Paraguay: Mord begangen um Auslieferung zu unterbinden

Asunción: Erst die Autobombe, dann der Mord an Marcelo Pinheiro Veigas Anwältin Laura Casuso und nun der Mord an einer 18-Jährigen – alles um einer Auslieferung zu entkommen.

Im Falle des in Auslieferungshaft sitzenden Drogenschmugglers und Mörders Marcelo Pinheiro Veiga gibt es Neuigkeiten. Nachdem ihm für heute eine Hochzeit seiner Lebensgefährtin untersagt wurde, um seine Auslieferung nach Brasilien auszubremsen, ermordete er heute eine 18-jährige Besucherin der Haftanstalt mit einem einfachen Besteckmesser. Dass alles passiert nur, um die paraguayischen Behörden davon zu überzeugen, ihn hier anzuklagen und nicht ins Nachbarland auszuliefern.

Pinheiro Veigas neuer Anwalt Jorge Prieto, nachdem Laura Casuso anscheinend wegen fehlender Resultate ermordet wurde, erklärte, dass die Beteiligung am Verbrechen durch seinen Mandant nicht abgestritten wird. Da ihn für ein solches Verbrechen in Paraguay zwischen 30 und 40 Jahre Haft erwarten, was mehr als die 16 Jahre sind, die ihn in Brasilien erwarten, muss ihm zuerst hier der Prozess gemacht werden.

Sein Rechtsbeistand gab damit unverblümt zu, dass die 18-jährige Lidia Meza Burgos, die ihn besuchte, nur deswegen ins Gefängnis kam, damit sie umgebracht wird und er nicht ausgeliefert werden muss.

Die Tat zeigt zudem wie verzweifelt der neue Anwalt versucht sein eigenes Leben zu retten, indem er seinem Mandant Wege aufzeigt, wie der sich vor einer Auslieferung rettet.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu “Paraguay: Mord begangen um Auslieferung zu unterbinden

  1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Antworten

    Die Brasileiros muessen ja eine Heidenangst vor dem brasilianischen Knast haben.
    Weiss warum!
    Scheint nicht gerade ein Zuckerschlecken zu sein der Knast in Brasilien.

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