Sozialwohnungen für Kriminelle

Limpio: Häuser in Form von Sozialwohnungen, gebaut durch die Behörde Senavitat, sind unvollendet und verlassen. Sie dienen nun als Zufluchtsort für Kriminelle.

Der Bau von den 60 Häusern wurde 2012 vom Nationalen Sekretariat für Wohnen und Leben (Senavitat) während der Regierung des abgesetzten Präsidenten und jetzigen Senators Fernando Lugo (FG) begonnen. Das Konsortium PC, vertreten durch Cecilia Guanes, bekam den Zuschlag für das Projekt. Das Auftragsvolumen belief sich auf mehr als vier Milliarden Guaranies.

Die Arbeiten wurden im Rahmen eines von der nationalen Regierung erklärten Wohnungsnotstandes-Projekt projiziert. Sie bilden ein Paket von 427 Häusern in Limpio, Luque, Mariano Roque Alonso, Coronel Oviedo, Ciudad del Este und San Pedro del Ycuamandyyú.

Die Bewohner des Viertels 15 de Agosto versicherten, dass die unfertigen Häuser verlassen und von Unkraut befallen seien. Sie dienen als Unterschlupf für Kriminelle und der verstohlene Begegnungen von Paaren. Der Mangel an Beleuchtung mache den Standort gefährlicher, sagten die Nachbarn, die die nahe gelegenen Straßen benutzen, um zu ihren Häusern, Arbeitsplätzen, Schulen und anderen Örtlichkeiten zu fahren.

Andere beschwerten sich, weil die Situation eine Abwertung des Nachbarlandes zur Folge habe.

Laut Quellen erhielt das PC-Konsortium mehr als 3,127 Millionen Guaranies vom Staat für das Projekt, das dann eingestellt wurde.

Diego Chamorro, von der Behörde Senavitat, erklärte, dass das Projekt “Villa Rosa Maria“ genannt werde. Die Arbeiten seien zu 60% beendet. Im August 2013 kam es zu einem Baustopp von dem gesamten Projekt mit den geplanten 427 Häusern, weil Campesinos in San Pedro die Arbeiten behinderten.

Laut Chamorro sei das Problem behoben worden. Dabei sei es zu einer geänderten Vereinbarung mit dem Konsortium PC gekommen, aber man habe noch keine Einigung mit dem Auftraggeber erzielt. Die verbleibende Alternative bestehe darin, den Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen aufzuheben, sagte Chamorro.

Wochenblatt / ABC Color

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1 Kommentar zu “Sozialwohnungen für Kriminelle

  1. Das erste Mal, dass ich von einem unvollendeten Staatsprojekt lese, das Abermillionen Guaranies verschlungen hat, nun vor sich hin rottet und vielleicht in 20 oder 30 Jahren wieder für Flamingo-Arbeitsplätze sorgen wird, die das alles wieder rückbauen. Wenigstens ist man dann wieder da wo man war bevor man angefangen hat.

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