Palma frei von Verkäufern?

Asunción: Einst eine der prestigeträchtigsten Straßen der Hauptstadt, hat sie heute nur noch eine untergeordnete Wichtigkeit. Parkplätze sind Mangelware und Verkäufer und Geldwechsler schrecken eher Touristen ab.

Abgesehen davon, dass das Stadtzentrum, durch welche die Calle Palma führt von Renovierungsarbeiten größtenteils vergessen wurde, gibt es für Touristen in Shoppingcenter mehr zu sehen als leerstehende Gebäude und Unmengen an Verkäufern, die vom Armreif bis hin zu Handtüchern wirklich alles anbieten. Als Schmankerl gibt es noch die Geldwechsler hinzu, die ein klares Zeichen für die Transparenz des Landes sind.

Anscheinend hat jemand der Stadtverwaltung nicht nur das Problem erkannt, sondern nimmt sich diesem auch an. Angestellte des Rathauses übergaben heute insgesamt 151 Verkäufern ohne legale Daseinsberechtigung ein Schreiben, in dem ihnen 24 Stunden gegeben werden, um nicht wiederzukommen. Der permanente Platzverweis, soll noch weitere Verkäufer treffen, die keine Lokale anmieten.

Über Jahrzehnte wurden auf den Bürgersteigen der Strasse allerlei Sachen angeboten. Wenn die Aufforderung nur für die Strasse Palma gelten sollte, verlagert sich die illegale Einkaufsmeile auf eine der Paralleltrassen.

Wochenblatt / Hoy

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6 Kommentare zu “Palma frei von Verkäufern?

  1. In diesem Zusammenhang sei auf die „kluge und vorausschauende“ Stadtentwicklungspolitik in ASU verwiesen. Das Stadtzentrum wird immer mehr verwaisen und trostloser werden, wenn die Stadtentwickler sich nicht endlich dazu durchringen können öffentliche Parkhäuser mit Tiefgaragen zu erstellen. Die Baukosten hierfür sind relativ günstig, doch der Ertrag mittels Parkgebühren würde ein solches Bauwerk nach spätestens 8-10 Jahren in die Gewinnzone fahren. Wer oder was hindert also die Stadtpolitiker daran endlich weise Entscheidungen zu treffen anstatt nur leere Reden zu schwingen?

    1. „Wer oder was hindert also die Stadtpolitiker daran…“?
      Alles was innerhalb einer Legislaturperiode keine nennenswerten Früchte bringt, ist Utopie und vertarne Liebesmüh, bedient weder das Ego noch den Geldbeutel.

  2. Oh ja bitte, die können gerne gehen. Mit ihrem Krempel nehmen die viel Platz ein auf den Bürgersteigen und es nervt einfach nur.

    1. Das mag sein, Philipp, aber Sie versuchen auf reale Weise Geld zu verdienen. Wenn man Ihnen den Platz nimmt, werden diese früher oder später kriminelle Motochoros oder auf andere Art kriminell. Ich finde es auch nervig, genau wie die Scheibenputzer, die trotz Verbot an jeder Kreuzung stehen. Aber das ist Paraguay.

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