Ob das die Lösung des Problems ist?

Asunción: Die Maquila-Produktion boomt, die Unsicherheit im Stadtteil San Francisco ebenso. Anwohner sehnen den Tag herbei, an dem es wieder so ruhig wird, wie früher. Das könnte jetzt mit etwas Glück gelingen, aber nur wenn alle an einem Strang ziehen.

Der Textilunternehmer Andrés Gwynn erklärte, dass ein vor mehr als fünf Jahren ins Leben gerufenes Projekt zur Ausbildung von Näherinnen und Nähern im Stadtteil San Francisco von Asunción unter der scheidenden Regierung ins Stocken geraten sei. Es wird jedoch erwartet, dass die Reaktivierung der Infrastruktur in weniger als zwei Monaten abgeschlossen sein wird, so dass etwa 200 Personen Zugang zu Arbeitsplätzen und technischer Ausbildung erhalten werden.

Gwynn wies darauf hin, dass die Initiative zur Wiederbelebung des Projekts auf die Bitte der Bewohner des Viertels und der katholischen Kirche zurückgeht. “Das Projekt ist seit mehr als fünf Jahren fertig, wurde aber während der letzten Regierung gestoppt. Ich wurde als Privatperson gebeten, es wieder voranzubringen”, sagte er.

Er erwähnte auch, dass eine der Aufgaben, die sie von jetzt an bis zur Reaktivierung der Fabrik durchführen werden, darin besteht, sich mit den Ministerien für Arbeit und Städtebau, Wohnen und Lebensraum zu koordinieren, um Menschen im Nähen auszubilden und ihnen im Gegenzug die Möglichkeit zu geben, zu arbeiten.

“Es geht um die Gründung einer Fabrikschule, d. h. um Ausbildung mit Arbeit. Im Moment lerne ich und dann arbeite ich. Die Idee ist, dass das Arbeitsministerium eine Vereinigung in der Nachbarschaft gründet, um Näherinnen zu haben, und dass das Unternehmen durch den technischen Teil Arbeitsmöglichkeiten schafft, damit sie Produkte für uns herstellen können, um sie zu exportieren”, sagte er.

Etwa 200 Familien werden davon profitieren

Gwynn sagte, dass Schätzungen zufolge der Betrieb in höchstens zwei Monaten beginnen könnte und dass 200 Familien direkt davon profitieren würden. “Die Infrastruktur wurde für 200 Arbeiter und 200 begünstigte Familien konzipiert. Dies ist eine Etappe, unabhängig von politischen Fristen, denn die Beschäftigung kann nicht warten”, bemerkte er.
Der Geschäftsmann versicherte, dass diese Initiative den Bewohnern des Viertels eine große soziale und wirtschaftliche Hilfe sein wird. Darüber hinaus hofft er, langfristig Vereinbarungen für weitere Unterstützung zu treffen. “Wir werden weiterhin mit den Ressorts zusammenarbeiten, um auch hier Vereinbarungen zu treffen”, sagte er.

Wochenblatt / La Nación

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8 Kommentare zu “Ob das die Lösung des Problems ist?

  1. Der als “Privatperson” getarnte Textilunternehmer ist ja einer der ganz hellen Types. Kann er doch gerne jederzeit Menschen ausbilden, die sich nach Beendigung des Nähkürschens das Wissen und Können angeeignet haben, um für ihn zu malochen. Wo liegt das Problem also? Nur zu. Hindert ja niemand. Aha, dat würde ihn ja etwas an Plata kosten! Die Menschen können sich ja nicht zum Dipl. Näher:*In ausbilden lassen und dabei nebenamtlich verhungern. Und müssen während der Dauer des Nähkürschens auch für Streichhölzl haben, weil Müllgebühr teurer also Onkologie hierzulande ist. Aha, als “Privatperson” getarntes helles Typechen saugst natürlich mal bei deinen an, bei denen die Gelder des Steuerzahlers immer einsprudeln. Müssens nur noch staatsrechtlich legitimiert gucken wie es verputzt wird. Am besten dem “Privatperson”-Amigo etwas unter die Arme greifen. Zufällig Bruder, Onkel oder Vetter. Demnach hat das als “Privatperson” getarnte helle Typchen die geniale Idee: Steuerzahlerchen zahlt an Staatszüchtung, Staatszüchtung bezahlt Ausbildung der Menschen, Menschen dann beim nicht mehr als “Privatperson” getarnten Textilunternehmer malochen. Der ist ja wirklich nett. Und die Idee ist jut. Könnte von mir sein.

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    1. Lästern und Schlechtreden kann jeder. Besser eine solche Initiative von einer gewinnorientierten Person, als überhaupt nichts zu machen. Oder was hätten Sie für eine Idee um diesen unterqualifizierten Menschen eine Perspektive in Lohn und Brot zu geben?

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        1. @nmp. Darum geht es doch gar nicht. Menschen müssen “permanent in Unruhe gehalten werden… (“Die unsichtbare Hand”) Sklaverei war gestern, heute hat man andere Möglichkeiten. Ihr erinnert Euch ? Sklavenhalter mussten für Ihr “Arbeitsgerät” in die Geldtasche greifen – heute müssen die Sklaven das selbst stemmen. Kein Sklavenhalter kommt für den Lebensunterhalt auf, versorgt sie mit Lebensmitteln und Unterkunft, das müssen sie schon selbst bewerkstelligen. Man feuert sie und stellt den nächst günstigen ein. Das gab es damals nicht. Man hatte die Sklaven an der Backe Bis zu seinem Tod. Und ja, Sklaven waren gar nicht so günstig zu kaufen – die waren teuer. Warum sollte man sie zu Tode qüälen ? Um neue (teure) Sklaven zu kaufen ? Finde den Fehler !

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      1. @Eulenspiegel. Überaus hochbezahlte Politiker (die sich Berater und Assistenten auf Kosten der Steuerzahler gönnen,) wollen jetzt (Deiner Meinung nach Ideen von Querdenkern)? Was würde das bringen ? “Demokratie” ist eine Floskel ! Es gibt keine “Demokratie”. Es gibt viele “Abarten” der Demokratie – nichts hat mit wirklicher Demokratie zu tun. Was würde es bringen, wenn ich viele (!) Vorschläge bringen würde, um das Dilemma der Krankenversorgung zu bringen ? Wie kann es sein, das Menschen daran verdienen, um sie krank zu halten ? Welchen Anreiz hat ein Arzt, wenn sein Patient gesund ist (wird) ? Er würde doch seine “Kunden” verlieren. Dir fällt keine Lösung ein ? Mir schon – aber wen interessiert es `? Fragen, Fragen – Volksverhetzung !

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      2. Habe ich auch geschrieben, dem als “Privatperson” getarnten Textilunternehmer absolut nix im Wege steht um seine künftigen Teige auf eigene Kosten selbst auszubilden. Kann er von mir aus gleich heute damit beginnen. Aus der Analyse der News sowie meines investigativen Kommentars ist Ihnen dies wohl entgangen, obwohl diese Aussage den Kernpunkt bildet. Es steht Ihnen absolut nichts im Wege dem als “Privatperson” getarnten Textilunternehmer etwas an Plata zu spenden damit der Arme gewillt ist seine künftigen Teige auszubilden. Wenn er dazu keine Plata hat, hat er auch die Möglichkeit sich auf dem Kapitalmarkt Plata zu besorgen. Warum wieder einmal das Steuerzahler:*In herhalten MUSS erschließt sich mir nicht.

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      3. Um Ihre Frage beantwortet zu haben: Zuerst wäre der Markt abzuklären. Was will man als Textilunternehmer im Paragau denn erreichen, wenn der Mindestlohn ein X-faches eines Eingeborenen:*in beträgt als derjenige eines Chinese:*In, aber die schulische Bildung ein negativ X-fachen beträgt? Dat soll er doch so machen wie der Luisito auch und kauft dat Zeugs in China ein. Was soll das Steuerzahler:*In herhalten in etwas was morgen pleite ist und der Textilunternehmer vor seiner Hütte wieder Amburguesas bruzzelt.

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  2. Maquila ist also sowas, wie man hier auf dem Bild erkennen kann – https://de.wikipedia.org/wiki/Maquila. Steht doch: “Sie sollten die örtliche Wirtschaft anregen und Arbeitsplätze in unterentwickelten Regionen schaffen, werden aber inzwischen wegen schlechter Arbeitsbedingungen und einseitiger Exportabhängigkeit von den USA zunehmend kritisch gesehen. Kurzfristig und lokal tragen die Maquilas zur Verringerung der Armut bei; ob sie es auch längerfristig tun, ist zweifelhaft”.
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    “Der Textilunternehmer Andrés Gwynn erklärte…” + “dass die Initiative zur Wiederbelebung des Projekts auf die Bitte der Bewohner des Viertels und der katholischen Kirche zurückgeht”. Die arme Kirche hat augenscheinlich auch keine Plata, um ein paar Teige auszubilden, die im Textilunternehmen malochen werden. Der als “Privatperson” getarnten Textilunternehmer augenscheinlich auch nicht. Augenscheinlich ist er doch nicht ein so erfolgreicher Textilunternehmer. Aber augenscheinlich will er es noch werden. Also: Wenn die arme Kirche, der nicht so erfolgreicher Textilunternehmer keine Plata hat, wer könnte dann noch etwas Plata sponsoren? Huch, jetzt fällt es mir wie Tomaten von den Augen. Steuerzahler:*In hat ja immer Plata.
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    “Projekt zur Ausbildung von Näherinnen und Nähern” + “so dass etwa 200 Personen Zugang zu Arbeitsplätzen und technischer Ausbildung erhalten werden” hä, Näher:*In ist jetzt auch ein technischer Beruf. Jupp, werdens wohl auch noch Berufsschule gesponsert bekommen, worin se in Chemie, Physik, Mathe und Geometrie unterrichtet werden. Und dann als technische Näher:*Innen malochen. Top!
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    “Etwa 200 Familien werden davon profitieren” ist nicht ganz richtig. “Etwa 201 Familien werden davon profitieren” wäre da schon etwas korrekter. Der als “Privatperson” getarnten Textilunternehmer wird ja wohl nicht die Reinkarnation vom Heinrich Pestalozzi sein.
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    “Der Geschäftsmann versicherte, dass diese Initiative den Bewohnern des Viertels eine große soziale und wirtschaftliche Hilfe sein wird.” ja, keine Aussage, dennoch wird die größte monetäre Hilfe für den ähm erfolgreichen Unternehmer, Geschäftsmann und Textilunternehmer sein. Persönlich kann er mir soplare in the Shues, ich werde ganz bestimmt nicht als technischer Näher in seiner Fabrik malochen. Gewinner werden wohl auch die Politamigos sein, die sich mit diesem Projekt profilieren können und die arme Kirche, die sich profiliert, ohne einen Centavo abzudrücken. Verlierer wird wohl der Steuerzahler sein.
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    Wie geschrieben habe ich nix gegen Ausbildung. Nur zu, kann jeder morgen damit beginnen seine Teige auszubilden.
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    Persönlich hätte ich natürlich auch gerne ein paar Teige die für mich molochen. Am besten wenn se vom Staat aufgebildet werden. Dann können sie sofort bei mir anfangen. Waaas? Sie denken ich bilde die aus und bezahle ihnen während der Ausbildung auch noch Streichhölzl und Biligpolarbierbücksenpacks. Nö, ich bin ja schon nett. Aber so nett dann auch wieder nicht. Sollens fix fertig ausgebildet zum Malochen kommen. Biete auch gerne 13 Euro pro Stunde. Die verrechne ich dann meinem Kunden. Mein Stundenansatz beträgt 190 Euro (nö, dat war kein Witz). Dann wäre mein Gewinn für jeden vom Staat ausgebildeten Teig pro Stunde, Moment, aha, ja, stimmt schon, 177 €, zeigt meine Calcapp. Jaaa, das kann ich gelten lassen.
    Naja, wenn ich etwas schlauer wäre, dann würde ich die Ausbildung meiner Teige selbst finanzieren. Bei diesen Gewinnaussichten. Aber dieser Unternehmer, Geschäftsmann und Textilunternehmer ist ja ein ganz schlauer. Noch schlauer als ich. Und lässt sich seine Teige vom Steuerzahler:*In finanzieren. Da kann ich nicht ganz mithalten!

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