Nutznießer von Sozialbauten vermieten sie einfach weiter

Asunción: Ein Dutzend Begünstigter von Sozialbauten an der Costanera I haben ihre Unterkünfte, trotz eines Verbotes, einfach an Dritte weiter vermietet.

Juan Carlos Franco, von der Nachbarschaftskommission, kennt die Situation und versichert, dass “die Institutionen des Staates verantwortlich sind, weil sie keine Kontrollen vornehmen“.

Mindestens 12 Familien von 112, die in diesen Häuser eigentlich wohnen sollten, finanziert mit Mitteln aus dem Fond für strukturelle Konvergenz des Mercosur (FOCEM), vermieten entweder das ganze Haus oder Teile davon weiter. Viele liegen in einer privilegierten Gegend.

Einer der Personen, der sein Haus vermietet hat, ist Eulalio Ramírez, aus Block 3. „Ich lebe von der Miete. Ich kann nicht arbeiten. Ich habe gesundheitliche Probleme“, argumentierte er. Er sagte, er habe Schmerzen in der Taille. Es gäbe keine genaue Diagnose, weil der Arzt nur Schmerzmittel verschrieben hätte, als er ihn aufgesucht habe.

Ramirez lehnte es ab, den Betrag zu erwähnen, den er als Miete erhält. Seine Frau Noelia Zárate lebt weiterhin im unteren Teil der Chacarita, in dem Haus, das abgerissen werden musste, als die Familie in der privilegiertesten Gegend der Costanera untergebracht wurde.

Andere Personen, die mit den Sozialbauten “Geschäfte“ machen und vom Staat zur Verfügung gestellt bekamen, sind: Ciriaco Fernández (Block 4), Ninfa Gavilán (Block 3), Liliana Troche (Block 1), Mary Tullo (Block 3), Maria Cardoso (Block 3) Ana Kabine (Block 2), Amada Matto (Block 2), Pastor Peralta (Block 2), Gustavo Mendoza (Block 2), Lucila Franco (Block 4) und Mario Madina (Block 2).

Der Leiter der Nachbarschaftskommission, Juan Carlos Franco, bestätigte, dass er sich dieser Dinge vollkommen bewusst sei. Franco argumentierte, dass die Regierungsbehörden für die Verletzung des Vertrags und die fehlende Achtung der Regeln verantwortlich seien, weil sie nicht die tägliche Überwachung aller Familien vornehmen würden.

„Es ist verboten zu vermieten, aber es wird vermietet. Viele haben ihr Haus erweitert. Sie haben mehr als einen Meter angebaut, was ebenfalls verboten ist“, sagte er. Franco fügte an, dass „man den Lebensstandard aller ansässigen Menschen verbessern muss und dafür die Unterstützung der Institutionen brauche, umso die illegalen Vermietungen zu verhindern“.

Ende 2014 wurden die Sozialbauten an der Costanera I, Villa General Santos, fertiggestellt. Sie waren für die Umsiedlung von 112 betroffenen Familien im Viertel Chacarita vorgesehen, die vom Umbau an der Costanera I betroffen waren. Jedes Haus kostete 142 Millionen Guaranies. Es besteht aus einem Esszimmer, Badezimmer und zwei Schlafzimmern. Februar 2015 wurde das Projekt eingeweiht.

Wochenblatt / ABC Color

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1 Kommentar zu “Nutznießer von Sozialbauten vermieten sie einfach weiter

  1. Habe ja meinem Meerschweinchen auch verboten, den Salat zu essen. Hat es aber einfach nicht kapiert. Selbst zum 100x. Ne, hoffnungslos.
    Aber im Zusammenrechnen von 3.000 plus 4.000 ohne Zuhilfenahme eines Prozessors ist es ganz ordentlich. Ja, im Kopf, nimmt nur die Finger zur Hifle. Da hat mein Meerschweinchen dem Durchschnitt der meisten mehr als fünf Jahre in diesem Land Lebenden doch deutlich etwas voraus.

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