Mehr Details und Hintergründe zum Hundetöten

Puerto Antequera: Dank einer anonymen Anzeige kam man der Erschießung von Dutzenden Hunden auf die Spur, die auf einer Estancia Marcatrebol stattgefunden hat. Jetzt agieren die Behörden.

Die Estancia im Departement Presidente Hayes, unter Leitung der Agricultural Holdings S.A., wird von Marcelo Barboza verwaltet, der den Auftrag umsetzen sollte herrenlose Hunde zu opfern. Fotos zeigen wenigstens 7 tote Vierbeiner. Insgesamt 36 wurden jedoch erschossen.

Die Arbeiter der Estancia, dürfen laut dem weiter unten zu findenden Dokument nur einen Hund besitzen. Wer mehr hat muss mit der Eliminierung rechnen. Jeder muss angeben wie viel Hunde er hat und seinen Hund anleinen. Kein Hund darf seinen Herrchen auf der Estancia begleiten. Wer nicht unterzeichnet muss gehen. Der Denunziant erklärte zudem, dass dies nicht zum ersten Mal passiert, sondern seit Monaten so gehabt wird.

Laut einem abgeändertem Tierschutzgesetz aus dem Jahr 2017 (N° 4840/13) dürfen domestizierte und Wildtiere nicht geschädigt werden. Darunter fallen Katzen, Hunde und andere Haustiere. Wer sich ohne Grund nicht dem Gesetz beugt kann mit bis zu 2 Jahren Haft rechnen.

Wochenblatt / La Nación

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

5 Kommentare zu “Mehr Details und Hintergründe zum Hundetöten

  1. Schwarzer Kommentar mittlerer Masse

    Das Interessante ist ja, dass es sich um einen „bekannten Politiker“ handelt s. https://wochenblatt.cc/chaco-das-hundetoeten-greift-um-sich/
    Da diese Praktik verboten ist, so ist es rechtens, wenn sich da die Staatsanwaltschaft darum kümmert.
    Seine Mitarbeiter zur Unterschrift zu zwingen gleicht einer Nötigung und Erpressung.
    Nun bin ich auch kein Fan der streunenden Hunde, zumal sie genügend halbabgafackelte Windeln und von diesen tierliebenden Einheimischen Knochen, rohes Fleisch wie Hähnchen und sonstige Küchenabfälle am Straßenrand finden, damit diese Netten keine Müllabfuhrgebühr bezahlen müssen. Denn Bier abzüglich Streichhölzer und zwei Eier für die 14 Kinder täglich kann für manche schon einen Monatslohn ausmachen.
    So leiden diese Köter weniger Stress, wenn sie abgeknallt werden. Wenn man sie einfängt und dann „human“ Euthanasiert, dann haben sie viel mehr Stress.
    Doch leben wird im Paragauy. Hunde für ihr Leben lang irgendwo anzubinden ist usus bei den einten Einheimischen, die sich eine Kette leisten können. Die anderen Köter streunen und kötern halt frei herum, gehören aber jemandem, weil ein Zaun oder Mauer demasiado caro.
    Bei einer Behörde in diesem Land, welche nur auf Anzeige hin vielleicht aktiv wird, macht halt jeder was er will. Die Wenigsten werden einem Anzeigen, wenn ihnen ihr Leben lieb ist.
    Und als „bekannten Politiker“ dürfte diese Anzeige sogar grati vom Tisch sein, will der Staatsanwalt nicht wieder sich mit grati-Streichhölzer an die Bevölkerung verteilen betätigen.

  2. Poppo Graf von Hahn-Kuchelmisz

    Das mit dem Hund oder mehrere Hunde halten ist beim paraguayer ein Problem. Anbinden ist bei denen nicht angesagt, fuer ein Gehege fehlt das Geld (und ist auch nicht noetig nach ihrer Meinung) und was zum Fressen muss oft der Hund des paraguayers selber sorgen da das zu viel plata kostet (ist ja auch verstaendlich). Der Hund bekommt sowieso allemal nur Essensreste vorgeworfen – zum Glueck ist der paraguayo Unmengen an Fleisch und so fallen immer ein paar Knochen irgenwo ab.
    Deswegen streunen die Hunde oft zum Patron um da mit dessen Hunde mitzufressen (oft hintergruendig auch so geplant vom paraguayischen Angestellten), der Koeter sucht sich schwache Kaelber und spielt die tot, frisst die an wenn die halbtot sind damit er zum Fressen kommt. So akkumulieren sich dann dutzende Koeter auf einem Betrieb, plus Fremdzulaeufe, die dann Motorraeder hinterherlaufen und versuchen den Fahrer zu beissen, die staendige Tendenz haben Menschen anzufallen und vor allem fuer Kleinkinder ne Gefahr darstellen (ein Rottweiler kann selbst einen Erwachsenen so anrempeln dass er hinfaellt).
    Die Koeter sind natuerlich nie geimpft, noch sind sie gesund sondern oft raeudig und eben relativ verwildert. Es ist eher selten dass Wildtiere ganz gesund sind – ganz entgegen der gruenen Ideologie, sondern von Natur her sind die Wildtiere oft mit vielerlei Krankheiten behaftet und nur die modernen Zeiten haben dank der Pharmazeutika auch der Tierwelt ein hoeheres generelles Wohlbefinden beschert. Es geht der heutigen Tierwelt bedeutend besser als den Wildtieren 100 Jahre zurueck als die generelle Medizin noch nicht entwickelt war.
    Das sind die Hintergruende.
    Es waere so wie wenn die BMW Fabrikarbeiter ihre Hunde mit in die Fabrik naemen und diese da allewege rumstreunen und in der Kantine nach Essensreste suchen.
    Ein halbautomatischen Scharfschuetzengewehr ist die Antwort. Den Tierarzt rufen? Da lacht dich jeder aus in Paraguay. Kastrieren? Das Gelaechter wird noch groesser. Das Bolzenschussapparat wird eben in Paraguay durch das Gewehr, die Pistole oder den Revolver ersetzt da in Paraguay Waffen leichter zugaenglich sind als in Deutschland. Das Tier zu schiessen ist dasselbe wie den Schlachtschussapparat anzuwenden. Das Erschiessen des Tieres ist die humanste Art das Tier ueber den Grossen Teich zu befoerdern.
    In der Tat wird der Koeter als so eine Art von Muellabfuhr angesehen der Essensreste preisguenstig beseitigt.
    Ansonsten sollte man Tiere aus der Familie der Canidae nie Einhegen oder anbinden da sie „Laeufer“ sind die lange Strecken pro Tag laufen muessen nach ihrer Natur. Einen Loewen kann man einfperchen, aber einen Indianer und einen Hund, wie Fuchs, Wolf, Schakal, Coyote, etc nicht welches alles „Hunde“ sind nur eben mit genetischem Materialverlust vom „Urhund“.
    Diese alle stammen von einem „Urtier“ ab: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_canids
    Diese alle sind in wirklichkeit nur „Hunde“ die von einem Urtier abstammten und durch genetischem Materialverlust eben zum Fuchs, Schakal, Hund, Wolf, Coyote, etc wurden. Noah nahm in seiner Arche nur ein Paerchen des Urhundes mit von dem dann durch Materialverlust in genetischen Informationen eben der Fuchs, Wolf, Coyote, moderne Haushund, etc entstanden. Noah nahm nur „von jeder Art“ mit also von den „Familien“ je eins von den unreinen wie die Caninae auch sind (der Hund ist unrein und darf im Prinzip nicht gegessen werden).
    1. Mose 7,2 „Nimm von allem reinen Vieh je sieben und sieben mit dir, das Männchen und sein Weibchen; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Männchen und sein Weibchen;…“
    Von dem Caninae Paar das Noah in der Arche mitnahm, stammen alle Fuechse, Schakale, Woelfe, Coyoten, etc und alle Hundarten ab durch selektive Vermehrung („Evolution“ hats in der Genetik durch Selektion sehr wohl gegeben).
    Deswegen ist es so kritisch mit dem GMO Saatgut und der Tierzucht da der Bulldog Hund z.B. aussterben muss weil er soviel genetisches Material verloren hat dass man nicht mehr wiedererlangen kann. Jede Zucht ist immer ein Verlust an genetischem Material das unwiederbringlich fuer immer verloren hat – es sei denn man wiederbelebt und findet den „Urhund“ (der Urvater aller Hunde, Schakale, Woelfe, Fuechse, etc.) den Noah mitbrachte.
    Was ist wenn das Klima sich veraendert und man hat nicht mehr den Urweizen oder Ursoya mithilfe dessen man fuer die Bedingungen neue Sorten zuechten kann? Das genetische Material ist unweigerlich fuer immer verloren. Deswegen ist in der Tat ein potenzieller Klimawandel so gefaehrlich weil man nicht mehr die Pflanzen und Tiere rueckzuechten kann weil das genetische Material halt durch die Selektion fuer immer verloren ist. Der Downturn und Weltende ist vorprogrammiert durch die Genetik – auch dadurch sollte man Gott finden und erkennen.

  3. Zitat: „Laut einem abgeändertem Tierschutzgesetz aus dem Jahr 2017 (N° 4840/13) dürfen domestizierte und Wildtiere nicht geschädigt werden.“
    Ich denke mal das ist eine Fehlinterpretation. Es wird da um das Quälen von Tieren gehen. Sonst dürfte man ja auch nicht mehr jagen. Aber ich werde mich bei nächster Gelegenheit mal bei meinem Anwalt erkundigen. Aber das KANN so nicht stimmen!

    1. Poppo Graf von Hahn-Kuchelmisz

      Ich glaub die Tierschuetzer hatten in der Zeit ein generelles Tiertoetungsverbot durchs Parlament „durchbezahlt“ dass jegliches Toeten von irgendwelchem Tier strikt verbot.
      Da man lasch mit hiesigen Gesetzen umgeht, der Hype schnell verflogen ist, so gehts munter weiter mit den lokalen Schlachthoefen – denn nach dem Gesetz duerfte es keine Schlachthoefe mehr in Paraguay geben.
      Jeder Lobbyistenverband boxt halt sein Wunschgesetz durch dass es ihm rechtfertigt weiterzuexistieren als NGO oder sonstwas wie Subventionen abgrasen, und Steuern zu sparen.

      1. Ein generelles Tiertötungsverbot in einem Land, das große Teile seines BIP durch Fleischrinder erzielt und Gegrilltes die beliebteste Speise ist?
        Ich traue der Py-Politik ja schon viel Wahnsinn zu, aber das?

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.