Migranten mit offenen Armen willkommen heißen

Asunción: Seit der Coronavirus-Krise waren Probleme sichtbar, von denen bekannt war, dass sie existieren, die das Land jedoch hinter der Illusion des Wirtschaftswachstums versteckt hatte. Viele Paraguayer suchten ihr Glück deshalb in anderen Ländern, jetzt aber sollte man die Migranten wieder mit offenen Armen willkommen heißen.

Das katastrophale Gesundheitssystem, die Prekarität der Beschäftigung und die Marktmacht des Unternehmenssektors sowohl bei Produkten, die an die Öffentlichkeit als auch an den Staat verkauft wurden, sind in den ersten Wochen der Quarantäne sichtbar gemacht worden. In den letzten Tagen steht die Rückkehr von Landsleuten in der öffentlichen Debatte inmitten der Ablehnung eines Teils der Bürger.

Paraguay war immer ein Land der Vertreibung von Arbeitskräften in verschiedene Länder. Argentinien ist eines der historisch wichtigen Länder sowohl für sein Zeitalter als auch für die Zahl der Migranten. In den letzten Jahrzehnten haben auch die USA, Brasilien und Europa Paraguayer aufgenommen.

Zur Arbeitsmigration kommt das politische Exil in den Jahren der Diktatur hinzu und in jüngerer Zeit die Migration für Studien oder Krankheiten von Menschen, die nach Argentinien gehen müssen, um Gesundheitsdienste zu erhalten.

Eine der Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus war die Rückkehr der Paraguayer aus dem Ausland aus verschiedenen Gründen. Der Hauptgrund war der Verlust von Arbeitsplätzen aufgrund von Quarantänen im Exil.

Die neuen Arbeitslosen sind gezwungen zurückzukehren, da es unmöglich ist, ohne Arbeit im Ausland zu bleiben und die Unsicherheit besteht, nach Aufhebung der Beschränkungen eine Beschäftigung zu finden.

In den meisten Fällen ist Migration das Ergebnis mangelnder Möglichkeiten in Paraguay. Trotzdem waren die Migranten nicht undankbar. Das Versenden von Geldüberweisungen hat in den letzten Jahren 500 Millionen US-Dollar jährlich betragen. Diese Ressourcen tragen zur Verbesserung der Lebensqualität von rund 7% der Haushalte bei.

Trotzdem hat sich ein Teil der Bevölkerung in völliger Unkenntnis der Rechte, die sie schützen und mangels Empathie gegen ihre Rückkehr in das Land ausgesprochen, was das Versagen des Bildungssystems bei der Staatsbürgerschaft deutlich aufzeigt.

Die Regierung war zunächst von der negativen Reaktion mitgerissen und verzögerte nicht nur Maßnahmen zur Unterstützung von Landsleuten im Ausland, sondern einige ihrer Vertreter schürten die Ablehnung mit fehlgeleiteten öffentlichen Äußerungen.

Während andere Länder den Erfolg ihrer Strategien zur Unterstützung der Rückkehr ihrer Migranten ankündigen und den Beifall der Bürger verdienen, rutschte die paraguayische Regierung in ihren ersten Schritten aus, verbesserte sich in den folgenden aufgrund des Drucks von Landsleuten im Ausland und zu diesem Zeitpunkt gibt sie Ihr Bestes.

Migranten haben das Recht auf Rückkehr und der Staat garantiert ihnen das. Es ist dringend erforderlich, die Notunterkünfte zu vergrößern und die bestehenden Protokolle einzuhalten.

Die Migranten sind durch das Recht geschützt, in Paraguay zu leben und es ist eine Pflicht, die im Ausland unternommenen Anstrengungen zurückzuzahlen. Wenn sich die paraguayische Bevölkerung wirklich als Solidarität und brüderliche Gesellschaft bezeichnen will, müssen die Regierung und die Bürger Migranten mit offenen Armen willkommen heißen.

Wochenblatt / Ultima Hora / Beispielfoto Archiv

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7 Kommentare zu “Migranten mit offenen Armen willkommen heißen

  1. Die paraguayischen Politik Darsteller haben offenbar erkannt, daß jeder Pass eine uneingeschränkte rueckkehr in das Aussteller Land beinhaltet. Wird diese nicht eingehalten folgt die nicht Anerkennung der paesse dieses Landes. Das heisst, zickt Paraguay nur ein wenig bei der Rueckreise von Paraguayerin ist der paraguayische Pass international wertlos und die Reisefreiheit ist beendet.

  2. Kaneshapillai Kanagasuntharam

    Da bahnt sich ja was Schönes an. Millionen wenn nicht Milliarden Arbeitsplätze sind in den letzten drei Monaten weltweit vernichtet worden. So liegt die Arbeitslosigkeit in den USA (!) zur Zeit zwischen 15 und 25 % (!). Im Paragauy wurden zwischenzeitlich auch schon ein paar Hängematten vernichtet. Aber kein Grund zur Sorge. Wir haben das Uhhh-Viru überlebt. Nun müssen wir nur noch das Kriminalität- und Hungerviru überleben und alles wird gut.

  3. Es kommt mir suspekt vor, Paraguayer als Migranten zu bezeichnen. Tagsüber arbeite ich im Nachbarland und zum Schlafen „emigriere“ ich wieder nach Paraguay? Die Staatsbürgerschaft kann doch nicht aufgrund eines Auslandsaufenthalts hinfällig geworden sein. Bin ich nach einer Weltreise staatenlos? Lebt der Mensch in der Pampa, hat er zumindest das Recht dort zu krepieren. Wenn er wieder in die Pampa zurückkehren will erfährt er dass er überhaupt keine Rechte mehr hat.

    1. Vorausschauen. Staatsbuerger ist weltenbuerger und man wird dorthin verteilt wo es gerade passt. So zumindest glaube ich, ist die vorstellung der weltenlenker. Damit die mehrheit es schluckt, muss es nur 100 mal am tag in allen medien gesagt werden und die restlichen paar sind v theoretiker.

  4. “Solidarität und brüderliche Gesellschaft bezeichnen”
    Dürfte für viele Paraguayer ein Fremdwort sein, was für ein Volk…… Man kann gar nicht so viel essen wie man kotzen könnte bei solchen Menschen.

  5. Wenn ich ein Geschäft hätte müsste ich nicht zwei mal überlegen welchen ich einstellen würde. Ich vermute das die Paraguayer hier genau wissen das ihre Arbeitsplätze gefährdet sind wenn die Landsleute welche im Ausland gelebt und hart arbeiten gelernt haben zurück kommen. Nichts mehr von wegen unterm mangobaum liegen und dolce Vita und 5 Pausen im Tag.

  6. Man kann sich winden wie man will, aber die meisten staaten produzieren lediglich zu viele einwohner. Ich denke mit grausen an diesen migrations und refugee pakt. Ich sehe das schon kommen, dass hin und her verteilt wird. Daher auch diese kuenstliche corona hysterie und vorher das wir schaffen das gebloedel in europa. Man darf echt gespannt sein, denn machen kann man jetzt wirklich nichts mehr. Die mehrheit hat wieder einmal jahrzehnte geschlafen, daher brauchen sie jetzt nicht auffahren und mit traumwandlerblick, wadn los fragen.

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