Paraguays Prostituierte bitten um Rentenanspruch

Asunción: Schon aus dem alten Pompeji bekannt ist das Gewerbe auf dem Vormarsch, besonders wenn es um die Rechte und nicht die Pflichten geht. Die Prostituierten schlugen dem Kongress der Republik Paraguay vor ein Gesetz zu verabschieden, womit auch sie Ansprüche auf eine Altersrente haben.

Die Initiative wurde laut der Tageszeitung La Nación von der Vereinigung der Hoffnung (Unes), geboren in 2004 vorangetrieben, deren Mitglieder heute vor dem Heldenpantheon eine Demonstration abhielten. In Übereinstimmung war gestern der Tag der Prostituierten.

Ventura Cabañas, Sprecherin der Vereinigung erklärte, dass sie jetzt die Initiative aus 2010 wiederbeleben, welche unter der Regierung von Ex Bischof Fernando Lugo zum Stillstand kam.

Der Gesetzesvorschlag versucht die Arbeiterinnen als legal zu klassifizieren und zusammenhängend damit ihnen Rentenansprüche zu garantieren, wie jeder andere Arbeiter auch.

„Zuerst ist die legale Anerkennung wichtig, ähnlich wie in Deutschland und dann die Rente“, sagte die Aktivistin bei einem Radiointerview.

Derzeit sind in dem Bereich rund 1.600 bis 1.800 Paraguayerinnen in Bordells tätig in den Provinzen Asunción, Alto Paraná, Amambay, Central, Coronel Oviedo, Caaguazú und Itapúa. In der besagten Vereinigung sind jedoch nur 260 registriert. Die Einhaltung der Arbeitsrechte sind der Vereinigung ebenso wichtig.

Der internationale Tag der Huren bzw. Prostituierten wurde am 2. Juni 1975 nach einem Streik in Frankreich anerkannt. Damals protestierten rund 150 Frauen gegen Polizeibrutalität in Saint Nizier. Die Polizei tat ihr Möglichstes um die Prostituierten zu vertreiben. In dieser Epoche erhielten die Frauen zum ersten Mal weltweit öffentlich Rückenhalt mit Rechten.

(Wochenblatt / La Nación)

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11 Kommentare zu “Paraguays Prostituierte bitten um Rentenanspruch

      1. Naja, Man bzw. Frau muss wenigstens verschiedene Stellungen beherrschen und wissen welche der jeweilige Typ von Freier mag oder möchte ohne nach zufragen. Sich dies alles zu merken ohne Hochschulabschluss wird schon schwierig. Meine Meinung, Welt weit, sollte diese Berufs branche Ihren Zuhältern mal richtig an die E… fassen und alles aus denen rausholen. Dann können Sie bestimmt nicht schlecht leben. Dann ist bestimmt auch ne Rentenversicherung drin.

      2. Wenn die europäischen „Tussis“, wohlgenährt und gelangweilt bis zum „geht nicht mehr“ soviel Hirn hätten wie ihre Testostronabbauenden paraguyischen Geschlechtsgenossinnen, DANN wäre das Thema Prostitution gestorben.
        ABER, solange eure europäischen Männer lieber zur Hure gehen, einer Frau die sich vielen verkauft, anstatt zu Haus zu bleiben, bei der Hure die sich einmal verkauft hat, solange sollten diese Frauen ein Recht auf die Früchte ihrer geleisteten Arbeit an euren fetten Ehegespons haben.

      1. Meinst das daß funktioniert? Mit 12 oder 13 Jahren schon Lehrer sein? Glaube Deine Rechnung stimmt nicht ganz. Aber vom Prinzip gebe ich Dir recht, ist halt Beamtentum. Ist wie in DE wenn man arbeit sucht, nicht älter als 25, aber 25 Jahre Berufserfahrung.

        1. Sorry, war unklar ausgedrückt. Ich meine natürlich mit „sie arbeiten 25 Jahre“ die Prostituierten und nicht die Lehrer. Die Lehrer können freilich noch nicht mit 12 oder 13 ihren Dienst hier beginnen, brauchen noch etwas Ausbildung – wobei das Niveau der Lehrer oftmals auf dem Stand von intelligenten 12- bis 13-jährigen aus DACH ist.

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