Nur 4 Beamte beaufsichtigen Straßenbauprojekt in Höhe von 450 Millionen USD

Asunción: Das Straßenbauprojekt des Biozeanischen Korridors (Carmelo Peralta-Loma Plata), dessen Arbeiten von der brasilianischen Firma Queiroz Galvão S.A. und dem paraguayischen Unternehmen Ocho S.A. ausgeführt werden, steht nur unter der Aufsicht von vier Beamten des Ministeriums für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC).

Dies wird in einer Resolution Nr. 285 dargelegt, die der Leiter des Portfolios, Arnoldo Wiens, am 18. Februar dieses Jahres unterzeichnet hat und mit der ein “Team für vorübergehende Inspektionen“ eingerichtet wurde. Zu dieser Gruppe gehören Juan G. Guerrero, der Straßentechniker Andrés Riveros, der Straßentechniker Luciano Riveros und der Verwaltungstechniker Vicente González.

Die geringe Anzahl von Fachleuten für dessen Aufsicht ist erstaunlich, da es sich um eine Megaprojekt von 450 Mio. USD handelt. Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass die Ausschreibung, die das MOPC zuerst annullierte, nur für die Prüfung mindestens 60 Beamte erforderte.

Quellen aus dem Bausektor bestehen darauf, dass das MOPC aufgrund der Nähe der Firma Ocho S.A. zur Regierung von Präsident Mario Abdo Benítez die Überwachung der Arbeiten vermeiden will, da die Firma der Familie des wirtschaftlichen und konzessionierten Beraters der Staatsoberhaupt Luis Alberto Pettengill Castillo gehört.

In der Zwischenzeit behauptet das Portfolio, dass in dieser Phase der Arbeiten mehrere Beamte nicht erforderlich sind. „Es werden nach und nach neue Beamte eingestellt, weil nicht alles nacheinander erledigt wird. Die ersten Abschnitte erfordern nicht viel Personal“, sagte Jorge Vergara, Leiter der Direktion für strategische Projekte des MOPC.

Genau zu Beginn dieses Jahres erteilten das Ministerium den Auftrag, mit diesen Arbeiten zu beginnen und in der Woche begann die Asphaltierung der neuen Strecke im Gebiet von Loma Plata.

Sogar der Minister Arnoldo Wiens gab dem Projekt grünes Licht, um mit den Aufgaben zu beginnen, ohne die Finanzierung abzuschließen.

Wir erinnern daran, dass das MOPC den Prüfungsauftrag an das Nippon Koei-Konsortium vergeben hatte, das ein Angebot von 9 Mio. USD vorlegte, 1,5 Mio. USD mehr als das billigste Angebot. Daher wurde es nach einem Protest durch das öffentliche Beschaffungswesen annulliert.

Die Arbeit des Biozeanischen Korridors wird die teuerste Route des Landes sein, vor allem aufgrund der hohen Finanzierungskosten.

Wochenblatt / Ultima Hora

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8 Kommentare zu “Nur 4 Beamte beaufsichtigen Straßenbauprojekt in Höhe von 450 Millionen USD

  1. Ich erkläre das nun nochmals für alle Unbelehrbaren:
    hier gehts nicht um das tatsächliche Ausführen von Arbeiten, es geht hier nur darum einen vorgeschobenen Grund zu ersinnen, um Geld verschwinden zu lassen. Die Realisierung solcher Projekte ist nebulös, wie immer hier, aber je grösser der Nebel ist, desto mehr Kohle kann eingesteckt werden.
    Dies ist natürlich in Deutschland genauso, nur wirds da besser verschleiert, oder wo ist denn der 30 jahre lang gezahlte Solidaritätsbeitrag hin verschwunden?

  2. hier wird im kleinen nichts anders gemacht, wie in der EU im großem. In Spanien sind Milliarden an EU – Sup. versenkt worden. In NRW Herten sollte mal eine Bio-Anlage für Wasserstoff entstehen. Es steht ein blauer Bauzaun für fast 10 Mill. usw. Wer regt sich noch auf? die Parteien brauchen auch Geld. Fast eine Milliarde für eine Brücke in Tschechien? was solls! mehrere hundert Förderprogramme Illegal, wem juckt es? Also, wir sollten nicht so Arrogant sein, die „Diebe“ gibt es nicht nur in solchen Ländern.

    1. Barer Unsinn! 1.) Was Sie hier aufzählen sind gemessen an den zahllosen Normalfällen in Paraguay absolute Einzelfälle. 2.) I.d.R. versickern Investitionsgelder (zumindest im deutsch-sprachigem Raum) nicht in den Privattaschen von korrupten Politikern, so wie hier in Paraguay. 3.) Wenn nicht gerade alles quer läuft, nehmen die Justizbehörden in Deutschland, Österrreich und in der Schweiz ihre Ermittlungen auf. So eben nicht in Paraguay! Man kann eben nicht Äpfel mit Birnen vergleichen wollen und sollte schon einigermaßen bei der Wahrheit bleiben.

      1. Schweiz EU? EU- Bericht! ca. 120 (Einhundertzwanzig) Milliarden Euronen verschwinden JÄHRLICH in die Hände Korrupter Politiker. Das sind 1 % des BIP. Kann man nachlesen! Rumänien, Bulgarien usw. Die Schätzungen gehen bis zu 5% des BIP der EU. Ist das nichts? Bis vor einem Jahr war ein EU- Kommissar für Südamerika (ein Spanier) in Asu. Vielleicht hätten sie mal mit Ihm reden sollen. Doch er ist nun in Mali!

        1. Was sie hier nur schreiben. Wo kommen diese korrupten Politiker in Europa her? Genau, wie Sie schreiben, aus Osteuropäischen und Südeuropäischen Ländern. Diese sind von ihrer Kultur her Paraguay sehr ähnlich, daher auch diese Schweinereien dort. Und die fleißigen Nordeuropäer sollen für deren Schlendrian auch noch aufkommen, nur weil es ROTE & GRÜNE und die FREIMAURER unter Führung von Soros so wollen. Das Volk, wenn man es fragen würde, wollte diese korrupten Länder niemals in der EU! Wenn man also wie Sie pauschal die EU der Korruption beschuldigt, dann sollte man wenigsten differenzieren.

          1. noch mal, die EU sind wieviel Länder? es ist eine Union! und wegschauen tun alle! Hat nicht auch der Buchhändler aus Würselen Jahrelang Geld einesteckt? Nur weil die „Presse“ nicht schreit, gibt es das nicht. Jahresberichte (Antikorruption) anfordern und lesen. Dann kann man immer noch sagen , „gibt es nicht“.

      2. In Deutschland, oder was man davon halten mag, nehmen „Justizbehörden“ nur Ermittlungen auf, wenn sie dafür vom „Justizminister“ grünes Licht bekommen. Die Staatsanwaltschaften in D sind weisungsgebunden. Das ist kein Rechtsstaat und Soetwas gibt es nirgendwo in der EU. Das D kein Rechtsstaat ist, wurde übrigens vom europ. Gerichtshof festgestellt.
        Was glauben Sie denn, weswegen zahlreiche Anzeigen gegen deutsche Politiker einfach so im Sande verlaufen?

  3. Der Witwentröster

    Antworten

    In DÖCH sind Politiker und Beatmete nicht haft- noch strafbar. Sie können höchstens in den Innendienst und höhere Beatmetenverdienstklasse bestraft werden. Wer würde andernfalls denn noch Politiker oder Beatmeter werden? Im Paragauy herrscht weitgehendst Recht wie in Europa auch, genau so viele Gesetze, Verordnungen, Ministerien, Sekretariate, Subsekretariate und Beatmetenabteilungen, nur mit der Umsetzung hapert es noch ein wenig. Im Paraguay lohnt es sich eben gar nicht wegen 450 Milliönchen USD Erdnüsschen genau hinzusehen, das ist der Unterschied.
    Einen weiteren Unterschied sehe ich im Strafrecht zwischen Privatpersonen: Bei Drohungen von Mord und tätlichen Angriffen auf Leib und Leben werden die Behörden schon von Amteswegen aktiv, ebenso bei Urkunden- und Unterschriftenfälschung durch Notare. Hierzulande muss man dafür einen Zivilprozess anstreben. Hier wie in DÖCH hat man als Privatperson gegen Großfirmen und Ämter keine Chance.
    Nun finde ich das gar nicht mal so schlecht, wenn hierzulande erst einmal nur vier Beatmete die Angelegenheit kontrollieren, wenn es denn erstmal gar nicht mehr brauche.

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