Vereinigung beschäftigt Priester trotz Verdacht auf Missbrauch

Zwei Priester, die angeblich für Fälle von sexuellem Missbrauch an Jugendlichen zwischen 2011 und 2013 angezeigt wurden und als Priester in Paso Yobai, Guairá, eingesetzt wurden, werden durch ihre Ordensgemeinschaft geschützt. Sie gehören zu den “Oblaten de Maria“.

Vorgestern wurde die Kongregation zum Schweigen aufgerufen, nachdem die Vorwürfe gegen zwei ihrer Mitglieder wieder neu aufgetaucht waren. Laut den Gerichtsakten aus dem Justizpalast von Villarrica sei es zu Kindesmissbrauch in mehreren Fällen durch die zwei Priester gekommen. Bischof Ricardo Valenzuela entließ die beiden Pfarrer, aber die Oblatenvereinigung setzte diese wieder für kirchliche Tätigkeiten ein. Auf mehreren Bildern im sozialen Netzwerk Facebook ist zu sehen, wie sie ihre Ämter wieder ausüben und noch dazu Kontakt zu Minderjährigen haben. Die Anklage der Staatsanwaltschaft in Villarrica ist ins Stocken geraten, “Streicheln von Minderjährigen ist kein Missbrauch“, so ein Sprecher der Anklage.

Die Menschen in Paso Yobai sind überrascht, dass die beiden Pfarrer wieder ihrer Tätigkeit nachgehen, trotz offener Gerichtsverfahren. Seit Kurzem befasst sich auch die paraguayische Bischofskonferenz mit den Fällen und will bald eine Erklärung dazu abgeben. Die Vereinigung “Oblaten de Maria“ wurden 1826 von San Eugenio de Mazenod gegründet. Das Ziel der Vereinigung solle sein, sich der Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu widmen.

Quelle: ABC Color