Mennonitische Sojalandwirte denunziert

Caaguazú: Kilometerlange Sojaplantagen säumen die Randzonen der Fernstraßen im Departement Caaguazú. Die Senave interveniert nun in der Gegend und fand eklatante Verstöße gegen bestehende Vorschriften.

Beamte aus dem Nationalen Institut für Qualität und Saatgutkontrolle (Senave) fanden Verstöße gegen die Schutzbestimmungen im Distrikt von Raúl Arsenio Oviedo, Caaguazú, vor. Laut den Experten seien an der Straße dos Maracaná “Sojabohnen auf dem Seitenstreifen angepflanzt worden. Dabei wurden Hecken gerodet um die Anbaufläche noch zu erweitern“.

Die Einheimischen halfen den Beamten die Eigentümer der betreffenden Kulturen zu identifizieren. Angeblich sollen die meisten Mennoniten gehören.
César Rivas, technischer Direktor von der Senave, sagte, sie würden alle Besitzer persönlich aufsuchen. Er bedauerte aber auch, dass zu wenige Ressourcen zur Verfügung stehen würden, denn die Sojafelder seien riesig und somit könnten nur bedingt Kontrollen erfolgen.

Laut der paraguayischen Kammer der Exporteure für Getreide und Ölsaaten (Capeco) würde in Paraguay auf einer Fläche von 3.324.060 Hektar Soja angebaut.

Sergio Almando, Ingenieur und Mitglied des Inspektionsteams der Senave in Caaguazú, erklärte, die Verantwortlichen würden ermittelt und dann bestraft. Für diesen Teil sei die Rechtsabteilung des Instituts zuständig.

Es gibt noch weitere, kilometerlange Streifen mit Sojakulturen in Caaguazú. Viele liegen neben bescheidenen Häusern oder kleinen Landwirten, die beim Einsatz von Agrochemikalien beeinflusst werden könnten. Andere Plantagen grenzen an Bäche. Ältere Menschen in der Gegend berichteten, dass vor Jahrzehnten nur Wald vorgeherrscht habe, nun sei die Landschaft nur noch ein grüner Teppich.

Quelle: Ultima Hora

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5 Kommentare zu “Mennonitische Sojalandwirte denunziert

  1. Dieses Soja ist eine Naturkatastrophe für Paraguay. Wälder mussten weichen für diesen Giftmüll. Tofu Käse ist in höchsten Maße für Männer ungesund im Bezug auf die Libido ergab eine Studie aus England.Die Rest Rückstände von Pflanzenschutzmittel sind Krebs erregend.Eine Pflanze die in Paraguay nur deswegen wächst weil der unkontrollierte Einsatz von Giften dies bewirkt. Die Mennoniten und vor allen die Brasilianer hier müssen verpflichtet werden wie es das Gesetz vorschreibt 30% ihrer Flächen mit Bäumen zu bepflanzen,das würde Paraguay gut tuen. Aber die Habgier nach Macht und Geld lassen ein Bekenntnis für die Zukunft nicht zu. Krankheiten wie Krebs,Parkinson usw. werden immer mehr werden,weil immer mehr Neue Gifte entwickelt werden müssen da die Alten nicht mehr wirken wegen Resistenzen.

  2. Asgarde980 du hast völlig recht. Wie aber paßt dieses rücksichtslose Verhalten gegenüber Umwelt, Natur und Menschen mit den ansonsten so streng gläubigen Mennoniten zusammen? Damit habe ich als bekennender Christ ein wirklich großes Problem! Und dieser Widerspruch darf nicht verschwiegen werden.

    1. Assgard und Manni Ihr habt Recht!
      Das ist ganz einfach.Hier geht ums Geld.Die Mennoniten sind auch nur Menschen/Gewerbetreibende die durch Ihre Wirtschaftform gut da stehen.Es zählt der Profit,nicht die Umwelt! Was den Glauben angeht hat das was in Brüderrat vieler freikrichlichen Gemeinden passiert wenig mit Glauben zu Schaffen.Oft sind richtige Seilschaften vorhanden. Geldgier ist auch eine Sünde!
      Hier geht es nur um ein Geld, Einfluss, Eitelkeit und Macht das ist in Deutschland so und in Paraguay nicht anders.

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