Paraguayischer Senat solidarisiert sich mit bolivianischem Präsident

Asunción: Auf Bitte des Senators Carlos Fillizola, wurde heute ein Projekt diskutiert und modifiziert beschlossen, welches nicht auf der Tagesordnung aufgeführt war, die Solidaritätsbekundung mit dem bolivianischem Präsidenten Evo Morales.

In dem Antrag der Frente Guasu hieß es, sich mit Boliviens Staatschef zu solidarisieren und die Entsagung der Überflugrechte durch die europäischen Staaten Portugal, Spanien, Frankreich und Italien aufs schärfste zu kritisieren. Die Senatoren der ANR und PLRA baten um die Streichung des zweiten Abschnittes womit sie nur die Solidaritätsbekundung unterstützen und ausdrücken.

Dass es zu der Billigung dieses Entwurfes kam ist ein kleines Wunder. Paraguay als schwarzes Schaf in Südamerika, Europa und USA freundlich deklariert Boliviens Präsident seine Solidarität, obwohl Morales härteste Strafen gegen Paraguay forderte als Ex Präsident Lugo abgesetzt wurde.

Boliviens Staatschef wurde auf seinem Rückflug von Moskau am letzten Dienstag der Überflug von Frankreich, Spanien, Italien und Portugal verboten, weswegen er in Wien, Österreich, notlanden musste und wo er 13 Stunden festgehalten wurde bis er seinen Weiterflug antreten konnte. Der Grund für die Entsagung und Kontrolle war der Verdacht, dass Morales Edward Snowden als blinden Passagier im Gepäck hat, ein Ex Analayst der CIA, der ein riesiges Spionage Netzwerk aufgedeckt hat und deswegen von den USA gesucht wird. Der Flüchtige befindet sich im Transitbereich des Moskauer Flughafens und stellte laut Wikileaks insgesamt 21 Asylanträge in verschiedenen Ländern. Die Chance darauf ist laut eigenen Aussagen der Staatschefs in Bolivien, Venezuela und schlussendlich Russland am größten.

(Wochenblatt / Abc)

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13 Kommentare zu “Paraguayischer Senat solidarisiert sich mit bolivianischem Präsident

  1. Stellt sich doch die Frage, was die deutschen Geheimdienste eigentlich gemacht haben als ganz Europa von den Amis ausspioniert wurde.
    Geschlafen? mitgemacht?? oder hatten keine Zeit, weil sie zu sehr mit der Gesinnungsschnüffelei gegen die eigene Bevölkerung zu tun haben.

  2. und die armen deutschen politiker wussten natürlich von nichts, ist schon klar, allen voran die liebe frau hosenanzug merkel. diese schmierentheater ist einfach nur ekelhaft, aber leider nichts neues.

  3. Das fängt ja gut an im neuen Senat. Die haben nichts besseres zu tun als Solidaritätserklärungen abzugeben. Morales war, wie im Artikel richtig zu lesen ist, einer derjenigen die ständig auf Paraguay herum gehackt haben. Und jetzt solidarisieren sie sich mit ihm. Aber so ist die Politik im Land. Ein Affentheater und nicht mehr.

    1. Hier geht es doch um zwei ganz unterschiedliche Dinge.
      Bolivien und die Suspendierung Paraguays auf der einen Seite und einen Angriff auf die Staatshoheit (es war schließlich das offizielle Flugzeug eines Staatsoberhauptes) andererseits.
      Aber die ganze Aktion hat auch eine gute Seite. Vielleicht begreifen jetzt endlich die ganzen Gutmenschen in Europa, dass sie lediglich Marionetten sind, an dünnen Fädchen, die von den USA gesteuert werden.

  4. lieber Asuncioner, es nicht mehr als richtig, dass sich die Politiker in der ganzen Welt mit Herrn Morales solidarisch erklären. Die Amerikaner und Europäer brechen internationales Recht und zwingen die Maschine des bolivianischen Präsidenten zu einer Zwischenlandung in Wien. Es werden dem Mann die Überflugrechte über Spanien und Portugal entzogen und so sein Leben gefährdet. Ein einmaliger Vorgang. Würde das mit der Präsidentenmaschine Obamas über einem passenden Land geschehen sein, dann wäre dessen Hauptstadt wahrscheinlich binnen weniger Stunden mit einem Bombenteppich belegt worden. Aber es gibt eben Unterschiede wer was macht und wer was machen darf.

  5. Mein lieber Namensvetter, Du hast natürlich prinzipiell recht. Aber in diesem Fall sehe ich es ein bisschen anders. Als man Paraguay vom Merco-Sur ausgeschlossen hat, solidarisierte sich niemand mit Paraguay. Im Gegenteil. Bolivien war eines der Länder das härtere Sanktionen gegenüber Paraguay forderte. Warum sollte sich jetzt Paraguay mit Bolivien solidarisieren frage ich mich.

    Vielleicht war es deshalb um guten Willen für die Zukunft zu signalisieren.

    Das Leben von Morales war nie gefährdet. Österreich ist wie immer seiner Rolle als Vermittler nachgekommen und hat versucht das Beste aus der Situation zu machen.

    Nun noch ein Wort zu Ihren Kommentaren. Ich finde sie immer als eine interessante Ergänzung zu den verschiedenen Diskussionen. Das Einzige was mich manchmal daran stört, dass sie etwas zu lange geraten.

      1. Ja da haben Sie vollkommen recht. Also es stört mich überhaupt nicht und ich wünsche mir für die Zukunft doppelt solange Kommentare. Und wen nun jemanden das wiederum stört, dann verweise ich auf mein vorheriges Post.

        1. Lieber Asuncioner, sie sollten in die Politik gehen. Sie arbeiten nämlich bereits nach deren Prinzipien. Diese Prinzipien bringt ein Zitat auf den Punkt, das man dem ersten Bundeskanzler der BRD Konrad Adenauer zuspricht:„Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“.

          1. Ich denke mal, alle sollten hier so weiterposten wie bisher – man will ja schließlich auch Spaß haben beim Lesen und nicht nur verbitterte oder weinerliche Meinungen lesen. Wenn ich das will, kann ich mir die Presse aus DACH reinziehen – da wird mir schon schlecht genug.

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