Ciudad del Este: Eine neu gebaute Fabrik zur Herstellung von Alkohol, die mit Mitteln der Regierung von Alto Paraná gebaut wurde, um Kleinbauern mit dem Anbau von Zuckerrohr Arbeit zu geben, verfällt zur Ruine.
Die Alkoholfabrik in der Stadt Itakyry befindet sich 130 km von Ciudad del Este entfernt, in Alto Paraná, wurde im Jahr 2009 gebaut und im Jahr 2013 eröffnet.
Die Gemeinde sei aber nicht in der Lage, sie zu verwalten und am Laufen zu halten, beklagte sich Stadtrat Luis Acosta aus Itakyry. Die Mühle, einst eine der modernsten des Landes, die eine Gesamtinvestition von 6,7 Milliarden Guaranies erforderte und 100 Tonnen Zuckerrohr pro Tag verarbeiten kann, wird jetzt von Unbekannten einfach demontiert, erklärte Acosta und beklagte das Scheitern der Initiative.
Dieses Vorhaben wurde von der Regierung von Alto Paraná unter der Leitung des Agronomen Nelson Dario Aguinagalde in Abstimmung mit den Bauernausschüssen und der örtlichen Gemeinde geplant und durchgeführt.
Zwischen den Parteien wurden mehrere Treffen und Verpflichtungen eingegangen, um das beispiellose Projekt in dem Departement abzuschließen, dessen endgültiges Ziel darin bestand, von einer Genossenschaft lokaler Produzenten verwaltet zu werden, die nie zustande kam und so an die Gemeinde übertragen wurde.
Nach Angaben des Stadtrats hatte es von Anfang an Probleme gegeben. „Leider hat diese Fabrik nicht funktioniert. Sicherlich hat es ein halbes Jahr geklappt, heute ist sie verlassen. Sie ist in Vergessenheit geraten. Alles, was dort ist, wurde ausgeraubt“, beklagte sich Acosta.
„Mit dieser Ausgabe des Zuckerrohranbaus hat es nicht funktioniert, zusätzlich zu den Millionen und Abermillionen von Bauern in Itakyry. Viele griffen auf Kredite zurück, aber das Geschäft funktionierte nicht und sie sitzen nun auf ihren Schulden. Diese Fabrik war eine enorme Enttäuschung“, fügte Acosta hinzu.
Der Preisverfall beim Zuckerrohr war ein schwerer Schlag für die 130 an dem Projekt beteiligten Landwirte als Rohstofflieferanten, die gezwungen waren, nach anderen Erzeugnissen zu suchen, um zu überleben. Die Idee war, 150 Tonnen Zuckerrohr pro Tag zu verarbeiten, die für den Betrieb benötigt wurden. Zu dieser Zeit wurden rund 200 Hektar kultiviert.
Diese 2013 eingeweihte Fabrik verzeichnete von Anfang an eine Reihe von Problemen. Zuerst war es das Grundstück, auf dem sie gebaut werden sollte, das mit dem Kauf eines 6 Hektar großen Areals gelöst wurde, dann gab es Probleme bei der Installation nach einem Unfall in Caaguazú, bei den mehrere Maschinen beschädigt wurden.
Wochenblatt / Ultima Hora











Bueneducado
Ein Problem wurde damit gelöst, in dem man 6 Hektar Land gekauft hat, um eine Zuckerrohrfabrik drauf zu stellen? Bin ja nicht vom Fach, aber 6 Hektar Land sind ja schon ne ganze Menge, nur um ein Fabrikchen drauf zu stellen.
So ein Fabrikchen passt doch auch auf 10.000 m2 mit genügend Space um zu Feiern und um den Müll abzufackeln.
Dann haben sie kardinale 4 Jahre daran herumgebastelt bis fertig gebastelt. Nein, das ist kein Gebäude welches europäischem Standard entspricht. Jedenfalls enthält es bestimmt keine Isolation und keine Zentralheizung. Das ist doch der selbe Mist, wie er überall gebaut wird. So ein Gebastel stellt man in Europa innerhalb einem Monat auf.
Wurde überhaupt eine Markt-/Bedarfsabklärung gemacht? Ich meinte Alkohol und Streichhölzl gibt es hierzulande nun wirklich an jeder Ecke.
Des Weiteren gibt es hierzulande wirklich genügend ausländische Großkonzerne, die das selbe tun und schon über jahrzehntelanges Know-how verfügen. Darum funktioniert es dort.
Es wird alles geklaut? Könnte man ja einen Wachmann hinstellen. Aber pssst, nicht weitersagen, vielleicht kommens beim nächsten Steuergelder in den Sand setzen von selbst drauf.
Alles in allem: Ein paar Vollbeknackte mit null Ahnung dachten das große Geld zu verdienen. Leider nicht daran gedacht, dass es dafür ein wenig mehr als 7 bis 11 Uhr Grundschul vielleicht abgeschlossen bedarf und dazu allem Elend nach auch noch Arbeit gibt.
Ohhh diosus mius…
Aber kann ja keiner der Verantwortlichen etwas dafür, dass diese doofe Fabrik einfach nicht läuft. Sowas aber auch…
Es zieht sich einfach seit Jahrzehnten wie ein roter Faden durch dieses Land: Schöne Ideen, keine Lust um Verantwortung zu übernehmen, wenn nicht schnell und üppig die Plata hereinkommt, schon gar nicht etwas dafür zu unternehmen, lassen alles verkommen, ist eh keiner Verantwortlich und Moral und Ethik hat eh keiner mit auf den Weg bekommen.
hansguckindieluft
Die einzigen die daran verdient haben werden wohl Politiker sein. War mit Sicherheit auch nicht anders geplant.
Heinz1965
Fuer die am Bau beteiligten war es sicherlich ein grandioser wirtschaftlicher Erfolg. Alle anderen haben erwartungsgemäß wegen ihrer Faulheit versagt.
Philipp
Gibt es überhaupt staatlich finanzierte Fabriken, die sich rentiert haben? Die Zementfabrik läuft ja total schlecht, Petropar ist höchst defizitär.
DerEulenspiegel
Womit wieder einmal mehr der Beweis erbracht ist, daß STAATSBETRIEBE NIEMALS WIRTSCHAFTLICH FUNKTIONIEREN. Sie dienen in erster Linie dazu Parteiamigos unterzubringen, den Staat zu schröpfen und Arbeitslosenzahlen zu frisieren. Das hatten wir in der DDR und das war/ist in allen anderen „sozialistischen Ländern“ so. China spielt als kommunistisches Land eine Sonderrolle, weil im Grund nicht sozialistisch, sondern rein staatskapitalistisch geführt – eine Sonderform des reinsten Kapitalismus unter der Tarnhaube eines Sozialismus. Jeder der wenigsten 2 plus 2 zusammen rechnen kann hat das schon längst kapiert, bis auf die grünen „Leistungsträger“ ÖKO-SOZIALISTEN. die SPD und die Nachfolge-SED der LINKEN. Aber alle Ideologen, egal aus welcher Ecke, sind ohnehin nicht ganz zurechnungsfähig und gehören eher auf der Müllhalde entsorgt.
Oli-Maita
Du liegst, wie so oft, genau falsch. Natürlich können nur Staatsbetriebe wirtschaftlich und sozialverträglich funktionieren. Ein solider Staat vorausgesetzt.
Die Alternative beuted immer Ausbeutung, priviatisierte Gewinne und sozialisierte Schulden. Beispiele erübrigen sich, finden sich in der jüngeren Geschichte zuhaufe, google bekommst du selbst hin.Vermutlich.
Es ist natürlich leichter sich geisteswillig den Parolen und leeren Phrasen, einer von Rechten Chaoten und Demokratiefeinden unterlaufenen Partei, zu beugen, als der Realität ins Auge zu sehen.
Deine Aufgabe ist aber andererseits auch gar nicht eine auf Fakten basierte Meinung zu haben, Simpel-Dumpen will nur spielen, oder hetzen.
Wolfgang
Kommunistisches Geschwaetz von einem Habenichts.
Tom
@Manni, die Idee alle Ideologen auf der Müllhalde zu entsorgen ist nicht neu. Haben Hitler, Stalin. Mao, Pol Pot, Strössner usw. sogar praktiziert. Ich denke das Urheberrecht ist wohl abgelaufen so daß Sie diesen Wunsch auch so äußern können. Die „Christen“ hier im Wochenblatt haben offensichtlich einen Hang zum Dramatischen. So hatte auch der Ritter der Kokosnuss unlängst gewünscht Bierbüchsenbesitzer zu entsorgen. Monty Python ist ein Trauerspiel gegen das was ihr hier aufführt.
Und dann nicht einmal in der Lage sein Ideologien auseinander zu halten. Hier ein Zitat von Weininger:
„Den Kommunismus als Tendenz zur Gemeinschaft sollte man stets unterscheiden vom Sozialismus als Bestrebung zu gesellschaftlicher Kooperation und zur Anerkennung der Menschheit in jedem Gliede derselben. Der Sozialismus ist arisch (Owen, Carlyle, Ruskin, Fichte),der Kommunismus jüdisch (Marx).“
Damit ist eigentlich alles gesagt, wenn man es denn versteht.
DerEulenspiegel
Ist doch egal, wenn hier eine Millionen USD-Investition vor sich hin verrottet. Paraguay hat ja genug Geld und ansonsten wurde das mit Sicherheit geflossene Schmiergeld an diverse Amigos schon längst verteilt und gut angelegt. Abgesehen davon, ist auch dieser Fall ein weiterer Beweis für die absolute Unfähigkeit und Verantwortungslosigkeit hiesiger Behörden und bestätigt nur eine nicht aus den Köpfen zu bringende Kultureigenschaft. Armes Paraguay!
Bueneducado
In zivilisierten Ländern führt schon nur eine kleine Unstimmigkeit, eine Anschuldigung, ein Verdacht, unsaubere Amtsführung dazu, dass entsprechende Person, Politiker, Beatmeter, Verantwortlicher, so viel Courage aufbringt, um wenigstens von selbst von seinem Posten zurück zu treten. Hierzulande ist es höchstens mal ne Meldung wert. Dann passiert nichts mehr weiter, entweder ist keiner er Strafverfolgungsbehörde zuständig, oder weiß nicht was sie nun tun müssen, oder sind Amigos, die absichtlich nichts machen. Solch Peanuts kann man auch mit Plata oder Vetternwirtschaft beseitigen. So werden solche Vorfälle hierzulande als Leisungsausweis und Karrieresprung betrachtet.
Gesamtinvestition von 6,7 Milliarden Guaranies, unglaublich, im Sand versichert. Wenigstens haben diejenigen Amigos, die alles abmontieren etwas davon. Die Gesamtinvestition kann man ja ungehindert wieder zu Plata verarbeiten. Kontrolliert niemand und um selbst darauf zu kommen ist man zu gscheit. Würde mich nicht wundern, wenn in einer Friedmann-Zuckerrohr-Verarbeitungsfabrik endlich die langerwarteten Ersatzteile eingetroffen sind.
TejuJagua
Soso, „Unbekannte“ demontieren also die Fabrik!
Sind das die unbekannten Verwandten und Amigos der örtlichen Politiker?
Sonst wäre das Problem mit einer Nachtschicht der Polizei gelöst.
Bueneducado
Jaja. Oft ist ja die Polizei (und Amigos) die große Unbekannte in Vollbeknackistan.
9mm
Vor ein paar Jahren gab es bei einer Kooperative in Coronel Oviedo so einen ähnlichen Fall. Dort sollte eine Fabrik für ~15 Millionen Dollar gebaut werden. Wurde auch so im Budget verbucht. Nur..
…gebaut wurde für ~2 Millionen USD und das Resultat war dann so unwirtschaftlich, daß der Herstellungspreis ÜBER dem Verkaufspreis lag und die ganze Kooperative daran zugrunde gegangen ist. Das Wochenblatt hat damals davon berichtet.
Dabei gab es auch viele Deutsche Geschädigte; nämlich die Sparer dieser Kooperative. Diese hatte nämlich bis zu 20% Zinsen geboten in der Endphase. Wir haben immer von einer Anlage dort abgeraten, weil die Zahlen schon länger vorher „sonderbar“ waren, aber Gier frißt bekanntlich Hirn.
In dem Fall hier, dürfte es ähnlich gelaufen sein. Ist sogar mit dem Eröffnungsjahr 2013 in etwa im gleichen Zeitraum. Das vermute ich. Also beim Bau veruntreut was ging und dann hat die Fabrik teurer produziert als verkauft werden konnte. Deswegen wurde sie stillgelegt. Eine große Schande für die Menschen der Region. Leider muß man sagen kein Einzelfall und für einen Paraguay Veteranen auch wenig überraschend. Oft weiß man das vorher, wenn man sich nur die beteiligten Personen anschaut….