Motorradfahrer kennen keine Regeln

Asunción: In der Hauptstadt von Paraguay scharen sich die Motorradfahrer nur wenig um die Einhaltung der Regeln für den Straßenverkehr. Angesichts einer Nullkontrolle der Polizei kommt es zu einer Vielzahl von Verstößen, vor allem bei der Missachtung von roten Ampeln.

Die städtische Verkehrspolizei lobt zwar täglich ihre Tätigkeit in sozialen Netzwerken, wird aber auf der Straße nicht gesehen.

Die Ampel zeigt rotes Licht und der Motorradfahrer sollte anhalten, aber er tut es nicht und fährt weiter, sodass er andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Viele Hupen sind zu hören. Autofahrer sind empört, aber niemand unternimmt etwas, denn die Abwesenheit der städtischen Verkehrspolizei ist konstant.

Man sieht auch viele Motorräder, die irgendwo auf der Straße geparkt wurden, wo sie nicht hingehören, oder auf dem Bürgersteig. Die Abschleppwagen der Polizei fahren vorbei und ignorieren die Verstöße einfach. Motorradfahrer machen in Asunción, was sie wollen.

Die Verkehrsordnung sieht für diese Art von Verstößen hohe Geldstrafen vor. Auf der anderen Seite behauptet die Kommune, dass während der Pandemie wenig eingenommen wurde.

Das Überfahren einer roten Ampel gilt als ein sehr schwerer Verstoße. Der zu zahlende Betrag beträgt 1.625.040 Guaranies. Das Nichttragen eines Schutzhelms kann 893.772 Gs. kosten.

Ein weiterer häufiger Fehler ist das falsche Parken oder das Abstellen des Motorrads auf dem Bürgersteig. Die Geldstrafe kann in diesem Fall bis zu 325.008 Guaranies betragen.

Nach Angaben des Unfallkrankenhauses wurden seit Beginn der Quarantäne durchschnittlich 90 Motorradunfälle pro Woche gemeldet. In diesen letzten Wochen (9. März bis 7. Juni) wurden 1.140 Motorradfahrer verletzt, darunter 33 Kinder. Der Staat und die Familien der Schwerverletzten geben insgesamt etwa 300 Millionen Guaranies für jeden einzelnen aus, da die Angehörigen vielfach Medikamente kaufen müssen und andere Unkosten haben.

Wochenblatt / AB Color

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2 Kommentare zu “Motorradfahrer kennen keine Regeln

  1. Saminathasarma Kanesharajakkurukkal

    Wie immer eine sehr beschönigender Artikel. Was heißt „in Asuncion“? Wo ich auch hinkomme, machen sowohl Autofahrer wie Motorradfahrer was sie wollen. Einerseits mit einer Infrastruktur wie auf der Rückseite des Mondes, asphaltierte Feldwege, über die man wackeln kann und Schlaglöchern so groß wie ein Motorrad ausweichen kann, Ampeln die Wochenlang nicht geflickt werden, und andererseits ein Volk mit null Fahrstunden. Ok, in Asuncion müssens eine oder zwei Fahrstunden besucht haben, um den Führerschein bezahlen zu können. Anderenorts genügt es, bezahlen zu können, um den Führerschein zu erhalten. Wo man hin kommt, links und rechts wird man überholt, Kreuzungen bei Rot überquert, Fahrzeuge auf der Fahrbahn repariert, freilaufende Rindviecher und -fahrer sind anzutreffen. Das ist der Preis einer unbegrenzten Freiheit im P-Eierland mit einer nicht präsenten Polizei, außer unter dem schattigen Mangobaum. Polizeikontrollen mit von weitem sehbaren Leuchtbojen, 200 m dahinter stauen sich die Motorrad- und Autofahrer, bis die Kontrolle vorüber ist. Eine Polizeiarbeit vergleichbar mit dem Congo Südamerikas. Die einzigen Polizeikontrollen, denen man nicht entgehen kann, sind die inoffiziellen, nach einer Kurve. Meist zu lösen mit Rittersport, die grünen mit 100.000 Nüssen. Im Sambi Südamerikas kommt es einzig darauf an, ob man derjenige ist, der mit einem IQ82-gscheit-Grinsen bei Rot über die Kreuzung fährt oder sich bei Grün mit dem Eiskratzer von der Windschutzscheiben kratzen darf, wobei das IQ82-gscheit-Grinsen dann den meisten vergeht. Die Höhe der Bußen dienen einzig dazu die Höhe der Coima festzulegen. Schließlich lebt von den Rittersport nicht nur der einzelne Polizist, sondern wird alles gerecht von oben nach unten aufgeteilt. Selbst an Kreuzungen installiere Kameras werden nur bei Verkehrsunfällen ausgewertet. Dieses halten keinen ab bei Rot über die Kreuzung. Die Polizei begnügt sich damit ihre täglich Arbeit zu erledigen, indem sie irgendwo für ein paar Stunden abzocken. Ihre Mittel und ihr Können sind natürlich 1A de la 1ra, wenn man es mit täglich 7 bis 11 Uhr Schul und dem richtigen Parteibuch selbst als Mehlsack an die Spitze einer Behörde und einer hiesig Exekutiven schafft. Einfach Phänomenal die unbeschränkte Freiheit bzw. uneingeschränkte Bescheuertheit hierzulande. Aber gerecht: nur wer in einen Unfall verwickelt ist und verletzt wird, verursacht dem Steuerzahler hohe Kosten. Das mag diesem Volk so ziemlich egal sein, ein Denken bis zum nächsten Streichholz, um den Müll abzufackeln und zum Rand der nächsten leeren Bierbücks zum Shwuddi Iglesias auf 120 dB mit Kleinkind im Vorgarten reicht nicht ganz, denn da wird einem schon kein Verkehrsunfall geschehen.

    1. Über copy and paste habe ich mir diesen Kommentar auf der Festplatte gespeichert. Übrigens der einzige Kommentar in all‘ den Jahren, in denen ich das WB lese. Danke.
      Langatmige Kommentare wie etwa die von Ritter vom Ei, Palmenkron und Schinderhannes und Fürst von Siegen-Nassau lese ich normalerweise nicht, weil alles andere als lohnenswert

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