Asunción: Der Anwaltsverband von Paraguay hat eine Stellungnahme herausgegeben, um seine entschiedene Ablehnung der körperlichen Aggression und des mutmaßlichen Freiheitsentzugs zum Ausdruck zu bringen, die der Rechtsanwalt Ygnacio Sánchez angezeigt hat. Den in den sozialen Netzwerken verbreiteten Videos zufolge wurde der Jurist gefesselt, als er eine Maßnahme zur außergerichtlichen Forderungseinzahlung durchführte.
In der Erklärung forderte der Verband die Staatsanwaltschaft und die weiteren zuständigen Behörden auf, rasch, ernsthaft und gewissenhaft zu handeln, um die Ereignisse zu untersuchen und die Verantwortlichen für den Angriff auf den Anwalt zu identifizieren. Darüber hinaus bat die Vereinigung darum, Maßnahmen zum Schutz der Unversehrtheit aller Akteure des Justizsystems zu ergreifen – insbesondere der Rechtsanwälte.
Ebenso betonte der Verband, dass Gewalt gegen einen Angehörigen der Rechtsberufe während der Ausübung seiner Pflichten “weder geduldet werden noch ungestraft bleiben darf“. In diesem Zusammenhang drückte die Organisation Sánchez ihre institutionelle Solidarität aus und stellte ihm die entsprechende Unterstützung zur Verfügung. Sie bekräftigte erneut, dass kein Anwalt Opfer von Gewalt, Drohungen, Einschüchterungen oder unrechtmäßigen Einschränkungen werden darf, weil er seine beruflichen Pflichten erfüllt.
Zudem wies der Verband darauf hin, dass die angezeigten Taten im Falle ihrer Bestätigung strafrechtliche Relevanz besäßen und Offizialdelikte darstellen könnten – unbeschadet der rechtlichen Würdigung, welche die Behörden im Laufe der Ermittlungen festlegen.
Der Anwaltsverband warnte außerdem vor einem zunehmenden Klima von Drohungen und Einschüchterungen, das Anwälte, Richter, Staatsanwälte und Pflichtverteidiger betrifft – eine Situation, die er als “in einem Rechtsstaat absolut unerträglich“ bezeichnete.
Wochenblatt / Megacadena















