Mennoniten sind Kapitalisten

Filadelfia: Die Überschrift mag etwas seltsam klingen, aber das Zitat scheint zu stimmen, dass Mennoniten Kapitalisten sind. Es wurde in einer deutschen Sendung und Reportage erwähnt.

Ferdinand Eckert ist ein Mennonit, der sich im Chaco, bei der Kolonie Fernheim, niedergelassen hat und eine Erdnuss-Fabrik betreibt. Er beschäftigt nur Einheimische, hauptsächlich Indigene. Eckert oder andere Mennoniten sind zwar Kapitalisten, aber mit Herz und Verstand. Denn wenn es ihnen gut geht, soll es auch anderen gut gehen. Deshalb versuchen sie immer lokale Arbeiter zu beschäftigen und den Reichtum mit ihnen zu teilen.

Sicherlich hat das auch einen Hintergedanken: Um kein Neid und Missgunst aufkommen zu lassen oder in ein soziales Ungleichgewicht zu fallen. Das hätte fatale Auswirkungen, besonders im Chaco.

Jedoch tauchen schon die ersten Probleme auf. Trotz der Abgeschiedenheit ziehen viele Menschen in die Nähe der Mennoniten, um am Erfolg teilzuhaben. Aufgrund dessen gibt es schon den ein oder anderen Straßenstrich, eingeführt durch die Zugereisten.

Deshalb haben die Mennoniten gespürt, dass sie mehr Flexibilität an den Tag legen müssen. Sie sind immer noch fromm und konservativ. Männer stehen an der Spitze der Kooperativen. „Ich habe das Gefühl, dass die Frauen hier glücklich in ihrer Rolle sind“, sagte Gati Harder. Sie betreut mehrere Museen in den mennonitischen Kolonien. Vielleicht steht sie aber mit ihrer Meinung alleine da, denn die, die eine andere haben, trauen sich wohl kaum diese zu äußern, in der Männerdomäne der Mennoniten.

Sie können hier die ganze Reportage in deutscher Sprache von dem Norddeutschen Rundfunk 90,3 durchlesen oder hören.

Wochenblatt / NDR / Foto: Archiv

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7 Kommentare zu “Mennoniten sind Kapitalisten

  1. Den Reichtum mit ihnen zu teilen kann man nur – wenn die Umsätze steigen – indem den Mitarbeitern die Erdnüsschen von eins auf zwei zu erhöhen. Tatsächlich sieht Kapitalismus so aus: Die Mitarbeiter bekommen genau einen Erdnüsschen, wenn die Geschäftseinnahmen um 10 bis 60 Prozent gestiegen sind. Wenn die Geschäftseinnamen aber unter 10 Prozent zugelegt hat, dann kann sich die Hälfte der Mitarbeiter einen neuen Job suchen (das macht dann, moment, aha, ja, null Erdnüsschen, schreibt Calc-app). Für die anderen gibt es weiterhin ein Erdnüsschen.
    Man beachte wie die Credit Suisse wieder Gewinne schreibt, nachdem Tausende Mitarbeiter ihren Schuhkarton mit nach Hause nehmen konnten. Und das Kader erhält jetzt noch mehr Milliarden Erdnüsschen Bonus als die letzten Jahre, wo Credit Suisse noch Rote Erdnüsschen schreib.
    Das impliziert, dass die Mitarbeiter nun erstmal sich in die Socken legen müssen, um dass die Rote Teppich Etage der Credit Suisse mit ihnen den Reichtum teilt uns sie ende Jahr ihr Erdnüsschen plus ein Erdnüsschen Bonus erhalten werden (macht dann nach Adam Riese zwei Erdnüsschen, sogar ganz ohne Calc-app und Finger ausgerechnet).

    1. Ich habe mich gerade fast in die Hosen gemacht vor Lachen über Ihren Kommentar, Frau Martha Hari. 🙂 Aber es scheint, Sie haben den Durchblick.

  2. dorftrottel der kein vernuenftiges deutsch kann

    Antworten

    fast jeder mensch is kapitalist von natur aus, die meisten wuerden gerne nach den grundprinzipien des kapitalismus handel wenn man sie lassen wuerde
    1. kapital investieren in ein unterfangen seiner wahl
    2. dat unterfangen so durchfuehren wie man et fuer richtig haellt
    3. mit dem gewinn machen wat man will
    dat tun selbst sozialisten, nationalisten und andere kommunisten

  3. Der Erdnussfabrikant verfügt angeblich über einen Maschinenpark der kostengünstiger und schneller ist als Handarbeit wäre. Trotzdem beschäftigt er indigene Arbeiter. (Originalartikel NDR).
    So lassen die Mennos heute andere an ihrem Reichtum teilhaben. Die Teilhabe sind Arbeitsplätze und nicht mehr.
    2005 haben die Mennos in Paratodo ihre Essensreste für die Indigenen vor die Haustür gestellt und im Krankheitsfall auch kostenlos behandelt.
    Mit der Beseitigung oder Vermeidung von sozialem Ungleichgewicht hat das nichts zu tun.

  4. Die Mennoniten sind nicht nur kapitalisten, sie sind auch ein abtreibendes volk. mit dem kapital ander zu helfen ist nur eine lüge, und mit dem abtreiben ist es so, wenn da jemand nicht 100 % nach den colonisten leitern ihren gut denken lebet, dann wird denen von allen seiten so bedrängt das er alles aufgeben mus, und zu guter letzt mit leren taschen verlaszen mus, das ist eine abtreibung im erwachsenen zustand. Unddaher kommen die reslichen zu ihren kapitalismus,

    1. Die meisten mennos sind nicht// alle ganze raeuber\\ aber das wort capitalist ist doch ganz richtig,nicht christlich, nur immer vertauscht worden fuer ‚ich bin mennonit und dann bin ich automatisch ein Christ.

  5. Was heißt den Problem die Menonniten bleiben unter sich.Wer nicht auf die Ältesten hört fliegt raus.
    Das helfen halt sich aber in Grenzen,
    Straßenstrich/Bordelle wurde es nicht geben wen es dafür keine Kundschaft gibt. Was die Mutter nicht daheim bietet,
    das holen sich die frommen Brüder bei den Huren. Das ist in so gut wie jeden Land so!

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