Mennonit und Holzfäller

San Pedro de Ycuamandyyú: Das letzte bisschen Wald, was in der Zone um Yatebo und San Diego Loma noch bleibt wird Stück für Stück von einem Mennoniten aus Río Verde abgeholzt, der ein 200 ha großes Grundstück vor einigen Jahren kaufte.

Kurz nach dem Kauf begann Cornelio Friessen mit der Abholzung. Zu mehr als einer Gelegenheit unterbanden die Nachbarn seinen Tatendrang. Das ging soweit, dass sie seine Maschinen nicht weiterfahren ließen. Con Polizei und Staatsanwaltschaft, Sektion Umweltschutz, kam keine Hilfe. Unregelmäßig holzt er weiter ab, anscheinend mit Unterstützung der staatlichen Institutionen.

Von dem einst voll bewaldeten Grundstück bleiben nur noch 30 ha, was als letztes Waldstück der Zone angesehen werden darf, da sonst weit und breit keiner mehr existiert. Die Anwohner stehen demnach mit Cornelio Friessen auf Kriegsfusse und bitten erneut die Polizei und Staatsanwaltschaft um Hilfe. Sollte jedoch wider erwartend nichts dabei rauskommen, kümmern sie sich selbst darum. In der Vergangenheit versuchten sie seine Aktionen zu stoppen und wurden zum Dank von der Staatsanwaltschaft angeklagt während Friessen nichts geschah.

„Das alles hat nur mit dem Geld zu tun, was der Mennonit besitzt“, erklärten die Nachbarn.

Cornelio Friessen wurde mehrfach öffentlich wegen Abholzung angezeigt und trotzdem macht er weiter damit. Anwohner haben dies mit Fotografien festgehalten.

Wochenblatt / Última Hora

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9 Kommentare zu “Mennonit und Holzfäller

  1. Alle anderen dürfen die Natur in der Region platt machen und bei den letzten30ha ist der Herr Friesen jetzt Schuld oder was?Das ist doch lachhaft,30ha!!!!????

  2. Zwei Erkenntnisse aus dem Artikel: 1.) Die Mennoniten sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Geld verdirbt eben den Charakter. 2.) Warum wird nun gerade dieser Mennonit so in der Öffentlichkeit angeprangert? Illegale Abholzungen sind in Paraguay doch schon seit Jahren an der Tagesordnung. Hier soll wohl ein Ablenkungsmanöver gestartet werden, während Paraguayer tausenden Hektar Waldflächen Woche für Woche mit Duldung der Justiz und Polizei roden. Darüber regt sich niemand auf. Was für eine widerliche Heuchelei!

    1. 1.) Die Mennoniten sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Geld verdirbt eben den Charakter.

      ?? Was hat sich geaendert ? Haben nicht die Mennoniten schon immer urbar gemacht ,
      um wirtschaftlichen Erfolg zu haben ?

  3. Was der Herr Friesen macht ist absolut ilegal,denn vom Paraguay Fluss bis zum Parana Fluss besteht ein totales Abholzverbot. Wo zum groessten Teil auch eingehalten wird. Ob jetzt seine lieben Nachbar vor oder nach dem Verbot abholzten weiss ich nicht, auf jeden Fall muesste jeder von denen nach Gesetz 25% vom Grundstueck in Wald sehen haben. Das Gesetz gibt es seit anfang der 80er Jahre und es muesste eigentlich noch viel Wald in der Gegend stehen.

    1. Das ist nicht ganz richtig !
      Kleinbauern und Landbesitzer mit weniger als 20 ha muessen keine Waldreserve
      haben .

  4. Wenn jemand etwas Illegales macht geht man zur Polizei und erstattet Anzeige. Dieser Bitte wird dann pflichtgemäß auch nachgekommen. Da kann man aussagen was man will, wird fein säuberlich ins Büchlein eingetragen. Nach ein paar Tagen kann man das Polizeiprotokoll abholen. Und im runden Ordner archivieren. Eine Strafverfolgung von-Amtes-wegen erfolgt nur dann, wenn es sich um Mord oder Totschlag eines nicht-Europäers handelt, so scheint es mir. Deshalb macht hier auch jeder was er will, denn irgend jemand anzuzeigen kann zu ernsthaften gesundheitlichen Konsequenzen führen und ist meist einfach aussichtslos, die Arbeit kann man sich ersparen. Jedoch auch unberechenbar. Dafür ist die Freiheit wohl grenzenlos, mit alle seinen Vor- und Nachteilen.

    1. Ja , und wenn Sie mit der Anzeige , dem Protokoll ,dann zur Fiscalia gehen ,
      zur zustaendigen , wird Diese dann auch etwas unternehmen…..eventuell !!

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