Neid und Ressentiments

Asunción: Im September 2018 erhielt Abdo’s Kandidat für Itaipú, José Alberto Alderete, die Zustimmung des Senats. Der ehemalige Bildungsminister und heutige Senator echauffiert sich nun über das Gehalt Alderetes.

Dass ein Direktor des zweistaatlichen Wasserkraftwerkes Itaipú mehr als 100 Millionen Guaranies por Monat verdient, generiert Neid und sorgt für Spaltung, was wiederum in Populismus ausarten kann, erklärte Senator Enrique Riera, der als Stellvertreter für Horacio Cartes im Kongress sitzt. Laut seiner Sichtweise sind die Wasserkraftwerke (Itaipú und Yacyretá) wegen ihre Autonomie Arme mit großem politischen Gewicht, die außerhalb des legalen Systems unabhängig sind. Die Bevölkerung hat somit keinen Überblick für was das Geld benutzt wird.

„Ich kann es nur schwer akzeptieren, dass es Funktionäre gibt, die mehr als der Präsident des Landes verdienen. Ein Salär von mehr als 100 Millionen Guaranies ist ein Vergehen an den Menschen, die tagtäglich Bus fahren müssen. Von seinem Gehalt könnten 50 Menschen leben“.

Es verwundert ein wenig wie fern von der Realität Enrique Riera argumentiert. Einerseits hörte man kein Sterbenswörtchen von ihm, als James Spalding über 5 Jahre Itaipú Direktor unter Präsident Cartes war und monatlich 145 Millionen Guaranies verdiente und anderseits ist der Mindestlohn, also knapp über 2 Millionen Guaranies nicht genug um in einer Stadt wie Asunción leben zu können. Sollte es eventuell nur um politische Rivalität gehen?

Bei dem Radiointerview mit 970 AM sagte er: „Sie sollen gut bezahlt werden aber nicht extrem gut mit Löhnen aus der ersten Welt. Dass schafft nur eine verhasste Division und erzeugt nur Ressentiments und Neid, auf lange Sicht Populismus oder Nationalismus“, so Riera abschließend.

Wochenblatt / Hoy

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5 Kommentare zu “Neid und Ressentiments

  1. Also 100 Millionen sind tatsächlich weit übers Ziel hinauisgeschossen, soviel verdient man ja nichtmal in Germoney? Gerade hier in paraguay wären 20 millionen auch noch fürstlich?

  2. Ein Topmanager auf dieser Posoition könnte ein vielfaches einsparen, so das er letztendlich tatsächlich dieses Gehalt wert wäre.

    1. Nein. Der muss erst mal seine Verwandten, Freunde, Gespielinnen u.s.w. versorgen, erst dann kommen Einsparungen.

  3. anscheinend kratzt es niemanden in der bevölkerung wenn sich gewisse herren die taschen mehr als füllen und so wie es aussieht geht diese ganze show einfach so weiter.

    1. warum so missgünstig? global betrachtet sind 20.000$/monatlich für eine führungsposition nicht viel. klar könnte er gewissenhafter arbeiten, aber wenn ich mir in deutschland die vw bosse ansehe, die sich die klinke in die hand geben, die wüden für 20k$ gar nicht aufstehen. dafür kann man ja nicht mal einen hubschrauber unterhalten!

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