Ñacunday Landbesetzer Anführer Victoriano López erhielt schon einmal Land vom Staat

Asunción: Der mittlerweile polemische Anführer der „Carperos“, Victoriano López, zeigte heute seine fehlende Kapazität für einen geordneten Dialog bei einem Interview mit Radio Cardinal. Dabei nutzte er einen unangebrachten Wortschatz, der von keiner Seite der beteiligten Parteien im Landkonflikt geduldet werden kann.

„Ich sage dir etwas, es interessiert mich einen Scheißdreck ob ich schon einmal Land bekommen habe oder nicht. Ich dachte wir reden über Ñacunday und nicht über mich. Welche Scheiße, was hast du sich in meine familiären oder persönlichen Probleme einzumischen, hör auf mich zu verarschen“ antwortete Victoriano López als er befragt wurde bezüglich einer Veröffentlichung wonach er schon einmal Begünstigter von Staatsland wurde.

Diesen Mittwoch erst wurde ein Dokument veröffentlicht welches beweist, dass dem Carpero Anführer López 1992 Land übergeben wurde.

„Sag dem Indert Präsidenten, dass das öffentliche Land den Paraguayern gehört. Mich interessiert nicht die Bohne ein Stück Land zu besitzen, niemals habe ich den Staat darum gebeten. Das ist mir alles scheißegal. Ich will nicht mehr mit Journalisten reden, alles für die Füße, die verkaufen sich alle und sind verlogen. Presseleute in Paraguay sind ein Desaster“, sagte er.

Bei dem telefonischen Kontakt in dem der Moderator Guillermo Domanizcky dem Carperos Führer mehrere Male Antworten zu ungewollten Fragen erhalten wollte, konnte man auch mehrere Schreie im Hintergrund hören, die López bei seinen Äußerungen unterstützten.

Es ist nicht das erste Mal, dass der nicht so ganz landlose López seine ungeduldige Art aufdrängt. Er ordnete an, dass im Ñacunday Camp keine Pressemitarbeiter hereindürfen.

(Wochenblatt / Abc)

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3 Kommentare zu “Ñacunday Landbesetzer Anführer Victoriano López erhielt schon einmal Land vom Staat

  1. Der Taugenichts hat schon recht mit […]dass das öffentliche Land den Paraguayern gehört. Also soll „der Staat“ Land an ihn und seine ebenso zu nichts taugenden Kumpels verschenken und dann beim Bau eines öffentlichen Spitals das Land für ein x-faches bei ihm und Konsorten wieder zurück kaufen. Wetten, dass „der Staat“ dies auch tut? Meiner Meinung nach sollte „der Staat“ immer im Besitz von Land sein um infrastrukturelle Bauvorhaben realisieren zu können!

  2. Der Sr. Lopez ist doch kein Einzelfall – Mir sind Vorgänge aus z.B. in Atyra bekannt wo 4 fache Hausbesitzer oder Besitzer einer Hazienda mit vielen Hundert Rindern Land erbetteln.
    Die fehlende Vernetzung der Kataster – Informationen werden von diesen Betrügern ausgenutzt.

  3. Bei den vielen geschäftlichen E-Mail Adressen wie z.B. xy@hotmail.com (statt xy@firma.py.com) kommt es mir auch vor als ob Computer und deren Vernetzung in Paraguay noch nicht angekommen sind.
    Das hat viele Vorteile, aber auch viele Nachteile wie z.B. ein Verurteilter pädophiler Lehrer bekommt bestimmt wieder eine Stelle, da seine Verurteilung irgendwo in eine Steinplatte eingemeisselt und archiviert wurde.
    Bestimmt kann man hier in Paraguay 10 Banken überfallen und dabei erwischt werden und bekommt trotzdem noch eine Stelle als Wachmann in einer Bank 🙂
    Schade nur, dass der Paraguaysche Staat kein Land an mich als Ausländer verschenkt.
    Warum tun wir Ausländer uns nicht zusammen und besetzen ein paar Hektaren? Das Geld für Landkauf könnten wir uns dabei ersparen! Bei den Geschenken die die Regierung an die Bevölkerung zu tätigen scheint.

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