Mennonit prangert Entführungsversuch an

San Pedro: Ein Mennonit aus der Kolonie Ybype zeigte einen Entführungsversuch an. Die Verantwortlichen in dem Fall sollen Campesinos sein, mit denen es schon lange einen Konflikt gebe.

Bei dem Mennonit handelt es sich um Georg Matthies Derksen, Eigentümer von 4 Fincas in der Region San Pedro. Der Mann sagte, dass er letzten Freitag mit seinem Arbeiter von seiner Estancia heimfahren wollte, als er bemerkt habe, dass große Baumstämme auf der Straße lagen, um ihn aufzuhalten. Derksen gab an, dass sie hätten umdrehen wollen, aber plötzlich von mindestens 30 Männern umzingelt gewesen seien, die Masken trugen und Waffen getragen haben. Sie gehen davon aus, dass es Campesinos sind.

Die Angreifer schlugen die Opfer brutal und drohten, sie zu töten und zu entführen. Sie sagten ihnen, dass ihr “Arbeitgeber“ das gleiche Schicksal haben würde. Später wurden die Überfallenen gefunden und verletzt in das Krankenhaus von Santa Rosa del Aguaray gebracht.

Der Mennonit berichtete, dass er und seine Gemeinde seit 4 Jahren mit allen Arten von Verfolgung zu tun haben. „Wir arbeiten ehrlich, wir zahlen Steuern, Gehälter, wir wollen säen und ernten und wir können nicht, wir bitten um ein Ende dieser Vorfälle“, sagte er.

Derksen behauptete, er müsse sogar sein Haus wegen Todesdrohung und Belästigung durch die Campesinos aufgeben, da es mehrmals angegriffen worden sei und es bereits drei Invasionen auf dem Grundstück mit Verhaftungen gegeben habe. Mehreren Campesinos wurde daraufhin verboten, sich den Fincas des Mennoniten zu nähern, aber sie hielten den Gerichtsbeschluss nicht ein.

Wochenblatt / NPY

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2 Kommentare zu “Mennonit prangert Entführungsversuch an

  1. Zustände wie in Südafrika. Weite Strecken, da hilft auch kein Bürgerwehr. Ok, gäbe ja iTelefone heutzutage, um einander zu alarmieren. Für die Mennoniten wahrscheinlich nicht mit ihrem Glauben vereinbar solch moderne Technik. Da bliebe noch hiesig Kindergartenpolizei, doch diese werden keinen Sprit haben. Zu weit, zu lange, bis die da hin gelaufen sind. Also kommens schon gar nich.

  2. Nur mal so für alle „Paraguay-Versteher“: Ausländer, die es in Paraguay aufgrund von Intelligenz und Fleiß zu etwas gebracht haben, werden immer mehr zur Zielscheibe von Banditen aller Art. Nicht immer stecken politische Motive dahinter, meist sind die Gründe nur ganz primitiver Neid. Weder die Polizei noch die Justiz sind ein wirklicher Schutz, wenn es drauf ankommt. Sollte man nun meinen, Ausländer die in PY völlig unauffällig und zurück haltend leben, wäre eher sicher. Aber auch das ist ein Trugschluß, denn Ausländer gelten immer als „reich, geizig und naiv“, bei denen es sich lohnt Beute zu machen. So gesehen ist man als Ausländer in Paraguay vor nichts gefeit. Darum zum tausendsten mal mein Rat: Augen und Ohren auf, Zurückhaltung in jeglicher Hinsicht, keine Angeberei und Protzerei, unauffällig bleiben und möglichst nicht eine herausragende bis erfolgreiche Stellung einnehmen, auch nicht auffallen durch gut gemeinte großzügige Unterstützung von Einheimischen, denn damit vermittelt man den Eindruck daß es noch mehr zu holen gibt. Paraguay ist in vielerlei Hinsicht schon ein sehr merkwürdiges, nicht ungefährliches Land. Leider ist die Politik des Landes nicht fähig oder nicht willens für mehr Schutz und Rechtssicherheit zu sorgen. Aber ausländische Investitionen wollten sie schon!

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