Maßlos scheint untertrieben

Asunción: Nachdem Staatspräsident Horacio Cartes die Leiter der binationalen Wasserkraftwerke Itaipú und Yacyretá dazu ermahnte die Listen der Angestellten samt deren Löhne zu veröffentlichen kamen diese der Aufforderung nur widerwillig nach. Grund dafür sind anscheinend die maßlos hohen Gehälter von James Spalding, Juan Schmalko und ihrem Gefolge.

Neben viel Wasser fließt auch viel Geld – aus Brasilien in die Taschen der Angestellten. Der paraguayische Direktor von Itaipú, James Spalding bekommt einen Monatslohn von 108.922.138 Guaranies während die fünf unterstellten Direktoren José Sánchez Tillería (Technik), Benigno López (Recht), Carlos Paris (Administration), Miguel Gómez (Finanzen) und Pedro Domaniczky (Koordination) 105.236.906 Guaranies für ihren Einsatz erhalten. Nur knapp dahinter siedeln sich die sieben Berater an, die jeweils 82.549.205 Guaranies pro Monat ihr Eigen nennen können.

Beim Wasserkraftwerk Yacyretá verdient der Direktor Juan Schmalko 85.894.011 Guaranies pro Monat während der Sektionsleiter für Finanzen Osvaldo Núñez Esquivel sogar 90.809.928 Guaranies pro Monat für seine Arbeit ausbezahlt bekommt. Der Sektionsleiter für technische Belange, Gabino Fernández, muss sich dagegen mit 71.801.436 Guaranies zufrieden geben. Die fünf Berater, darunter der Bruder des Bürgermeisters von Asunción, Gustavo Samaniego, erhalten 73.940.138 Guaranies monatlich.

„Bedauerlich im Vergleich zu den hohen Entlohnungen ist, dass die paraguayischen Repräsentanten kaum Resultate erzielen. Paraguay nutzt nur 10% des erzeugten Stroms und verkauft den Rest für einen Spottpreis“, schrieb die Tageszeitung Abc.

Aber auch weiter unten im Gefüge gibt es noch Überraschungen. Beispielsweise sind ein Maurer und ein Maler angestellt, die monatlich jeweils 20.582.943 Guaranies für ihren Einsatz erhalten. Aber auch als Telefonistin kann man sich bei Itaipú schon auf 17 Millionen Guaranies freuen.

(Wochenblatt / Abc)

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8 Kommentare zu “Maßlos scheint untertrieben

  1. Diese Subjekte, anders kann man Sie nicht bezeichnen, haben alle die Realität für angemessene Entlohnung für eine Dienstleistung verloren, kein Wunder, dass Sie nicht mit einer Veröffentlichung einverstanden sind. Sie kann man auch unter der Kategorie „Blutsauger des Volkes“ einstufen.

  2. Mich wuerde mal interessieren was so die Hausangestellten bei diesen Parasiten verdienen!! Das Hausmaedchen muesste doch dann als Empfangsdame an der Tuere so um die 10 mill. als Telefonistin 17 mill und als Koechin nochmals 10 mill. verdienen. Macht 37 mill!!!! oder tauesche ich mich da. Kann nun durchaus andere Berufsgruppen verstehen, die auf die Strasse gehen um zumindest den Salarario minimo einzufordern. Wie schoen koennte es in Paraguay sein, wenn man nicht diese Blutsauger ernaehren wuerde.

  3. „Bedauerlich im Vergleich zu den hohen Entlohnungen ist, dass die paraguayischen Repräsentanten kaum Resultate erzielen. Paraguay nutzt nur 10% des erzeugten Stroms und verkauft den Rest für einen Spottpreis“, schrieb die Tageszeitung Abc.

    -> Der war GUT!
    Die relativ gute Bezahlung erhalten diese Leute ja (indirekt) von Brasilien. Wen wundert es da, daß sie WEGEN der guten Bezahlung mit ihrem Brötchengeber eher lasch verhandeln? Juk Juk – ein Schelm wer denkt, es beißt einer die Hand, welche ihn füttert.

  4. Die Verhandlungen über den Strompreis werden auf höherer Ebene geführt. Wenn ich mich richtig erinnere hat doch Lugo in seiner Amtszeit über einen höheren Strompreis mit Brasilien verhandelt, oder irre ich mich da.

  5. „Wie schoen koennte es in Paraguay sein, wenn man nicht diese Blutsauger ernaehren wuerde.“
    Dann wäre das Bildungsniveau so hoch, dass die kleinen Leute nicht mehr für einen 10 Euroschein am Tag arbeiten würden, und dann wäre es für manche Auswanderer hier mehr als Essig.

    1. Da hast du aber jetzt viele getroffen. – Aber im Grunde stimme ich dir zu. Wenn sich hier wirklich was änders würde, das Lebensniveau steigen würden, würden die ohnehin schon sehr hohen Preise nochmals steigen und viele Ausländer könnten ihre Koffer packen und sich ein neues „Billigparadies“ suchen.
      Aber – wir leben in Paraguay. Und eher friert der Rio Paraguay zu als dass sich hier was grundlegendes ändert. Da müssten die Menschen ja anfangen richtig zu arbeiten, könnten nicht bei 3 Tropfen Regen im Bett bleiben und die Kinder müssten ja auch lernen und zur Schule gehen. – Nein, sowas geht nun aber auch gar nicht.

  6. Ich habe mal den Wert des verkauften Stroms errechnet und nachgeforscht, wohin dieser Riesenbetrag geht. Ein einziges, schwarzes Loch.
    Somos orgullosos de ser Paraguayos.

  7. ABC schreibt das Paraguay nur10% von den strom verbraucht,und dann den rest fuer spottpreis verkauft;wenn die nachbarlaender wurden einen normalen preis zahlen,wurden die angestellte raueber mit Goldstangen ihr monatsgehalt bekommen.Wegen die vielen spitzbuben ist der preis fuer strom in Paraguay maechtig hoch,

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