Paraguay: Unfreiwillig im Abseits

Asunción/Washington: Nach der gestrigen Ankündigung aus dem Weißen Haus, die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem für ein halbes Jahr auszusetzen, steht Präsident Cartes seltsam da.

Warum Paraguay in der Weltpolitik eine solche Schlüsselrolle einnehmen musste und nach den USA eine Botschaft in Jerusalem einzuweihen, ist nach wie vor ein Rätsel. Ob als Gefallen an die Trump Administration gedacht oder als Ehrdarbietung an den israelischen Staat, nun steht Cartes allein da.

Aus dem Weißen Haus wurden gestern mitgeteilt, dass die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem für 6 Monate ausgesetzt wird, da die Residenz des Botschafters ebenso in Jerusalem eingerichtet werden müsse, was aus sicherheitstechnischen Gründen noch nicht der Fall ist.

Obwohl die Trump-Regierung die Botschaft formell am 14. Mai einweihte sah auch er sich dazu gezwungen an die geltenden Gesetze zu halten, was bedeutet, dass der Botschafter David Friedman auch nach Jerusalem umziehen müsste.

Die Anordnung, die Trump am gestrigen Dienstag unterzeichnete, beinhaltet die gleiche Rechtfertigung, die auch seine drei Vorgänger anführten, aus welchem Grund man die Botschaft nicht nach Jerusalem verlegen könnte – die Notwendigkeit des Schutzes der nationalen Interessen der USA.

Die paraguayische Botschaft in Jerusalem hat mehr Symbolkraft als tatsächlichen Nutzen. Paraguayische Interessen in dem Teil der Erde zu vertreten, scheint mehr dem Engagement des Präsidenten wichtig zu sein. Für den neuen Präsidenten Mario Abdo Benítez könnte dies der Grund sein, einen ähnlichen Schritt zu wagen.

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Paraguay: Unfreiwillig im Abseits

  1. Die Russen hatten ihre Botschaft mehr als ein halbes Jahr vor den USA und Paraguay nach Jerusalem verlegt. Praguay steht jetzt also nicht allein da, mal davon abgesehen, dass die BALFOUR-Erklärung keine völkerrechtliche Geltung haben kann. Aber die ganze Welt schxxxx auf solche Nebensächlichkeiten, seit dem es Papiergeld gibt.

    1. Ich hatte Sie schon einmal nach einer verlässlichen Quelle zur Verlegung der russischen Botschaft nach Jerusalem gefragt.
      Geantwortet haben Sie nicht.
      Eine Lüge wird nicht zur Warheit, auch wenn man sie mehrmals wiederholt.
      Für wen schreiben Sie hier eigentlich?

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