Notre Dame: Drei Paraguayer berichten über die Katastrophe

Paris: Drei Paraguayer waren Zeugen des Feuers, das die Kathedrale Notre Dame, eines der bedeutendsten Monumente von Paris, zerstört hat. Der Vorfall erregte die Aufmerksamkeit in allen Teilen der Welt.

Das Feuer in der Kathedrale brach am Montag um 18:00 Uhr (Ortszeit) aus. Kurz zuvor landeten die Paraguayer José Flores und seine Schwester in Paris mit der festen Idee, die Kathedrale Notre Dame zu besuchen.

„Wir ließen unsere Sachen im Hotel und gingen sofort nach unserer Ankunft zur Kathedrale. Die Warteschlange war sehr lang“, sagte Flores.

Minuten später erkannten sie, dass etwas Schlimmes passierte. Aus dem Inneren der Kathedrale kam eine intensive Rauchsäule und es ertönte eine Sirene. Bald wurden die mehr als 2.000 Touristen, die sich hier versammelten, evakuiert.

Flores berichtete, dass in Frankreich jeder beobachtet habe, wie eines der größten Wahrzeichen von Paris von den Flammen verzehrt worden sei, inmitten einer riesigen Arbeit der Feuerwehrleute, die versucht hätten, das Feuer zu kontrollieren.

Auch der bekannte paraguayische Designer Hugo Vázquez, auf einer Modemesse in Paris, erlebte die Katastrophe mit.

„Als wir das Feuer sahen, konnte niemand glauben, dass dies real ist“, sagte er.

Vazquez sagte, dass es ihm etwa 20 Minuten vor dem Ausbruch des Feuers gelangen sei, die Kathedrale zu betreten und sogar einige Bilder des Inneren zu erfassen. In allen Teilen der Welt hallte die Nachricht vom Unglück am Montag wider und zerstörte einen Großteil des Daches des gotischen Tempels der französischen Hauptstadt, einschließlich eines Teils der zentralen Turmspitze, die nach dem raschen Ausbreiten der Flammen einstürzte.

Rosa Botti, 62, ist eine weiterer paraguayische Staatsbürgerin, die seit 40 Jahren in Frankreich lebt. Sie bedauerte die Situation in Paris nach dem Brand der symbolträchtigen religiösen Infrastruktur.

„Ich war sehr beeindruckt, als ich das Feuer im Fernsehen sah. Mein Mann, der aus Paris ist, fing an zu weinen wie ein Kind, als er die Katastrophe sah“, sagte die Frau.

Botti fügte an, dass sie 30 Kilometer von der Stadt Cannes in Südfrankreich lebe, wo auch alle Bürger von dem verheerenden Ereignis in Paris betroffen gewesen seien.

„Wenn die Kathedrale saniert wird, glaube ich, dass wir alle die Schultern zusammenlegen werden, um dies zu ermöglichen. Auch wenn manche schon von einem Wiederaufbau sprechen, der 20 Jahre dauern könnte „, sagte Botti.

Die Kathedrale von Notre Dame wurde im Jahr 1163 unter Ludwig VII. erbaut. Die Arbeit wurde für einen Großteil des nächsten Jahrhunderts fortgesetzt, wobei im 17. und 18. Jahrhundert wichtige Restaurationen und Ergänzungen vorgenommen wurden.

An dem Ort werden auch drei Relikte der Passion Jesu aufbewahrt, darunter die Dornenkrone, die bei seiner Kreuzigung benutzt wurde.

Audrey Azoulay, Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco), bot Unterstützung für die Wiederherstellung der Kathedrale an.

Unterdessen drückte auch der Staatspräsident in Paraguay, Mario Abdo Benítez, sein Bedauern für das Geschehen in Frankreich aus. Andere Regierungsoberhäupter, wie Jair Bolsonaro aus Brasilien, taten dies ebenfalls.

Wochenblatt / Ultima Hora

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11 Kommentare zu “Notre Dame: Drei Paraguayer berichten über die Katastrophe

  1. Erstaunt mich wenig, das bei einem solchen Ereignis auch ein paar Paragauys voll Feuer und Flamme sind. Ja, das sieht man nicht alle Tage außerhalb Paragauys. Fackelt sogar tage- und nächtelang.
    Nun, ist das aber tragis jetzt, wie 9.11, Columbine, chanson de eurovision und Musikantenstadel zusammen.
    Bei solchen Ereignissen sitze ich tagelang vor dem TV und mache mir fast in die Hosen. Bier und Chips dürfen da natürlich nicht fehlen.
    Und ja, bei dem aufgesetzten monoton stereotyp Schmollen der Politiker und 10-vor-10-Gackertanten, da kommen mir selbstverständlich auch die Tränen.
    Interessant was die Paraguays da alles erlebt haben, habs bis jetzt gar noch nicht gelesen, das werde ich aber bestimmt während den nächsten Tagen mehrmals tun.

  2. Macrönchen brauchte dringend Ablenkung von seinem Gelbwestenproblem, mehr war das nicht! Aber wie gleich gespendet wird wegen so einem Popanz, unglaublich, für Menschen gibts nie solche Emphatie? Siehe Assange!

  3. Der Krieg geht weiter – Zerstörung christlicher Symbole – Wake News Radio/TV
    „Notre Dame und St. Sulpice in Paris sind nicht die einzigen vandalisierten, zerstörten, gebrandschatzten Kirchen. Zahlreiche Symbole der Christen werden überall vernichtet, es ist eine Hatz auf Christen überall im Gange.“ „Jonathan Kleck bringt es wieder auf den Punkt in diesem Video, in dem er erläutert, dass es jetzt um die Vernichtung der Christen geht, die Symbole der Christen werden geschändet und zerstört, als nächstes sind dann die Menschen dran!“ https://mywakenews.wordpress.com/

    1. Edith, niemand hat dieses Gebäude vorsätzlich zerstört! Der Brand entstand während Renovierungsarbeiten – das passiert oft. Es waren viele Bauarbeiter mehrerer Handwerksfirmen dort tätig.
      Keiner dieser Arbeiter wollte das Christentum vernichten!
      Bitte nicht so viel Verschwörung auf der Welt vermuten!

  4. Ist das nicht sonderbar? Der Brand war noch nicht einmal vollständig gelöscht und schon wußte die Pariser Staatsanwaltschaft genau, daß hier auf keinen Fall von Brandstiftung oder/und einem politischen Motiv ausgegangen werden kann. Was aber nicht geleugnet werden kann ist die Tatsache, daß im letzten Monat die zweitgrößte Kirche von Paris „Saint-Sulpice“ in Flammen stand und allein im letzten Jahre 1.063 Kirchen in Frankreich zerstört bzw. attackiert wurden. Darüber gibt es kaum Mitteilungen in der deutschen Lügenpresse. Auch nicht über die zunehmenden Kirchenschändungen in Deutschland. Jedenfalls die Muslime freuen sich weltweit sehr in den sozialen Netzwerken. Und die ebenfall gleichgeschalteten, christlichen Kirchen versuchen möglichst alles zu verschweigen. Europa, ein Volk von wertbefreiten Naivlingen, Schwächlingen, Feiglingen und grün-roten, kunterbunten Islamfreunden unter der Führung von CDU-Merkel!

    1. Simplicus-manni — Saint-Sulpice stand nicht in Flammen! Ein Türflügel wurde in Brand gesteckt und rasch gelöscht
      es gab fast gar keinen Sachschaden! Bitte nicht solche unsachliche Märchen in die Welt setzen.
      Und über die mehr als tausend Kirchen die zerstört wurden hätte ich auch gern nähere Informationen
      von Ihnen. Sie haben sicher die Details über diese Zerstörungsakte. Bitte teilen Sie uns diese mit!

      1. https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/frankreich-wie-drei-kirchen-taeglich-opfer-von-vandalismus-werden-16126897.html
        Das zum Beispiel. Typisch natürlich auch hinter einer Bezahlbarriere oder gut versteckt zwischen 7 Artikel warum 300 Identitäre das Problem sind. Und nach dem 4. September 2015 braucht keiner mehr mit dem Begriff unsachlichen Märchen kommen. Oberflächlich berichtet wird über diese Dinge erst, wenn das Wasser bis zum Hals steht. Die Etablierte Kamera fand die Flüchtlinge auch erst am 4. September als sie schon in Ungarn an der Grenze zu Österreich standen. Warum hat man die vorher nicht gesehen? Haben die von der Türkei aus bis nach Ungarn einen Tunnel gegraben?

  5. Ja, da wird natürlich kräftig gespendet, nur der Vatikan, der einzige, der eigentlich dafür zuständig sein müßte, erklärt sich natürlich als nicht zuständig. Es wird sogar derart gespendet, daß man wohl vermuten darf, daß die Neue Notre Dame schon fertig ist, solange BER noch lange nicht fertig werden wird. Eigentlich sind beides vollkommen unnütze Projekte, und alle die alten Dome in ganz Europa wurden stets nur vom Volk finanziert durch Spenden, Ablaßgeschäfte, usw.usw.usw., und wenn das Zeug mal hochgeht, dann wird wieder gebettelt. Während schon in der Bauzeit dieser Katedralen aus Rom kein Cent begesteuert wurde, so wuchsen die Dome in den Himmel und gleichzeitig auch die Bankkonten des Vatikans.

  6. Wem das Gebäude selbst gehört, oder auf wen es im Grundbuch eingetragen ist, spielt auch gar keine Rolle und es war davon auch nicht die Rede.. Es ist hier die Rede von diesem französischen Betsaal als Institution, und nicht von der Liegenschaft als Grundeigentum. Da war wohl mal der Bauernführer Ritter Florian Geyer in Paris und gesungen „……setzt aufs Klosterdach den Roiten Hahn……“ aus dem Florian-Geyer-Lied. https://www.volksliederarchiv.de/wir-sind-des-geyers-schwarze-haufen/ Siehstewohl, auch ein Cachique kann noch etwas lernen. Übersetzt: der Caquique aus dem Barrio Qullombero.

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