waffen.Für Campesinos sind derartige Waffen,Gewehre viel zu teuer.Es ist nicht an zu nehmen das sie mehr als Tausend € Stückpreis in die Hand nehmen für eine passende Waffe.Selbst ein Einstecklauf wäre zu Teuer. Bei den Theaterstück waren andere Statisten tätig. Lugo musste demokratisch Verschwinden,die Campesinos und die Polizisten waren die Bauernopfer, so hart wie es ist!
    Landbesetzer sind Neuschrecken,es wie die Pest,im Fall Curuguaty hat man alle Missbraucht im politischen Rankespiel!

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