Mit Bratwurststücken 4 Hunde qualvoll vergiftet

Ciudad del Este: Ein Mann hat mit Bratwurststücken 4 Hunde des Nachbarn vergiftet. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage, ins Gefängnis gehen dürfte der Täter aber wohl nicht.

Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen einen älteren Mann, der in einem Haus in der Gegend von San Blas im Bezirk Tavapy, im Süden des Departements Alto Paraná, vier Hunde vergiftet und deren Tod verursacht hatte. Bei dem Beschuldigten handelt es sich um Martín Persingola Núñez (76).

Die Anzeige wurde vom Besitzer der Tiere, Ever Diosnel Colmán Fretes, eingereicht, der berichtete, dass seine vier Hunde ihm nachgelaufen seien, als er sein Zuhause in einem Fahrzeug verlassen habe und sich auf den Weg zu seinem Acker begeben habe, um Feldfrüchte anzupflanzen. Irgendwann suchten die Hunde auf diesem Weg ein paar Minuten das Haus des einzigen nahen Nachbars, Martín Persingola Núñez, auf.

Bei der Rückkehr zeigten die Hunde dann Vergiftungserscheinungen. Die Hunde erbrachen Essensreste, offenbar Bratwurststücke, sowie das Gift, das ihnen der Angeklagte vermutlich zum Fressen gegeben hatte. Die Folge war, dass die Tiere sofort starben, ohne dass der Besitzer Zeit hatte, ihnen durch einen Tierarzt Hilfe zu leisten.

Die Symptome der Hunde wurden vom Tierarzt der Familie, Héctor Fernando Godoy Rodríguez, bestätigt, der “Tod durch Vergiftung“ diagnostizierte.

Der Staatsanwalt Torres Flores beantragte auf der Grundlage der gesammelten Beweise die Erhebung des Falls zu einem mündlichen Verfahren wegen Verstoßes gegen das Gesetz Nr. 4840/2013 über Tierschutz, Missbrauch und Grausamkeit gegenüber Haustieren. Der endgültige Antrag wurde beim Strafgericht in Santa Rita unter der Leitung von Richter Bernardo Silva Vera eingereicht.

Jedoch dürfte der Angeklagte, im Falle einer Verurteilung, nicht hinter Gitter einsitzen müssen, nachdem er schon über 70 Jahre alt ist und ihn dieser Passus von dem Gang ins Gefängnis befreit, sodass er dann wohl nur unter Hausarrest steht.

Wochenblatt / Hoy

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