Parlamentarier gesteht Anklage ein weigert sich jedoch gegen unterlassene Hilfeleistung

Asunción: Tomás Bittar, der eben gewählte Mercosur Parlamentarier der ANR gestand heute ein wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt zu sein jedoch nach seinen Maßstäben zu unrecht. Laut seiner Auffassung war er auf der Hauptstraße und erlitt beim Zusammenstoß mit Rodney Ucedo einen Schock weswegen er direkt nach Hause fuhr. Das Öffnen der Airbags verhinderte schlimmere Verletzungen.

Tatsächlich geht es hier nicht um die Frage wer Vorfahrt hat oder nicht sondern ob man sich ohne um den anderen zu kümmern vom Unfallort flieht. Dier Fakt wird jedoch bei ihm ausgeblendet. Ebenso wenig meldete er sich bei dem Opfer welches nach wie vor auf der Intensivstation des Notfallkrankenhauses Emergencias Medicas liegt.

Bittar fuhr am letzten Donnerstag um 22.30 Uhr mit etwa 50 km/h auf der Avenida Sacramento und Dr. Peña mit seinem Toyota Landcruiser als Ucedo mit seinem Chevrolet Corsa auf die Hauptstraße einfährt. „Ich konnte nicht mehr bremsen, ein trauriger Unfall“, sagte er. Trotz der Airbags erlitt er einige Prellungen, was auf einen fehlenden Sicherheitsgurt hinweist. Der Unfall ereignete sich nur vier Blocks von seinem zu Hause entfernt weswegen er sich entschied dahin zu fahren. Die Stoßstange samt Nummernschild blieb am Unfallort. Die Polizei machte den Eigentümer anhand des Kennzeichens ausfindig.

Nach dem Unfall wurde Bittar von der Staatsanwältin Teresa Ruiz Díaz wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt. In diesem Sinn erkennt er die Anklage an weigert sich jedoch die Tat einzugestehen.

„Nur weil ich Politiker bin wird der Unfall so aufgebauscht. E war ein ganz normaler Unfall. Wie viel Menschen sterben jeden Tag bei Unfällen und niemand nennt die Täter öffentlich“, sagte Bittar.

Schlussendlich wünschte er keinem in solch eine Situation zu kommen.

(Wochenblatt / Última Hora)

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3 Kommentare zu “Parlamentarier gesteht Anklage ein weigert sich jedoch gegen unterlassene Hilfeleistung

  1. Es wird sich nichts ändern……….stimmt.
    Dazu müssten die Paraguayos erstmals „Unrechtsbewustsein“ entwickeln.
    Aber wie gesagt, das wird sich in vielen, vielen Jahren so nicht ändern. Bei dem desaströsen Zustand der Schul-und Erwachsenenbildung wohl nie.
    „Oh Herr, lass Hirn regnen!“

  2. In diesem Fall geht es nämlich um ganz was anderes, was den Unterschied zwischen einem Politiker und einem normal Sterblichen ausmacht.

    Die Staatsanwältin Teresa Ruiz Díaz hat beim Fahrer keinen Alkoholtest gemacht. Ansonsten hätte möglicherweise die Anklage ganz anders gelautet, sehr zum Nachteil des Angeklagten. Warum hat sie das nicht getan? Weil ein Bekannter Politiker der Madame zu diesem Posten verholfen hat. So einfach ist das. Und eine Krähe kratzt der anderen kein Auge aus. So hat sie ihn möglicherweise den Kopf aus der Schlinge befreit.

    Der Unfalllenker hat sich angeblich bereit erklärt alle Kosten zu übernehmen und den Verletzten in ein Privatkrankenhaus verlegen zu lassen. Ebenso dürfte der Politiker nicht Schuld am Unfall gewesen sein.

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