Nichts lesen, nichts lernen, nichts erleben

Asunción: Lesen bildet, lautet ein wohl doch weiser Spruch. Wer jedoch nichts zu lesen hat kann sich wohl kaum bilden. Die Büchereien in Asunción sterben langsam aber sicher aus.

Aufgrund schlechter Verkaufszahlen schließt die Bücherei Vicoli im Stadtviertel von Santisima Trinidad ihre Türen. 10 Jahre konnten sich hier Kunden auf spannende Romane, Weltliteratur, Reiseführer oder andere Bücher freuen.

„Wir sind dankbar über 10 erfolgreiche Jahre. Über die Menschen, die uns vertrauten und uns mit ihrer Güte, Intelligenz, Kultur und guter Stimmung bereicherten. Es ist ein Abschied mit Schmerzen“, lautet die Stellungnahme des Inhabers in sozialen Netzwerken.

Am 5. August gibt es ein großes Abschiedsfest, mit Musik, Tanz und griechischen Speisen. Der Eintritt ist frei. Grund für die Schließung war der sinkende Umsatz. Zahlreiche Bücherläden in Asunción erleben das gleiche Schicksal. Eine Trendwende ist nicht erkennbar.

Wochenblatt / Hoy

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6 Kommentare zu “Nichts lesen, nichts lernen, nichts erleben

  1. Man solle keine Erwartungen,und sich von den Menschen nichts Erwarten !
    Aber jeder „Backe“!,sein eigenes Brot!.

  2. In Bolivien gibt es viele gut besuchte Büchereien.Im Gegensatz zu Paraguay sind die Bücher dort für jederman bezahlbar.Ein dickes Taschenbuch kostet zwischen 15-20Bolivianos.Ich finde Bücher in Paraguay sehr teuer.Es gibt auch kaum nationale Druckereien.

  3. Seit ich herausgefunden habe – und ich scheine der Einzige im Viertel zu sein, dass man Feuer auch mit Büchsen, Altglas, Batterien, Plastik, Mäusen, Hausmüll und sonstig Brennbarem entfachen kann, brauche ich keine Buchbrandbeschleuniger mehr. Ist doch viel mehr barato. Gar nicht so dumm was. Intelligenzmäßig komme ich sicher an eine Essiggurke heran, denn ich habe auch in einem Buch gelesen am besten Feuer hinter dem Haus zu machen, da zieht es mir nicht ins Haus hinein. Und spare erst noch ein Pack Brahma, ne doch demasiado caro, ein Pack Polar, jeden Monat! Naja, an einen Hering komme ich dann noch mit der Intelligenz nicht ganz mit, denn Heringe vergiften sich bekanntlich nicht gegenseitig selbst (obwohl sie auch gerne Terere trinken und ihn mit meinem vitaminreichen Grundwasser zubereiten) und Heringe würden als städtische Müllabfuhr auch einen Gewinn erzielen wollen. Das ist jetzt einfach gemein für die Heringe, dass der Bücherladen schließt – auch wenn ich kein Bücher brauche.

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