Masseuse tötet ihren Klienten: 22 Jahre Haft

Hernandarias: Eine Masseuse erledigte alle “Dienste” und suchte ihre Männer auf, um das Haus auszurauben. Jedoch lief bei einem Klienten alles schief.

Die Masseuse Cynthia Mabel Barreto Borja (35) und ihr Ehemann Fredy Abel Guerreño (36) wurden wegen des Todes an dem Geschäftsmanns Néstor Atilio Maqueda (73) im Stadtteil Las Américas in Hernandarias verurteilt.

Wie bewiesen werden konnte, ging Borja am 24. Oktober 2017 zum Haus des Geschäftsmanns, um ihre Dienste als Masseuse zu erbringen. Als der Mann einschlief, ließ die Frau ihren Mann ins Haus, um Geld, Schmuck und andere Wertsachen zu stehlen, aber alles ging schief.

Maqueda hörte die seltsamen Geräusche und stand auf, um zu sehen, was los war. Aus Angst, angezeigt zu werden, versetzte Borja mit Hilfe ihres Mannes dem Opfer zwei Wunden mit einem Messer in den Hals, was seinen Tod verursachte.

Im Nachhinein flohen beide mit den gestohlenen Gegenständen. Erst am nächsten Tag fand die Hausangestellte Rocío Domínguez ihren Arbeitgeber tot vor.

Fast fünfzehn Tage später konnte das mörderische Paar verhaftet werden. In ihrem Besitz fand man eine Kette, Handys und sogar die Fernbedienung des Garagentors, das dem Opfer gehörte.

Für die Richter Evangelina Villalba, Lourdes Morínigo und Óscar Gabriel Genez bestand kein Zweifel daran, dass das Paar an dem blutigen Ereignis beteiligt war, für das sie Borja zu 22 Jahren Gefängnis und Guerreño zu 16 Jahren Haft für die Beihilfe bei dem Mord verurteilten.

Wochenblatt / Extra

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4 Kommentare zu “Masseuse tötet ihren Klienten: 22 Jahre Haft

  1. Also, wenn man in einen Masseursalon kommt schlaeft man dann irgendwann ein? Das ist seltsam.
    Ein Schelm der sich dabei was denkt, wie etwa dass diese Masseuse des alten “Gemaecht” massiert hat so dass er irgendwann einschlummerte.
    Der Paraguayer nennt sowas “Rundumbedienung” (servicio completo) – was nichts anderes als eine Umschreibung fuer “Dienste im horizontalen Gewerbe” bedeutet.
    Immer wird solchen moechtegern Kriminellen das Handy zum Verhaengnis – als ob niemand daran denkt dass man hierzulande beim kaufen eines Chips (SIM Karte) den Personalausweis vorlegen muss wo dann der Chip mit Nummer und Personalausweis in die Datenbank der Telefongesellschaft eingespeichert wird. Na gut das Telefon wird nicht registriert aber der Chip ja.
    In Paraguay haben solche Kleinkriminellen meist nicht mal einen Rechtsanwalt da der Staat eigentlich keine Pflichtverteidiger mehr zur Verfuegung stellt da diesem das Geld dafuer ausgegangen ist. Und das Berufsethos der Anwaelte geht eben nicht so weit dass diese sich in der Pflicht sehen Leute gratis beizustehen. Ein Paraguayer sagte mir dass schon seit Jahren keine Pflichtverteidiger mehr vom Staat bezahlt werden und damit verteidigt auch niemand diese Kleinkriminellen. Die Abogaduchos haben wohl das System zu sehr ausgenutzt und horrende Summen vom Staat als Pflichtverteidiger verlangt um sich so aufzumelken. Der Spass fand dann wohl ein jaehes Ende wegen Geldknappheit.
    Das laeuft dann so dass der Staatsanwalt dann gemeinsame Sache macht mit dem Richtertrio und die Kriminellen duerfen dann nur noch unterschreiben und die Strafe absitzen. Unterschreiben die Tatverdaechtigen nach 4 Jahren U-Haft nicht so verschleppt der Staatsanwalt den Prozess und das Urteil kommt eben erst dann wenn sie unterschreiben und ab dann laeuft dann die Gefaengnisstrafe. Also in diesem Fall 4 Jahre U-Haft + die 22 Jahre Haft des Richterurteils. Haetten sie sofort unterschrieben so waere es nur 22 Jahre Haft geworden denn ab Tag 1 haetten sie dann die eigentliche Strafe Knast abgesessen. Die U-Haft soll die Tatverdaechtigen weichkochen und wird zur Verschleppung des Prozesses als Druckmittel benutzt. Siehe Fall Oberueber, der ja zum Glueck noch einen Anwalt hat – so schnell dem Haeftling das Geld ausgeht, so schnell ist Oberueber ohne Abogaducho und der Anwalt buchstaeblich ober und ueber alle Berge.
    So schnell du verhaftet bist, giltst du nicht als Tatverdaechtiger sondern die Sache ist ab dann klar so schnell du in die Muehlen der Justiz gelangst. Deine Haftstrafe muss dann nur noch vom Richter festgelegt werden – man tut sich was gutes sofort zu unterschreiben (dies soll keine Empfehlung sein!).
    Es kann auch sein dass irgendwelche Gerichtstippsen den Verteidigungsanwalt simulieren und halbherzige Gesuche im Namen der Kleinkriminellen anfertigen und in die Prozessakte legen damit es so ausschaut als ob da ein Pflichtverteidiger am Werk ist. Mehr oder weniger so duerfte es laufen.

      1. Nicht ohne den Pulitzer. Am Pulitzer bin ich per se nicht interessiert aber am Geld der mit dem kommen sollte.
        Im Gericht macht normalerweise nicht der Richter das Urteil sondern die Tippse und dessen Buero. Nur heikle und Faelle mit viel Geld im Spiel, deren nimmt sich der Richter selber an. Der Richter wird nur kurz muendlich von der Obertippse informiert und unterschreibt dann nach Risikoanalyse seines Postens den Wisch Papier.
        Die Gerichte sind komplett in der Tasche der Privatwirtschaft und keineswegs unabhaengig.

  2. “Fast fünfzehn Tage später konnte das mörderische Paar verhaftet werden. In ihrem Besitz fand man eine Kette, Handys und sogar die Fernbedienung des Garagentors, das dem Opfer gehörte.”
    Dafür sind 22 Jahre noch zu wenig. Wegen extremer Dummheit sollte man diese Leute für immer einsperren.

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