Mennoniten: Wie viel Wert haben wir für die Regierung?

Asunción: Nach einem Friedensmarsch von der Plaza Uruguaya zur Kathedrale nahm die mennonitische Gemeinde kein Blatt vor den Mund und stellte Forderungen an die Regierung.

Am gestrigen Abend kam es zu dem Marsch für Frieden bei dem viele Unbeteiligte, die einfach Solidarität zeigen wollten, teilnahmen. Sie alle forderten, dass Mennoniten ohne Furcht arbeiten dürfen.

Während des Aktes in der Kathedrale las Dr. Leni Wiebe, Repräsentantin der mennonitischen Gemeinde in Paraguay, ein Schreiben vor, wo es um die Angst der Mennoniten geht. Wiebe verbrachte Zeit mit den betroffenen Familien und wusste wovon sie sprach.

“Sie wissen, dass sie die Angst nicht stoppen kann, dass man sie nicht zum Aufgeben zwingen kann, sie wollen niemanden ausbeuten, sie wollen mit keinen schlechten Menschen zusammen gesehen werden. Sie wollen einfach nur auf fruchtbarem Boden arbeiten, ein Sandkorn zum Wohl aller beisteuern, ohne Rache oder Hass“, so Leni Wiebe über die Mennoniten im Allgemeinen.

Wiebe erinnerte daran, dass viele Mennoniten in Paraguay geboren sind uns deswegen keinen Grund sehen ihr eigenen Land verlassen zu müssen. Allerdings wollen sie in Frieden leben, mit ausreichender Garantie um sicher arbeiten zu können. „Die Regierung muss endlich einsehen, dass sie die Mennoniten zu beschützen hat, da es vier Augenpaare von Kindern gibt (von Abrahan Fehr), die weiterhin auf Antworten warten“, so Wiebe.

„Was hat Papa gemacht um den Tod zu verdienen? Wie haben sie ihn in Gefangenschaft behandelt? Warum haben sie erst so spät den Ort des Grabes bekanntgegeben? Wie geht unser Leben jetzt weiter? Können wir nun in Frieden arbeiten? Warum werden bestimmte Personen mehr geschützt als wir, die viel höherer Gefahr ausgesetzt sind? Wie viel Wert haben wir für die Regierung? Dies sind einige der Fragen, auf die es bis heute noch keine Antworten gibt“, erklärte Dr. Wiebe weiter.

“Die Mennoniten müssen wieder in die Solidarität und das Gebet glauben können, woraus sie ihre spirituelle Stärke beziehen“, sagte Wiebe abschließend. Darauf folgte intensiver Applaus.

Wochenblatt / Abc Color

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10 Kommentare zu “Mennoniten: Wie viel Wert haben wir für die Regierung?

  1. Man merkt, die Mennoniten wollen gar nicht weg, nur ihre Arbeit verrichten.
    Aber wenn sie wie Sch****e behandelt werden, weil ein paar maechtige Herren die Gemeinschaft ausser Landes haben wollen, offensichtlich weil die Mennoniten bei mindestens 30 % Exportanteilnahme in der paraguayischen Wirtschaft nicht zu unterschaetzen sind.
    Wenn diese EPP wirklich etwas fuer die Armen tun woellten, muessten Sie Jagd auf die Verbrecher in den Luxusviertel Asuncions machen, die das Land auspluendern und nicht gegen die Mennoniten. Es ist alles so offensichtlich.

        1. Genau so ist es. Wie kann ein Blinder von der Schönheit der Natur reden? Wie kann ein Tauber vom Klang der Harfe sprechen? Es ist doch immer das gleiche. Die Mennoniten, wie auch alle wahren Gläubigen, beten zum lebendigen Gott und zu seinem Sohn, Jesus Christus.

  2. Schön das Frau Wiebe die Frage „Wie viel Wert haben wir für die Regierung?“ gestellt hat, auch wenn man die Antwort anhand der Taten leicht selbst herausfindet. So ist die Frage doch ein vernichtendes Urteil, da man, wenn man erwartet bzw. weiß, daß man bewertet wird, die andere Partei als faschistisch outet. Nur Faschisten teilen Menschen in wertvoll oder weniger wertvoll und zur Einsicht sind sie nicht zu bringen. Man kann sie nur gesellschaftlich bloßstellen und als das bezeichnen was sie sind: Faschisten!

    1. „Nur Faschisten teilen Menschen in wertvoll oder weniger wertvoll „… Grundfalsch: Die Kommunisten haben Menschen nach ihren Haenden in Proletarier und Klassenfeinde eingeteilt.

      1. Geschichtskenntnisse sind heute nicht gefragt, lieber Ramon, genau so wenig wie Logik.
        Es gibt gemäss den heutigen schlichten Meinungsmachern nur eine Klasse schlechte Menschen: die Faschisten.
        Uebrigens weiss keiner dieser Leute, was Faschismus ist. Ist wohl zu lange her.

      2. Grundfalsch? „Feind“ ist keine Werteklassifizierung! Der Feind ist ein Gegenbuhler den man achten soll. Ich bin kein Gläubiger aber den alten Sozialismus predigt die Bibel, bzw. das NT, so sollst du deine Feinde lieben weil sie dir das Leben lehren. Ist das streitbar? Natürlich! Aber es ist eine subjektive Sichtweise. So haben Sie, werter Ramon, eine Steilvorlage geliefert. Die Forschungen zum Arier-tum im Nationalsozialismus sind irrelevant, weil vorher schon bekannt. 12 Jahre NS sind mit Faschismus verschmolzen worden, zu Nazis, Mörder usw…. So macht man Prolet-Arier . Nur Faschisten teilen Menschen in wertvoll oder weniger wertvoll!

  3. Totalabsturz, oft mit Datenverlusten

    Antworten

    „Wie viel Wert haben wir für die Regierung?“ naja, 50 Millionen US-Dollar! sind schon geflossen, erwischt haben sie schon den Koch, was 1% der EPP-Mitgliedschaft darstellt (offiziell, informell eher 0,1%).
    Dafür hat es Nachtsonnenbrillen, Terere, pardon, Sprit für Undercover vom Steuerzahler gegeben. Und für Schuhe von Gucci. Wo ist der Rest? Aha, klar doch, Nachtsonnenbrillen, Terere und die Schuhe von Gucci haben insgesamt 2.500 nigelnagelneue VW-Golfs gekostet.

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