Paraguayisch-taiwanesische Universität vor ernsten Problemen

Asunción: Der Bau der neuen Universität im Gelände der Olympischen Komitees geht gut voran. Bei der Auswahl der zukünftigen Studenten kam es jedoch zu unvorhergesehenen Problemen.

Die offizielle Einweihung der Bildungsstätte die taiwanesischen Standard erreichen soll, wurde noch in Präsenz von Ex-Präsident Cartes und der taiwanesischen Präsidentin Tsai Ing-wen am 14. August 2018 vorgenommen. Viele junge Menschen, die da studieren wollten, regten sich über die hohen Aufnahmestandards auf, die ein fließendes Englisch voraussetzen, da die Lehrer aus Taiwan nur Englisch sprechen werden.

„Am vergangenen Samstag machten 220 junge Menschen ihre ersten Examen, die ihren Wissenstand widerspiegeln sollen. Von 100 möglichen Punkten erreichten diese im Durchschnitt nur 30 Punkte. Der beste Postulant erreichte 60 Punkte. Die tatsächlichen Aufnahmeprüfungen finden aber erst am 25. Februar 2019 statt“, wie Carlino Velázquez gegenüber Radio 970 AM mitteilte.

Sollten die Aufnahmeprüfungen ebenso schlecht ausfallen, wird die Universität nicht genügend Studenten zusammenbekommen um Klassen bilden zu können. Um die Plätze der ersten 100 Studienplätze tatsächlich füllen zu können, bedarf es intensiver Lernarbeit für alle, die einen international anerkannten Titel anstreben wollen. Zudem sollte ihnen klar sein, dass der Aufnahmetest der Grundstock dessen ist, was auf sie zukommt.

Am 4. März 2019 soll offiziell das Studium beginnen. Wer dann dabei ist, erfährt dies nur Tage zuvor.

Wochenblatt / Radio 970 AM

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17 Kommentare zu “Paraguayisch-taiwanesische Universität vor ernsten Problemen

      1. Schrotthändler und Laienprediger kann man an der Uni nicht gebrauchen., Was für ein Segen! Es macht mir immer wieder großen Spaß, Dödel hinter dem Ofen hervorzulocken.

    1. Christian, um „wer“ zu werden, muss derjenige/diejenige jedoch „gewillt“ sein, es zu erlernen und nicht müde durchhängen!

  1. Super, endlich werden Voraussetzungen gefordert, die international erforderlich sind und nicht einer hier üblichen Vorschulbildung gleichkommen.

    1. Wird nicht viel Weizen übrigbleiben.
      Wenn eine „Lehrerin“ an der Tafel 5 Aufgaben vorrechnet und 2 davon sind falsch, woher soll denn dann der Weizen kommen?

  2. Wenn ich ein Geschäft (Unternehmen) gründen will, mache ich zuerst eine Marktanalyse.
    Hätte man vor dem Bau der Uni auch machen sollen.

    1. Genau, jetzt sind Sie mir zuvor gekommen. Aber das ist eben die Vermischung von Privat und Staat. Das wird hier wohl der Fall sein. Für die Baufirmen zählt nur der Auftrag und das Geld. Der Politico gibt es, weil es ja nicht seines ist und findet auf diese Weise wieder einen Weg etwas abzuzweigen sollte er nicht ohnehin hauptberuflich Bauunternehmer sein und nebenberuflich Politdarsteller. Daher kommt eine Marktanalyse nicht in Frage, würde sogar verhindert oder gefälscht werden.

  3. Ich kann im Artikel nicht erkennen, dass sich jemand über eine kostenintensive bauliche Fehlinvestition beklagt – auch wenn es in der Tat so werden könnte. Es handelt sich im Artikeltext wohl eher um eine miserable Fehlinvestition durch die erziehungsfremde Bildungspolitik.

  4. Oh. Ich schreibe mich dort zum Studium ein. Englisch ist kein Problem. Mein Abitur habe ich zwar schon vor 33 Jahren gemacht, aber im Kopf rechnen kann ich trotzdem schneller als die Tasten am Rechner zu tippen. Und die Studiengebühren plus Lebenshaltungskosten bringe ich für drei bis fünf Jahre gleich mit.

    Obwohl, wenn ich so nachdenke, es ist billiger, ein paar Professoren, Doktoren und Ingenieure in meiner Firma anzustellen, als alles selbst zu studieren.

  5. Doppelt verglast aus Deutschland

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    Das ist doch völliger Schwachsinn. Erstens haben die wenigsten fließend Englisch-sprechen gelernt. Also nur eine Eliteuniversität für Töchter und Söhne reicher Säcke. Ich meine damit nicht diejenigen, die den Reichtum mit Fleiß, Können und Glück erreicht haben, sondern diejenigen, die dem Steuerzahler Millionen USDollar abkorrumpiert haben und immer noch tüchtig zugreifen (irgendwohin fließen sie ja, nur nicht in Infrastruktur, Bildung oder Gesundheit).
    Aber nicht nur das. Welche Sprache versteht man besser als die Muttersprache? Ich könnte es verstehen, wenn an der Neusprachlichen Fakultät wie beispielsweise Anglistik fließend Englisch-sprechen eine Voraussetzung ist. Für dieses Studium ist ein Fist-Certificate-B2 Grundvoraussetzung.
    Ich weiß jetzt nicht was die an dieser Universität außer Indiandersprache sonst noch für Fakultäten anbieten. Jedenfalls finde ich die Grundvoraussetzung fließend Englisch-sprechen ziemlich unvernünftig, denn die Meisten müssen zuerst ein Studium in fließend Englisch-sprechen absolvieren und dann ist ihnen wahrscheinlich die Lust am Studieren längst vergangen (soviel ich weiß wird ab nächstem Jahr an hiesigen Schulen Englisch überhaupt unterrichtet. Ab der Sekundärschule, jedenfalls weiß ich aus persönlicher Erfahrung, dass bis zum heutigen Tag an der öffentlichen Sekundärschule KEIN Pflichtfach Englisch gelehrt wurde).
    Wenn man schon eine solche Elite-Uni aufstellt sollte man vielleicht zuerst eine Marktabklärung durchführen und dann wäre man darauf gekommen, dass ein Bau mit zwei Klassenzimmer es auch getan hätte.
    Ist ja nur so eine Idee von mir. Die Ömer hätten bestimmt eine Marktabklärung gemacht. Weil es schon die Griechen getan haben.

    1. Doppelt verglast aus Deutschland

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      Was ich schreiben wollte aber vergessen habe zu schreiben:
      Finde ich eine gute Idee das Studium auch Englisch abzuhalten, aber sicher nicht das ganze Studium. Einzelne Professoren könnten auf ihrem Gebiet in Englisch unterrichtet, die HAUPTUNTERRICHTSSPRACHE sollte jedoch die Muttersprache sein. Dann wäre es ein perfekte Sache.

  6. Dezember 2017:
    „Der Unterricht an der Universität wird von den besten Professoren Taiwans in Englisch gegeben. Studiengänge für Industrie-, Elektromechanik- und Informatikingenieure. Natürlich wird es auch Stipendien geben, die je nach Resultat des Aufnahmetests vergeben werden.“
    „Auf paraguayischem Boden aber nach chinesischen Regeln“
    Quelle: https://wochenblatt.cc/paraguayisch-taiwanesische-universitaet-beschlossen/
    August 2018:
    „Da diese Professoren nicht alle der spanischen Sprache mächtig sind, muss der Student fließend Englisch können.“
    „Wie immer gibt es mehr Bewerber als Studienplätze.“
    Quelle: https://wochenblatt.cc/was-steckt-hinter-der-paraguayisch-taiwanesischen-universitaet/
    Bis zur Eröffnung 2019 wird man doch 100 englisch sprechende Kandidaten aus dem Hut zaubern können, bei einer so hervorragenden Schulbildung in PY. Man ist ja schließlich Vorbild für Umweltschutz (Klimagipfel, Paris 2015) und verfügt mit IPS über die beste Versicherung des Universums (Rede 23.11.17 in CdE). Jedenfalls muss sich HC das so gedacht haben, als er die großzügige Hilfe angenommen hat. Politiker leben in ihrer eigenen Welt und verkennen die Realität, traurig ist aber so.
    Es würde mich nicht wundern, wenn sich die Bewerber beklagen weshalb denn die Professoren nicht in spanisch dozieren
    und man ihnen zumutet englisch zu büffeln.
    Den Spendern aus Taiwan wird jetzt ein Licht aufgehen, nachdem auch dort die PISA- Ergebnisse bekannt sein dürften.
    Nachdem die Chinesen die Regeln bestimmen, (vermutlich ist auch der Universitätsbau eine Spende) bleibt es interessant.
    Leichtere Aufnahmeprüfungen? Füllen der Studienplätze auch mit Ausländern?

    1. Doppelt verglast aus Deutschland

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      „Der Unterricht an der Universität wird von den besten Professoren Taiwans in Englisch gegeben.“ Das ist wieder einmal typisch entweder ein Übersetzungsfehler oder grobe Übertreibung der Politiker/Medien.
      Das müsste wohl eher heißen, dass „die besten Professoren hierzulande solche aus Taiwan“ sind. Denn so wie das im Artikel stand sieht das ja so aus als ob Taiwan ihre besten Professoren nach Paragay senden, was ich bezweifeln mag. 🙂

      1. Sie werden sich wundern was Taiwan schickt. Die Professoren Taiwans werden betrieb machen.
        Was die Pisa-Ergebnisse zeigen ist die eine Seite was, Forderungen die für Zulassung zum Studium an der Universität ist eine andere Geschichte.
        Leichtere Aufnahmeprüfungen,ja geht,nach einen Semester ist nur noch ein 25-50% da.Die Studiengebühr hat man ja im Sack!Die Ziehen alles in Englisch durch,Vogel friss oder stirb!
        Das Weltweit üblich, so wie es International wird.
        Natürlich werden sich hier die Kinder der Geldsäcke treffen die das Zahlen können.
        Das haben wir doch schon lange in Europa,Deutschland, Euroschulen,Elite Schloss Salem (https://www.schule-schloss-salem.de/)Kinder Reicher Eltern mit Service, Betreuung rund um die Uhr.Die Geldsäcke liefern das Geld , der Rest ist Beifang.Sie nehmen noch ein paar Hochbegabte Kinder aus der Unterschicht als Feigenblatt.Quotenneger!
        Das wenigstens ein paar Kinder mit Hirn da sind!

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