Neue Besen kehren gut

Hernandarias: Der noch nicht vom Kongress bestätigte Itaipú Direktor, Franklin Boccia, erklärte, dass beim zweistaaatlichen Wasserkraftwerk nur 1.850 Arbeitsplätze zu besetzen sind und nicht 2.100 wie unter der Ära Lugo, was zur Entlassung von 250 Personen führt die rund 4 Milliarden Guaranies in Form von Gehalt bekommen.

Der vorgezogene „Frühjahrsputz“ in Itaipú betrifft vornehmlich Funktionäre die der Linken angehören, bestätigte gestren Boccia im Senat.

Das paraguayische Reglament sieht vor nicht mehr als 1.850 Angestellte zu haben. Aktuell jedoch sind es 2.100. „Wir befinden uns immer noch in der Vetternwirtschaft und der Politik „Gefallen für Gefallen“, die auch unter Lugo kein Ende fand sondern sich nur in ein anderes politisches Lager verschob“, so der Itaipú Direktor unter Franco.

Boccia erklärte auch, dass ihm vom brasilianischen Itaipú Direktor Jorge Samek auferlegt wurde wieder auf das Normalmaß das Personal abzubauen. Beim Stellenabbau müssen die zuletzt Gekommene zuerst gehen. Boccia sagte auch, dass unter den vertraglich Verpflichteten nur ganz wenig Liberale sind. Die große Mehrzahl sind Anhänger der Frente Guasu. Mit der Ära Lugo stieg das Itaipú Bugdet für Löhne das erste Mal auf 100 Millionen US-Dollar, mehr als in Brasilien.

„Natürlich wurde ich wegen ideologischer Verfolgung angeklagt und beschimpft. Leider sind die letzten 400 Neuanstellungen alle von der Linken“, so Boccia.

Über das Personal was kommissioniert wird von Itaipú obwohl es da keine Tätigkeit versieht, werden derzeit Berichte angefertigt, die innerhalb von wenigen Tagen im Abgeordetenhaus vorliegen müssen.

Boccia wurde in den Senat bestellt, um über seine Bestätigung in seinem Posten zu sprechen.Er erklärte bei der Gelegenheit ebenso, dass die politischen Ungereimtheiten sich nicht auf die Konstruktion der 500 kV Linie auswirken wird, da Brasilien ebenso seinen freiwilligen Teil in den Infrastrukturfond Focem einzahlte der Paraguay als Hauptbegünstigten hat.

(Wochenblatt / La Nación)

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4 Kommentare zu “Neue Besen kehren gut

  1. Wenn auf brasilianischer Seite 1.500 Leute arbeiten, dann sollte, bei einem Stromverbrauch von 5% zu 95%, Paraguay 80 „Beschäftigte“ haben

    Genauso sieht es beim Zementwerk aus. 1.500 hoch bezahlte „Jobs“ – und wir bezahlen Zementpreise, die 1.000% über den chinesischen liegen!

  2. Die Arbeiter machen (in der Theorie) die Arbeit 50:50.

    Paraguay steht ja auch nicht nur 5% Strom zu – das ist nur der Eigenverbrauch – der Rest wird ja von Paraguay verkauft.

    Gehen wir von jeweils 1500 Beschäftigten aus, dann sind derzeit 650 Leute „no show“ and nach dem Ausmisten immer noch 350.

    Trotzdem eine Verbesserung, immerhin.

  3. Ein Hausputz in Sachen Vetternwirtschaft ist sehr zu begrüßen.
    In Itaipu,den Zementwerken und allen anderen Orten wo Vorzugsweise, zu Lasten der Armen, in die eigene Tasche gewirtschaftet wird.

    1. An der Vetternwirtschaft wird auch der neue Direktor nichts ändern. Lugo hat ja nicht damit begonnen in Itaipú seine Sippschaft zu parken.

      Ich bin mir sicher, das die Zahl von 1850 „legalen“ Mitarbeitern sehr sorgfältig von dem noblen Direktor ausgewählt worden ist, damit auch ja keiner seiner Schäfchen betroffen ist.

      Das hier nur Lugos Mannen, aber ja kein anderer rausfliegt, gibt der Vetternwirtschaft sogar ganz verstärkte Konturen.

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