Mehr als Schulterzucken ist nicht zu erwarten

Asunción: Die Küstenstraße wird in einem Teil derzeit von einer Reihe Personen neu besiedelt, der zu einem Park werden soll. Keiner unternimmt etwas dagegen. Eine Favela gründet sich gerade um Konflikten aus dem Weg zu gehen.

Rund 200 Familien aus der Chacarita besiedelten die Costanera unerlaubterweise. Obwohl diese alle in das neue Stadtviertel San Francisco umziehen sollten bevorzugen sie es nur hundert Meter entfernt von ihrem alten Stadtteil in Armut zu leben. Der Bereich den sie sich angeeignet haben soll die Erweiterung des Caballero Parks werden.

Alcides Chaparro, ein Kfz-Mechaniker von 40 Jahren Alter kann in keinem anderen Beruf arbeiten. In diesen Häuschen, in Bezug auf die Wohnungen im Stadtteil San Francisco, kann ich nicht arbeiten. Sie sind zu klein und außerdem kann ich da nicht meine Maschinen benutzen, die Lärm machen. Ohne die Arbeit kann ich auch nicht die Monatsrate für die Wohnung zahlen. Seit 5 Jahren wohnt er an der Costanera, zuvor besiedelte er 20 Jahre die Chacarita.

Helario Mesa für seinen Teil ist Popcorn Verkäufer. Er hat vier Kinder, die er ernähren muss. Er stammt aus dem Chaco und wollte in das neue Stadtviertel San Francisco umziehen. Angeblich wurde er registriert, in der offiziellen Liste hat man ihn aber anscheinend vergessen, denn da taucht sein Name nicht mehr auf. Demnach wird ihm auch keine Wohnung zugewiesen. „Ich hab das zur Anzeige gebracht, aber noch keine Nachricht erhalten. Ich will weg von der Costanera weil es ein sehr heißer Ort ist und wenn es regnet schlafen wir in einem feuchten Bett“, so Mesa.

Ernesto Dávalos, ebenfalls ein Bewohner der Costanera möchte nicht in den neuen Stadtteil San Francisco, weil es da zu gewalttätigen Konflikten kommen wird. Er versicherte, dass die Bewohner aus Zeballos Cue und die aus der Chacarita sich erstechen werden. Das Wohnungsbausekretariat (Senavitat) gab schlussendlich einige Wohnungen an die Bewohner der Zone ab, was eingangs nicht vorgesehen war.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “Mehr als Schulterzucken ist nicht zu erwarten

  1. Helario Mesa für seinen Teil ist Popcorn Verkäufer. Er hat vier Kinder, die er ernähren muss. Da muss man sich wohl nicht fragen, was es zum Morgen-, Mittag- und Abendessen gibt.

  2. In Paraguay ist nichts sicher. Hier nimmt sich jeder was er will. Der Rechtsstaat hat sich verabschiedet, sofern es ihn überhaupt jemals gab. Damit kann man die schöne neue Küstenpromenade bald getrost vergessen. Schade drum. Aber bei solchen Politikern ……..

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