Paraguay ist der Champion in der Entwaldung

Asunción: Der unumstrittene Sieger im Wettkampf in Amerika bei den Waldrodungen ist Paraguay. Sicherlich sarkastisch, aber die schon bekannte These wurde nun noch einmal untermauert. Die Entwaldung schreitet unaufhörlich voran.

Trotz aller Proklamationen der Regierung im Land, auch durch deren vielen Aufforstungsprogramme, kann dies die Wahrheit nicht zudecken. Paraguay liegt an erster Stelle bei der Abholzung zwischen den Jahren 1990 und 2015. Das sagt ein Bericht der FAO aus. Laut dem WWF habe es mehr als 5.000 Anzeigen in den letzten fünf Jahren wegen illegaler Waldrodungen gegeben, aber es sei praktisch kaum zu einer Verurteilung gekommen.

Óscar Rodas, Geschäftsführer für den Sektor Klimawandel vom World Wide Fund for Nature (WWF), bezeichnete den Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO) als besorgniserregend. In den letzten 25 Jahren (1990 – 2015) wurde in Paraguay auf dem amerikanischen Kontinent am meisten der Wald gerodet.

In der Region Oriental gibt es nur noch 4.000 Hektar Wald, zur damaligen Zeit (1990) waren es 9.000 Hektar. In der Region Occidental waren es 18.000 Hektar nun sind es 11.000 Hektar.

Im Chaco, vor allem im Departement Boquerón, war der Kahlschlag am größten. Die Gegend um Mariscal Estigarribia ist am meisten betroffen, in der östlichen Region San Pedro. Hier wurden bei Santa Rosa del Aguaray 12.000 Hektar in den letzten 10 Jahren entwaldet.

„Obwohl das Gesetz der Null Entwaldung in Paraguay existiert und 5.000 Anzeigen registriert wurden kam es kaum zu einer Verurteilung. Die Gesetzlosigkeit grassiert bei der Abholzung weiterhin“, klagte Rhodos.

Quelle: ABC Color

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12 Kommentare zu “Paraguay ist der Champion in der Entwaldung

  1. Gemäß meiner parguayscher Verwandtschaft – auch in anderen Fällen – ist das so in Paraguay: Täter werden ermittelt, befragt… und nix geschieht.

    1. Ach ja, fast vergessen – außer man bezahlt nix (dann passiert schon was). Man ist also gut beraten – etwa wenn man seinen Mitbewohner ermordet, indem man ihn das Klo runterspült (ja, der, der einem alle Kabel angeknabbert hat) oder bei einem Bankraub eine Kugelschreiber erbeutet – nach der Befragung etwas zu spenden. Dann klappt’s auch mit dem wieder nach Hause gehen.

  2. Manni Sie vergessen,dass wir in Europa auch gnadenlos alles abgeholzt haben.Es gibt nur noch 2Urwälder auf dem ganzen europäischen Festland.Sind wir besser als die Paraguayer??
    Ich bin absolut kein befürworter der Abholzung!
    Soja gibt es schon mehr als wir brauchen und das Holz was im Chaco mit dem Bulldozer plattgemacht wird,wird bis auf die allerschönsten Stämme auf einen Haufen gedrückt und docht als „Windschutz“für die Kühe verfaulen lassen.Palo Santo o.Quebracho hin oder her.Da liegt Holz im Millionen Wert am faulen. Haben sie(die Runde) sich je gefragt wieso es auf der ganzen Welt kaum noch Wald gibt wo man drin leben könnte und haben sie sich je gefragt wieso es eigentlich auf fast der ganzen Welt verboten ist im Wald zu leben? Die Weltbevölkerung soll absolut abhängig gemacht werden das ist der Punkt.Lebensmittel,Soja,Fleisch und Holz haben wir haufenweise für uns Menschen es braucht nicht noch mehr.
    Der Planet stirbt vor sich hin und die meisten Leute interessiert nur ob sie 24 Stunden rund um die Uhr sauberes Wasser und Strom für ihr sch..ss Geld kriegen oder wie behaart,grimig oder treu die gekauften Weiber sind.Der WWF ist eine der grössten Mafia die es gibt,die sollens regeln??haha.. Wenn wir (die Bevölkerung) nicht bald an einem Strang ziehen und gegen dieses treiben vorgehen sizen wir alle bald auf einem toten Planeten der uns als Gefängniss dient für ein paar „pedophile kranke elitäre Säcke!“

    1. Ich will nicht widersprechen. Aber interessanterweise ist – zum Beispiel – in der Schweiz seit vielen Jahren die am meisten wachsende Fläche nicht etwa die Versiegelung/Zubetonierung, sondern der Wald. Hauptgründe sind hier nicht nur die gnadenlose Gesetzgebung, die auch hart durchgezogen wird, sondern die Klimaerwärmung mit steigendem CO2-Gehalt.

  3. Man sollte anstatt so viel Soja und anderen Genmist Hanf anbauen, das Kiffen legalisieren und neue Arbeitsbereiche erschliessen.
    Desweiteren hätte man Seile, Kleidung, Öle, bis hin zur Seife.
    Das beste zum Schluss, es gäbe wieder saubere Luft in Paraguay da diese Pflanze mehr als ein jeder Baum es vermag Co2 in Sauerstoff umzuwandeln.

    Beste Grüße aus dem abgeholzten Caaguazu, der Haupstadt des Holzes.

  4. Was soll man tuen? Hier ist der WWF gefragt und die müssen es an die große Glocke hängen ,Paraguay muss verstehen das es so nicht geht das Wälder nicht einen Land gehören wo sie wachsen sondern das es Planeten umspannend ist das Klima was sich gravierend ändert durch diesen Kahlschlag. Hier muss zum Wohl der Menschheit sich die UNO einschalten und nach Abmahnungen der Wald Kahlschlag Länder auch mit Entzug von Hilfsgeldern gedroht werden. Der WWF könnte hier an Schulen im Naturkunde Unterricht Vorträge halten und so einwirken auf das Bewusstsein der Menschen. Es muss den Menschen vor Augen geführt werden das unser Blauer Planet einzigartig ist ,das um uns herum das Chaos herrscht wo wir nicht leben können.Auch nicht in 500 Jahren ohne Anbindung und Versorgung durch Mutter Erde. Diese Soja Bauern sind der schlimmste Feind des Waldes. Wer von denen hält sich an das Gesetz das 30 % der Landfläche bewaldet sein muss? Keiner!!

    1. Ohh Asgard, echt jetzt, der WWF? Bitte informiere dich mal genau, denn dieser Drecksclub ist genau für die Abholzung verantwortlich, aber das kann ja nicht sein,gell?

    2. Ach je, die Erde ist mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht die einzige Wenn ich denn der Astronomie glauben darf, was ich auch tue. Wir müssen – wenn wir denn endlich mal einen Ersatz gefunden haben – nur ein paar Millionen Jahre reisen, um dorthin zu gelangen.

  5. es ist müßig einen Paraguayer daraufhin anzusprechen. Sie würden nur doof gucken und nichts verstehen, genauso wie beim Müll entsorgen

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