Mennoniten: Die Flucht aus der Sowjetunion

Filadelfia: Kornelius Neufeld, einer der stetigen Anführer der Mennoniten des Chaco, teilt die fantastischen Abenteuer seiner Vorfahren, die vor 90 Jahren aus der Sowjetunion flohen und sich in den 30er Jahren in Fernheim niederließen.

Bei dem folgenden Interview betont er den Mut den Paraguay auf sich nehmen musste, um sie aufzunehmen.

Man weiß nicht so viel über die Geschichte der Mennoniten und erst recht nicht über die Flucht aus der Sowjetunion, die vor 90 Jahren zustande kam.

Ja, es sind 90 Jahre. Das war am 25. November 1929. Das haben wir mit einem großen fest gefeiert. An diesem Tag konnten unsere Vorfahren die Sowjetunion verlassen und unsere Leben und unsere religiösen Überzeugungen retten. Mit der Bibel in der Hand als Motor, der uns antrieb um Probleme zu überwinden. Bei unserer Feier stellten wir nach wie unsere Vorfahren in ihren Verstecken in Moskau lebten, die aus Stöcken und Ästen und Wurzelteilen gefertigt waren. Ich war mit der Organisation des Teils betraut worden.

Wieviel waren Sie?

Die, die fliehen konnten waren insgesamt 3.885. Es waren viele Familien die auf das Ausreisedokument warteten. Die andere Alternative wäre die Transsibirische Eisenbahn gewesen, die sie in die Konzentrationslager nach Sibirien gebracht hätten. Das wäre der Weg in den Tod gewesen. Von 1923 – 1928 konnten 23.000 Personen fliehen. Deutschland stellte ihnen ein Ausreisedokument aus aber um nach Amerika zu emigrieren. So schafften sie es aus dem Gefängnis Sowjetunion auszureisen. 12.000 weitere schafften es leider nicht. Mein Großvater war einer derer, der es schaffte und bis nach Paraguay kam.

Wie hieß er?

Kornelius Neufeld, wie ich auch. “Fliehe, fliehe wenn du dein Leben und das deiner Familie liebst. Ich habe dein Name auf der schwarzen Liste gesehen“, sagte ihm ein Freund, als er auf das Ausreisedokument wartete. Er war Bauer als die Bolschewisten die Regierung entmachteten und Kaiser Nikolaus II. stürzten.

Sie verboten die Religion, “das Opium des Volkes“, hieß es.

Mein Großvater war ein sehr aktiver Landwirt. Er hatte Tiere: Pferde, Kühe und viele Angestellte. In der Sowjetunion war jeder der Angestellte hatte ein Ausbeuter, der sich das kommunistische Kollektiv wandte.

Wie schaffte er es zu überleben?

Mein Großvater und mein ältester Onkel wurden in ihrem Versteck entdeckt und gefangen genommen. Sie folterten sie jede Nacht. Sie ließen ihn für Stunden frei. Er musste jedoch ein Dokument unterzeichnen, in dem er sich dazu bereiterklärt wieder zurückzukommen. Doch er wußte, er würde sich kein weiteres Mal vor dem Tod retten können und entschied sich nicht zurückzukehren. Dann konnten insgesamt 5.761 Personen fliehen, darunter 3.885 Mennoniten. Die anderen 12.000 wurden deportiert.

Haben sie Informationen, wie viel bei der Verfolgung starben?

Nein, darüber gibt es keine Aufzeichnungen. Viele waren Kinder, die die 3.000 km lange Zugfahrt nach Sibirien nicht überstanden. An den Haltepunkten wurden die Leichen aus den Wagons gezogen und sie wurden am Bahnsteig wie Pfosten gestapelt.

Wie kamen sie nach Paraguay?

Sie kamen über den Hafen von Riga, (heute Lettland) und die Ostsee. Sie reisten in vier Schiffen und kamen im August 1930 in Paraguay an. Drei weitere Gruppen kamen im April. Hier in Paraguay gab es schon die Kolonie Menno seit 1927. Sie haben uns geholfen. Einmal in Deutschland organisierten sie sich für die Reisen und die Aufteilung der Landstücke im Chaco. Sie formten unsere Kolonie Fernheim, wessen Stadtzentrum heute Filadelfia heißt.

Wie lange dauerte die Überfahrt?

Die Atlantikpassage dauerte 20 Tage. Von Buenos Aires nach Asunción und weiter nach Puerto Casado dauerte auch seine Zeit und von Puerto Casado bis Punta Riel, etwa 245 km weitere 12 Stunden, sagte mein Großvater. Von Punta Riel weitere 5 Tage für die letzten 100 km bis nach Fernheim. Einmal angekommen hatten wir gar nichts, weder Haus, noch Matratze. Mein Großvater wurde Anführer des Dorfes Nummer 10. Eine Gruppe verblieb in Brasilien und eine andere ging nach Kanada, wo die Mehrheit sich ansiedelte. Doch Kanada schloss dann auch seine Grenzen wegen der Wirtschaftsrezession. Die rund 2.000 in Brasilien waren erhielten keine Bleiberecht und kamen auch nach Paraguay. 

Aus welcher Zeit stammen die Mennoniten?

Aus der Reformationszeit von Martin Luther. Wir sind eine Gruppe die entschied Christus zu folgen, getauft vom Glauben und mit dem Anspruch die Bibel als höchstes Gesetz anzusehen. Unsere Vorfahren stammten aus Holland und Norddeutschland. Zuerst flohen Sie nach Polen, Preußen, doch da konnten sie nicht vom Ackerbau leben. Danach wollten die deutschen Herrscher dass die Mennoniten Militärdienst leisten, doch die Mennoniten erklärten sich gegen den Krieg zu sein. Am Fluss Weichsel lebten die Mennoniten über Jahrhunderte. Doch wegen dem drohenden Militärdienst zogen sie weiter nach Russland. Nach 120 Jahren in Russland, am Ende des ersten Weltkriegs wurde der christliche Glauben verboten. Man enteignete alle unsere Vorfahren und ihnen blieb nichts anderes übrig als zu fliehen. Die, die blieben litten unter dem Krieg, dem Hunger und dem Kommunismus. Zwischen 1923 und 1928 gelange es vielen. Mein Cousin, Heinrich Ratzlaff schrieb einige Anekdoten in “Kaputi Menonita“ von Peter Klassen.

Was soll das heißen?

Das ist ein Buch des großen Schriftstellers Peter Klassen, der einige Geschichten unserer Leute aus dem Chaco Krieg hervorhebt. Sein Sohn ist heute ein Ingenieur. Die Kolonisten der Epoche, etwa 1.800 mussten sich organisieren um in dem wilden Chaco zu leben. Die Indigenen in dem Bereich waren zu der Zeit nicht mehr als 300. Jetzt ist es genau andersherum. In Fernheim leben heute 17.000 Indigene und wir, etwa 4.500 Deutsch-Paraguayer. 

Zu Beginn kamen wieviel?

Zuerst kamen 400 personen, unter ihnen mein Großvater. Sie gründeten drei Dörfer. Später wurden es 12 und 1932 insgesamt 18. Da kam auch meine Mutter Marguerite Friedzen. Dieses Kontingent floh über China.

Über China?

Sie flohen aus Sibirien im Jahr 1926. Si glaubten nicht, dass der Kommunismus bis nach Vladivostok vordringt. Doch 1930 gab es keine Form mehr die eigene Religion zu praktizieren. Keiner war gelassen auf seinem Gehöft. Die Sowjets monopolisierten alles. In dem Dorf meiner Mutter bereiteten sie sich im Geheimen vor und kreuzten den gefrorenen Fluss Amur um nach China zu gelangen. Da mussten sie weiter aushalten bis sie imm Mai 1932 nach Paraguay kamen.

Und die, die bleiben mussten?

Drei Onkel blieben. Die drei wurden 1937 erschossen. Immer wieder kam eine Art “Reinigungswelle“. Sie brachten alle um die sie als Feinde einstuften. Das waren Stalins Zeiten. 

Ihr Vorfahren hatten da Ländereien? Haben sie das nie reklamiert?

Diese Ländereinen wurden verstaatlicht Es gab keine Möglichkeit sie zurückzufordern. Ich war da zu Besuch und sah das Grundstück meines Großvaters. Es war komplett enteignet.

Sie entkamen einer Hölle und kamen in eine neue (Chaco Krieg)

Genau so. Das war der Fall meiner Mutter. Sie kam am 12. Mai 1932 und am 15. Juni begann der Chaco krieg in Pitiantuta.

Unglaublich.

Nicht nur das. Hören Sie was meiner Mutter widerfahren ist. Sie floh mit einer Gruppe aus China. Das Schiff durchfuhr den Suez Kanal, das Mittelmeer und danach lief es in den Hafen von Le Havre, Frankreich ein. Da kam eine Person, die sich als bolivianischer Konsul vorstellte und sagte: “Aahh, ihr fahrt nach Bolivien!“ Die Mennoniten stellten klar: “Wir fahren nach Paraguay, wo schon die Mennonitenkolonie Fernheim fertiggestellt ist.“ Der Konsul sagte: “Nein, nein, nein. Das ist Bolivien. Ihr braucht einen bolivianischen Stempel um da rein zu kommen“. Da sie nach einer so langen Reise kaum noch Gegenwehr hatten, besitzt der Reispass der Mutter zwei Stempel, einen von Paraguay und einen von Bolivien. 

Existiert der Pass noch?

Der Historiker Gerardo Ratzlaff schrieb das Buch: “Zwei Visas für Paraguay“. Es wird in Asunción verkauft. Ich selbst hab auch einige Bücher geschrieben.

Welche Geschichten haben sie?

Viele Mennoniten haben ihre eigenen Geschichten. Aber ich sag ihnen eine Sache. Nichts von dem hätten wir erzählen können ohne Frieden. Wir sind sehr denkbar, dass Paraguay unsere Eltern und Großeltern aufgenommen hat. Wie damals Kornelius Franz Klassen auf der Mennoniten Weltkonferenz 1948 sagte: Kein einziges Land in der Welt hatte den Mut den Paraguay bewies um unsere Vorfahren aufzunehmen. Keine Familie wurde mehr getrennt. Deshalb wird Gott diese edle Nation mit seinem Segen belohnen.

Wochenblatt / Abc Color

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24 Kommentare zu “Mennoniten: Die Flucht aus der Sowjetunion

  1. Ja das stimmt was er da sagt. Auch soll es ein Tauziehen zwischen Paraguay und Bolivien gegeben haben den Einwanderern ihr Stempel in den Pass zu druecken damit man nachher behaupten konnte dass das jeweilige Land diese Leute einlud – als Beweis des Uti Possidetis. Nun das spanische Kolonialterritorialsystem war eigentlich an solchen Kriegen schuld – kreisfoermige Gebietszuweisungen wo sich dann z.B. die Kreise von Asuncion und La Paz im Chaco ueberschnitten und auch die Brasiliens mit Asuncion das dann den Dreibundkrieg teilweise ausloeste.
    Nur ueber die Urspruenge der Mennoniten gilt noch zu ergaenzen dass Menno Simons in der Tat den Hauptakzent auf Bibeltreue gelegt hatte und nebensaechlich auf Frieden. Heute ist gerade diesen Mennoniten weitgehend in der Praxis die Bibeltreue abhanden gekommen – man pickt sich genehme Bibelstellen heraus und die Mennonitengemeinden (Gemeinde = Kirche im Vokabular der Mennoniten) sind praktisch zu Volkskirchen geworden. Am Anfang waren die Mennoniten eine Kirche der Ueberzeugten die aus vielen Voelkern zusammenkamen (Hieberts, Ieebeer, sind Franzosen, Wiebes aus Norddeutschland, Kauenhovens aus Holland, Sawatzkys aus Polen, Funks aus der Schweiz, etc) wobei sie heute eher Gewohnheitschristen sind. Natuerlich nicht alle aber doch die meisten – das mennonitische soziale Belohnungssystem sorgt fuer Fahnentreue (bekommst einen Komiteeposten wenn du immer schoen Ja sagst und die Institutionen protegierst egal was die getrieben haben – verdecken und vertuschen werden belohnt). Sowas nennt man unter Mennoniten (aus Angewohnheit) “zur Kirche wanken”, wie ein Trunkenbold. Deswegen wird unter den Mennoniten auch nie gewaehlt sondern die Poestchen nur weitergegeben eben als Belohnungsschema. Reporter haben sofort eine Zielscheibe auf dem Ruecken. Deswegen ist das TV Chaquenho so beliebt unter dem Landvolk weil es die Hofberichterstattung des Positivismus der mennonitischen Institutionen ist.
    Die Mennoniten wurden verfolgt weil sie das Pech hatten in der Zeit vor dem Dreissigjaehrigen Krieg zu leben als es noch nicht die Regelung “Cuyus regio eius religio” gab. NACH dieser Regelung lebten sie in relativem Frieden und die Verfolgungen hoerten auf WEIL sie eben in protestantische Landen flohen wie vor allem nach Preussen. In Preussen legten sie die Weichselgebiete trocken da sie als hollaender sich mit Wasserdaemme verstanden (z.B. der mennonitische Name “Teichgraeb” duerfte eine deutschisierte Form aus dem Hollaendischen sein), so der Volksmund. Das Land gehoerte in Preussen den Adeligen und so wurden sie da nicht reich. Dann kam der Ruf der deutschen Katharina der Grossen die ihnen dann in Russland (Ukraine) Land versprach (71 Hektar pro Person). Deshalb siedelten sie nach Russland aus, nicht nur die Mennoniten sondern tausende deutsche Katholiken, Juden und Lutheraner die dann in Chortitza (Leute aus Menno) und Molotschna (Leute aus Fernheim), den Hauptkolonien der Mennoniten, dort nebeneinander siedelten – das Dorf Gruenthal war ein katholisches Dorf das den frenetischsten Wiederstand gegen die Machnowbanden im Selbstschutz leistete, nach Nestor Machnows Memoiren, das als erstes wegen seiner Wehrhaftigkeit gaenzlich ausgeloescht wurde (wor den Papisten hatten die Machnowitza am meisten Angst). Oesterreich beherrschte ja das koeniglich ungarische Gebiet Galizien wo enge Verknuepfungen zu den Mennoniten und noch engere zu den katholischen Doerfern geknuepft wurden. Leider verloren die Oesterreicher und zogen ab.
    Also dank der Regelung nach dem dreissigjaehrigen Krieg hoerten die Verfolgungen der Mennoniten auf. Wirtschaftliche Verwerfungen summierten sich dann wieder in Russland – Nestor Machno war ein cowboy und Tageloehner der vom mennonitischen Grossgrundbesitzer, dessen russischen Capataz, mit der Peitsche eins ueber bekam wenn im das Ochsengespann vom Wege abkam. Der Mennoniten hiess Janzen und war der reichste Mennonite Russlands – bezeichnenderweise.
    Es lohnt sich die Memoiren Nestor Machnows einmal durchzufliegen – gewissen Entwicklungen kommen da zutage. Daher peitschen die Mennoniten in Paraguay ihre Arbeiter nicht aus was sie in Russland aber noch taten – aehnlich wie die Buren in Suedafrika. Leg nie Hand an deinen unbotmaessigen Arbeiter und so ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross dass er dich nur bestiehlt aber nicht ermordet. Spaten, Axt, Siechel (foice) und Heugabel waren die Mordswerkzeuge der ukrainischen Bauern gegen die Mennoniten wie bei den Hutis und Tutsi die Machete die Hauptwaffe war. etc, etc, etc.
    Den Kommunismus im neuen Gewand kann man hier erkennen. Schluss mit Made in Germany? China kauft den Mittelstand in Deutschland https://www.youtube.com/watch?v=5lJceh9cd8E

  2. Kuno,du hast nur wenig Anung und viele Worte.
    Niemand hier reisst sich nach einen Posten als komiteeman.Wir können dankbar sein für jeden der ja sagt wen er gefragt wird und wen du ihn fragen würdes….. so würde er das als ein dienst an die gemeischaft ansehen.
    Auf einer generalversamlung ist die wahl dieses Postens immer schwierig weil niemand sich aufstellen lassen will zur wahl.
    Das stellt alles auf dem kopf was du hier seit je her über dieses Volk sagst.
    Ich bitte dich von herzen…frage einen Komiteeman und dan reden wir weiter.

  3. was für ein Sinnfreies und verächtliches Geschreibsel von K G O. “ermorden, auspeitschen, bestehlen, ” was geht in einem so kranken Hirn noch so ab? Er sucht Artikel im Internet und gibt den Mist hier wieder. Als Johann Moritz van Nassau- Siegen war es schon schlimm, aber wo soll das enden?

    1. Für Kuno den Dicken und seinen Kampfgefährten Joss wird das in der Irrenanstalt enden. Alles andere wäre auch nicht gerechtfertigt. Die beiden wissen nicht, wie lächerlich sie sich machen. Vor allem Kuno der Dicke ist der Verbrecher vor dem Herrn.
      Ab morgen wird Manni wieder schreiben. Das ist eine von Gott inspirierte Feststellung.

  4. @JvS, @Nick, @Joss
    Die Schnapsleiche Jan van Smuts ist anscheinend schon auferstanden – resurectus est. Fehlt nur noch die Schnapsnase Nick: er zaehlt wohl noch die Bretter unterm Tisch und schaut nach ob die auch fest angenagelt sind – normalerweise grapschen solche auch nach den Roecken der Hausangestellten in diesem Stadium des Deliriums.
    Joss schein heute wieder auch nicht am klarsten zu denken denn ich hatte ja in meinem Kommentar oben die Mennoniten im moderaten Tone in den Himmel gelobt – nur was Positives, Senhores wie ihr es von der Kolonie gewohnt seid (um die seichten Gemueter nicht zu sehr aufzuregen).
    Lest euch Machnows Memoiren durch und dank meiner Kontakte zu Suedafrikaanern (Buren) sagen die mir direkt dass sie dort bis 1950 oder so, die Neger direkt auspeitschten – die Sprache verstanden die. Apropo solche Vorschlaege hab ich auch schon von DACh’lern hier im WB gelesen (war es nicht @Martin?).
    Um die Kooperativs- und Koloniesposten reissen sich die Ganaderos alle wie verrueckt – da es ein Pfrund ist der als Freibrief fuer “allerelei Aktivitaeten” gilt der von der gesamten Gesellschaft protegiert wird. Man schreit also schon wieder den Unkenruf des “Lehrermangels”, wenn man bis dato Lehrer weggeekelt hat und sich deswegen keine Kandidaten mehr finden. Wann gibt es einen Politikermangel denn in Paraguay! Niemals, es sei denn man verwehrt geeigneten Leuten den Zutritt zu den Posten und indem sich eine kleine Clique einigelt in den Positionen. Sehr, sehr hohe Gehaelter stehen ja auf dem Spiel die man sich ja nicht entgehen lassen will. Oder hast du jemals einen Senarata oder Diputaducho gesehen dass er freiwillig seinen Posten raeumt? Sie klammern sich wie die Ratten am sinkenden Schiff – denn “ma’ ingreso e melhor que menos” vor allem wenn man dafuer nichts tun muss ganz zu schweigen in der Sonne braten oder 5 Uhr mit dem Hahnenschrei aufstehen muss. Genauso ist es mit den Komitees, etc der Mennoniten. es werden ja staendig neue Komitees gegruendet um die eigenen Kinder zu platzieren, ohne dass die Posten eine genaue Arbeitsbeschreibung haben.
    Hier ein bisschen das Flair der damaligen Zeit: https://www.youtube.com/watch?v=rjcT8ucTmNs&t=267s

    1. Kuno der Dicke: merken Sie eigentlich nicht, dass Sie hier im Forum niemand mag? Mit Ausnahme vielleicht von Joss. Also: ziehen Sie die Konsequenzen und die Reißleine. Der Herrgott wartet schon – damit er Sie richtig unterbringen kann. Vergessen Sie die “heilige” Schrift nicht und Ihr Exorzisten-Kreuz. Wenn Sie glauben, ich hätten Ihren obigen Schmarrn gelesen, haben Sie sich geirrt.

  5. Ich liebe Kuno weil ich weiss das mein herr es tat,sonst hätte er nicht sein leben für ihn gegeben.Wie könnte ich jemand nicht lieben für den Mein herr sein leben giebt.
    Jesus liebt ihn und wartet das er umkehrt genau so wie es Paulus tat.
    Da wir aber alle zur Erde niederfielen, hörte ich eine Stimme reden zu mir, die sprach auf hebräisch: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Es wird dir schwer sein, wider den Stachel zu lecken. Apostelgeschichte 26.14
    Saul meinte auch er täte Gott etwas gutes und verfolgte die wahren Gotteskinder und aus saul wurde Paulus.
    HERR, wer bist du? Er sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst; aber stehe auf und tritt auf deine Füße. 16 Denn dazu bin ich dir erschienen, daß ich dich ordne zum Diener und Zeugen des, das du gesehen hast und das ich dir noch will erscheinen lassen; 17 und ich will dich erretten von dem Volk und von den Heiden, unter welche ich dich jetzt sende, 18 aufzutun ihre Augen, daß sie sich bekehren von der Finsternis zu dem Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, zu empfangen Vergebung der Sünden und das Erbe samt denen, die geheiligt werden durch den Glauben an mich.

    1. Dein Herr ist seit 2000 Jahr tot. Hätte sich Jesus gestellt und angeboten: “nehmt mein Leben für seins”, um irgendeinen Unschuldigen aus dem Gefängnis zu holen, dann würde ich ja zustimmen und sagen, Jesus hat sein Leben für jemand anderen gegeben.
      Aber er wurde gesucht (auch wenn es nicht gerecht war, so war es nach damaligen Recht) wegen Aufrührerei, heute würde man es Volksverhetzung nennen, er befand sich auf der Flucht, wurde verraten, gefunden und gefangen genommen.
      Für wen also hat er sein Leben gegeben?

      1. Für dich und das ganz freiwillig.
        Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich loszugeben?
        Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht wäre von obenherab gegeben; darum, der mich dir überantwortet hat, der hat größere Sünde. Johannes 19.11
        Wer kan das verachten ?

        1. Hipp hipp hurra, Joss der Bibelsprücheklopfer ist auch schon da.
          Kleinen Kindern versuchen manche Leute – die wenig Ahnung von Pädagogik haben, immer noch, mit dem Teufel, der Hölle, Dem Golem, dem Butzemann usw. Angst zu machen. Dummen Erwachsenen versucht man, mit der “heiligen” Schrift Angst zu machen, sie zu bedrohen und zurechtzuweisen. Nur wer naiv und leichtgläubig ist, fällt auf diesen Schwachsinn rein.

    2. @Joss
      Zitat: “Ich liebe Kuno weil ich weiss das mein herr es tat”.
      Gracia, gracia!
      Sehr freundlich.
      Zitat: “Jesus liebt ihn und wartet das er umkehrt genau so wie es Paulus tat”.
      Wwwwaaaaaaaaaaaaass?
      Sind Sie von Sinnen? So viel ich weiss bin ich schon getauft in nomini patri, et filii et spiritus sancti. Sie hingegen scheinen auf ihre Mennonitenkolonie getauft zu sein. Oder auf die Kooperative? Oder auf den korrupten Oberschulzen oder anderen “Trato apua’s” mennonitische Politiker?
      Die Mennoniten haben gerade das Problem wovon Jakob Tscharntke hier spricht: sie sind zur Volksgemeinde geworden. https://www.youtube.com/watch?v=9HbbQl2_EmE

      1. Getauft ohne den heiligen geist denn wen er dich regiert verfolgt man keine Mennoniten, nichtmal seine eigenen feinde.
        wenn auch “noch” nur mit worten,
        sprich von neuem gebohren,siehe nikodemus bitte nachlesen.
        Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Es sei denn daß jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
        Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Matthäus 7.21

        1. Matthäus kannte den “Heiland” nicht und schrieb etliche Jahre später über diesen. Obwohl damals die meisten Menschen Analphabeten waren, muss es doch einige gegeben haben, die in der Lage waren, alles, was der “Heiland” angeblich sagte, iregendwie aufzuzeichnen und an die richtigen, von Gott Inspirierten weiter zu geben. Die daraus schlaue Sprüche klopften.

          1. Kuno Gansz von Otzberg

            Die Juden waren das einzige Volk das Lesen und schreiben konnte, als Masse des Volkes. Gerade wegen der Bibel – man musste die ja lesen. Die meisten der Juenger stammten aus dem Adel der Juden ab, die hochgebildet waren. Johannes war aus einem Priestergeschlecht und hatte Kontakte zu dem Sanhedrin wo ein paar Verwandte von ihm wohl sassen. Die Leute damals konnten besser lesen und schreiben als die Leute heute.
            Ja alle Evangelien wurde Jahre nach Jesu Tod niedergeschrieben weil man eben meinte dass die Entrueckung gleich kommen wuerde und es sich nicht lohnte alles Niederzuschreiben. Dann als sie merkten dass “es noch dauern wuerde”, bis Jesus wiederkam, fingen sie an alles niederzuschreiben. 100 nach Christus war das letzten Buch geschrieben die Offenbarung und in dem Jahr starb der letzte der Apostel, der Apostel Johannes (der Adelige) auf der Insel Patmos. Danach wurde kein kannonisches Buch oder Brief mehr verfasst weil alle tot waren die Jesus persoenlich gekannt hatten. Danach entstanden all die Pseudoschriften die Irrlehren verbreiten sollten auf inspiration des Teufels.

  6. @Joss et al.
    Vor einigen Tagen sprach ein Pastor Enns von Fernheim ueber Radio ZP30. “Da war ein Sohn (Mennonit) der mit einer paraguayerin konkubiniert war (sie waren nicht in der Kirche) und hatten Probleme. Die Leute empfahlen sich zu trennen aber der Sohn wollte das nicht weil sein Vater ein leuchtendes Beispiel der 30 jaehrigen Ehe war. Er wolle auch wie sein Vater.” Das wurde dann als geistliches Vorbild dargestellt.
    Nun sowas haette es frueher nie gegeben. Nie und nimmer. Zuerst mit nem Lateiner verheiratet zu sein. Zweitens nicht in der Kirche zu sein. Drittens auch nur an Ehescheidung zu denken.
    Solche laxen Menschen gibt es nur heute.
    Und solche versucht der Joss hier staendig zu schuetzen.
    Frueher ging man davon aus das JEDER an Jesus glaubte, ALLE der Kirche beitraten und KEINER jemals Ehescheidung auch nur daran dachte.
    Zugegeben, die Bevoelkerungsanzahl unter den Mennoniten hat ja auch sehr zugenommen so dass mehr faule Aepfel auch zu erwarten waren – nur leider hat sich der Proporz auch verschoben hin zum Uebel.

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