Mit dem Kajak von Cuiabá nach Concepción

Concepción: Allein in einem alten Kajak konnte er mehrere Sonnenaufgänge beobachten und wurde zu einer Art Wächter des Flusses. Der Brasilianer Evandro Matogrosso ist Journalist, sieht sich aber als Abenteurer, der Geschichten sammelt. Weder Angst noch seine mangelnden Kenntnisse der spanischen Sprache waren ein Hindernis für diese majestätische Reise.

Er verließ in seinem alten Kajak das Prata-Becken, Cuiabá, Brasilien und kam in 72 Tagen in Concepción an. „Ich habe das gesamte brasilianische Pantanal durchquert, bin den Flüssen Cuiabá und Paraguay gefolgt und legte 1.600 Kilometer in 72 Tagen in meinem Kajak nach Concepción zurück. Dabei gab es genug Geschichten zu entdecken. Mein Ziel ist es, Argentinien, den Río de la Plata, zu erreichen, bis dahin wären es 3.600 Kilometer“, berichtete Matogrosso.

Er fügte an, dass er auf seiner Reise Hunderte von Hindernissen überwinden musste. „Den Paraguay-Fluss hinunterzufahren ist ein transformatives Abenteuer. Ich hatte viele Schwierigkeiten zu überwinden, das brasilianische Pantanal ist sehr gefährlich. Und auf dem Paraguay-Fluss waren viele Unwetter, starke Winde. Krokodile habe ich viele gesehen, sie sind aber nicht angriffslustig gewesen”, sagte Matogrosso weiter.

Er betonte, dass er kein vorheriges Training absolviert habe, um die Flussreise zu meistern „Ich war beim Militär und das ist die einzige Ausbildung, die ich habe“, sagte Matogrosso.

„Ich war schon immer ein Liebhaber des Wassers, seit ich klein war. Und ich sagte, dass es möglich ist, diese Expedition zu machen und ich mache es. Meine drei Kinder machen sich Sorgen. Jetzt sind sie ruhiger, nachdem ich hier in Paraguay angekommen bin“, erklärte er abschließend.

Wochenblatt / Cronica

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3 Kommentare zu “Mit dem Kajak von Cuiabá nach Concepción

  1. Sicher ein schönes Abenteuer. Wäre aber nur etwas für mich mit Motor dran. Damit ich beide Hände frei habe um Joystick der PlayS, Mineralwasser und Chips zu halten. Wüsste einfach nicht, während 1600 Kilometer, was ich tun sollte. Krokodile angaffen? Primaten zusehen, wie sie mit Kleinkind mit Streichhölzl von den Bäumen klettern und ihren Müll zum Shwuddeli-Hui 120 dB Abgeschwuddeli abfackeln. Das kann ich auch im Paragauy haben.

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  2. Solche Geschichten mag ich. Wenn der nun auch in seinem Kajak übernachtet hat und nicht in Hotels oder Campinganlagen untergekommen ist, dann ist das auch tatsächlich ein Abendteuer.
    Viel Glück auf der Reise!

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  3. Was für affige Selfies, aber interessantes Abenteuer. Wenn der ein Büchlein darüber schreibt, würde ich es vielleicht kaufen.
    Solche Bücher verschlinge ich geradezu. Erst vor kurzem habe ich zum zweiten Mal “Kolibris und Krokodile” von Evelyne Coquet gelesen, wo die Autorin mit ihrem Mann in den Flitterwochen 1975 den brasilianischen Urwald mit zwei Pferden erkundet hat. Auch höchst interessant, ist Heiße Tour Afrika von Helmut Hermann, der mit dem Fahrrad den kompletten afrikanischen Kontinent durchquert hat. Ebenfalls in den 70er Jahren, wo natürlch alles DEUTLICH schwieriger war als heutzutage.

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