Mennonitenentführung: Ideologie vs. Realität

Sich als Rächer der Bösen ins Spiel zu bringen mit dem Willen Gutes zu tun würde Sinn machen. Menschenmordend, wie die letzten 10 Jahre der EPP verliefen, wachsen jedoch Zweifel in der Bevölkerung, ob die Kämpfer der selbsternannten Volksarmee überhaupt eine Überzeugung haben.

Den Wunsch einer Gesellschaft, in der alle gleich sind ist irgendwie nachvollziehbar, wenn auch nicht wirklich realistisch. Einen 17-jährigen Jungen aus Río Verde zu entführen, ihn Oligarch zu nennen und für seine Freilassung 700.000 US-Dollar zu fordern ist nicht nur frech sondern anmaßend.

Die Entführer sollten sie dazu neigen die Geisel wieder freizulassen anstatt von einer mittellosen Familie 700.000 US-Dollar zu fordern. Franz Wiebe musste als 17 Jähriger schon bei anderen auf dem Feld arbeiten, da die eigene Familie seine finanzielle Unterstützung brauchte. Die einzigen Werte sind 5 Millionen Guaranies, rund 900 US-Dollar, an Erspartem und zwei Milchkühe.

Nachfolgend Bilder vom Hof der Familie Wiebe:

 

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3 Kommentare zu “Mennonitenentführung: Ideologie vs. Realität

  1. Rächer der Bösen die EPP, wer sagt dies.Von Marxismus-Leninismus sie keinen Schimmer.Das ist eine Horde von Scharlatanen ohne jede Moral.
    Wer sagt das es die EPP war!Nicht überall wo EPP steht ist es auch die EPP gewesen.Normalerweise wissen die wo Geld zu holen ist.Nicht jeder arme Deibel muss sich fürchten.Der hat ja eh blos zwei Murmeln im Hosensack,wer will die schon haben.

  2. Was ist denn aus der Agrupación Campesina Armada geworden? Ex EPP-ler, welche auch die Ideologie mit den Handlungen nicht vereinen konnten. Die ACA ist „zerschlagen“ worden, ruck zuck, vom Staat. Das passiert wenn man Herrchen nicht gehorcht.

    1. Nett und treffend gesagt.
      Im übrigen haben sie wohl eine Überzeugung. Die gleiche wie die Politiker, die nicht gewillt sind, diesem Spuk ein schnelles Ende zu machen: Geld.
      Im übrigen würden 20 Mann der GSG9 oder der AD10 genügen, plus 3 Monate Zeit.

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