Obligatorische Unfallversicherung wurde gebilligt

Asunción: Während mit dieser Entscheidung die Staatskasse aufatmet müssen Kraftfahrzeugführer nun auch ihren Beitrag leisten in Form einer Pflichtversicherung die die Behandlung der Verunfallten deckt. Die sogenannte SOAT, Seguro Obligatorio contra Accidentes de Tránsito tritt nach der heutigen Entscheidung im Abgeordnetenhaus erst in Kraft wenn der Präsident dies verkündet.

Der mittlerweile Gesetzesentwurf ist ein ausgearbeiteter Vorschlag des Abgeordneten David Ocampos der Partei Unace. Mit der Versicherung werden medizinische Behandlungen bezahlt und Entschädigungen bei Tod ausgezahlt. Die Versicherung deckt Schäden am Fahrer, Sozius sowie Dritte wie Fußgänger. Schäden an Fahrzeugen zu regeln liegt nicht in deren Aufgabenbereich.

Obwohl auch diese Regelung schwer zu kontrollieren sein dürfte muss ab Inkrafttreten des Gesetzes jeder Besitzer eines motorisierten Fahrzeuges eine SOAT vorweisen können, um es zu benutzen. Wer schon eine solche Versicherung besitzt bzw. eine die diese Behandlungen übernimmt hat nichts zu befürchten.

Eine Entschädigungszahlung bei Unfalltod geht bis zu 535 Tageslöhne des Mindestlohnes was über 33 Millionen Guaranies sind. Dieser Betrag wird auch schon bei vielen Krankenhausaufenthalten erreicht, wenn die Internierung über die Intensivstation geht,

(Wochenblatt / Abc)

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9 Kommentare zu “Obligatorische Unfallversicherung wurde gebilligt

  1. Zitat:
    „jeder Besitzer eines motorisierten Fahrzeuges eine SOAT vorweisen können, um es zu benutzen“.
    PKW, LKW, Motorrad. Traktor sowie Aufsitzmäher ebenso?

    Wird das dann genauso gehandhabt wie die Pflicht zur Chapa -Nummernschild-, oder das Entfernen der freilaufenden Rinder aus dem Strassenbereich ?

    1. Sicher, was sonst?

      Es wird von den Wegelagerern in Uniform kontrolliert. Bist du armer Paraguayo (männlich) reicht eine Dose Bier; bei jungen weiblichen gibts einmal über die Motorhaube beugen.

      Ausländer sind ja grundsätzlich reich und deshalb setzt es eine multa. Irgendwer muß ja schließlich was zahlen.

      Der Wegelagerer selber und seine (große) Familie fahren klarerweise ohne Chapa, ITV, Versicherung oder Licht. Auch in der Nacht. Dafür aber stockbetrunken. Gibt es einen Unfall begeht man Fahrerflucht oder hat gar einen extranjero davonrasen gesehen. Das hat dann den Vorteil, daß man dessen Auto beschlagnahmen kann, um damit in der Dorfdisco anzugeben.

      Ähnlichkeiten mit der Realität, wären natürlich rein zufällig. Nichts dergleichen ist je vorgefallen oder wäre mir gar alles persönlich bekannt. Wo kämen wir denn da hin?

      Ja das ist Paraguay. Bienvenidos!

    2. „Besitzer“ und nicht Halter oder Eigentümer, ja?
      Also quasi jeder der das Fahrzeug bedient. Da frage ich mich ob man dann nicht lieber gleich alle Pflichtversichert die einen Führerschein haben? Wie wird das denn kontrolliert werden? Sollen die Beamten ab dann die Versicherungsverträge durchlesen die jeder Fahrer bei sich tragen muss, auf das kleingedruckte Juristenspanisch achten und dann entscheiden ob alles abgedeckt ist was sein soll, oder wird es eine Checkkarte für die SOAT-Norm geben? All das und noch viel mehr könnten die Fragen sein die noch offen sind in diesem Gesetzesentwurf. Ich persönlich habe bereits eine Versicherungskarte, woraus aber nicht der Umfang und die Qualität der Abdeckung hervorgeht (steht ja nur im Vertrag).

      @Ermindo, Du hast noch Busse vergessen, aber die sollten ohnehin ein größeres Versicherungspacket abschließen 😉 Ich schätze Fahrrad und Pferdekutsche sind ausgeschlossen.

  2. Und es tut sich ein neuer Geschaeftszweig auf, der des Versicherungsbetruges.Nach dem Motto, ueberrolle deinen betrunkenen Alten und dann haben wir 33 Millionen und machen mita, mita.
    Mal sehen, wo die Praemien hinwandern bei diesem unfalltraechtigen Strassenverkehr, die Versicherungen sind ja kein Sozialinstitut und man muss Geld erwirtschaften. Wer sind eigentlich die Aktionaere bei den Gesellschaften?
    Aber vielleicht bald kommt auch wieder ein Parlarmentarier und die Sache wird wieder jahrelang gestartet und wieder ausgesetzt.

  3. 9mm,wie Du richtig schreibst, alles Fiktion!

    Anscheinend soll die Versicherung auch in solchen Fällen greifen, wenn der Verunfallte keine Versicherung hat, da ja der Grossteil der Mopeds nicht legal gemeldet ist, also auch keine Versicherung hat. Man müsste den genauen Gesetzestext kennen.

    Aber es wird so wie alles sein, nämlich improvisiert.

    Denkt man wieviele Millionen von Dollar der Autoregister gekostet hat und vorne und hinten lückenhaft ist und wieviele Millionen Dollar die letzte Volkszählung kostete und trotzdem keine exakte Daten ermittelt wurden, kann man sich denken wie das mit der allgemeinen Versicherung wird. Eine willkommene Einnahme für einen gewissen Kreis.

    Man darf sich aber nicht wundern. Wenn die Staatsbeamten zu fast 40% untereinander verwandt sind, dann kommen die politischen Günstlinge zum Zug, egal ob sie Lesen oder Schreiben können.

    Jetzt fehlt sogar in den öffentlichen Spitälern das Essen. Medikamenrte fehlen ja immer. Während die Frau des Präsidenten im Ausland ihre Gesangeskünste zum Besten gibt, knurrt den Spitalspatienten der Magen.

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