Pavão Verstrickungen kommen an die Öffentlichkeit

Jarvis Chimenes Pavão hat noch ein Hühnchen mit der Regierung zu rupfen. Zum einen wurde seine Gefängniszelle allen bekannt, samt Zwangsverlegung, und zum anderen galt es Leute zu stoppen, die seine Auslieferung vorantrieben.

Als Drogenbaron hinter Gittern in Südamerika ist man es anscheinend gewöhnt, zu bekommen was man will. Als diese Privilegien aufhörten zu existieren und ihm eine Zelle im Hochsicherheitsgefängnis Agrupacion Especializada zuteil wurde, drehte Pavão durch.

Er habe die Liquidierung derer angeordnet, die die Information über die VIP Zelle an die Öffentlichkeit durchsickern hätten. Insgesamt 5 Wärter kamen dafür in Frage. Einer von ihnen wurde vergangene Woche ermordet. Die Polizei und Staatsanwaltschaft hat zwei Brüder verhaftet, die das Attentat auf den Wärter sowie seinen Sohn in Lambaré ausgeführt haben. Ein dritter, noch auf der Flucht befindlicher Bruder, wurde eben erst aus Tacumbú entlassen, wo er sich bis zum Bodyguard von Pavão hochgearbeitet hatte und sogar Mitglied der Gruppe PCC wurde. Nach seiner Entlassung soll er den Befahl von Pavão erhalten haben die Wärter zu erledigen. Augenzeugen bestätigten, dass im Grundstück der Gebrüder die gestohlenen Fahrzeuge zum fraglichen Zeitraum standen, die für das Attentat genutzt wurden. Der flüchtige Ex-Insasse soll sich im Chaco aufhalten, Grund weswegen die Polizei einige Zivilfahnder dahin entsendete.

Die Meldungen, dass Pavão ein Kopfgeld von 5 Millionen US-Dollar auf Präsident Horacio Cartes ausgesetzt hat, passt gut in dieses Schema, erklärte Innenminister Francisco De Vargas, der auch von der Drohung betroffen sein könnte. Laut Kongresspräsident Robert Acevedo war Jorge Rafaat, der vor wenigen Wochen ermordet wurde, darauf aus, die Auslieferung von Pavão nach Brasilien zu beschleunigen. Obwohl er kein politisches Amt innehatte, sah er sich selbst schon fast als Regierungsmitglied an und hatte wohl seine Kontakte um die Auslieferung vorangetrieben.

Da nach der Ermordung Rafaats die Gefahr der Auslieferung immer noch nicht gebannt ist und das Leben außerhalb der VIP Zelle nur schwer erträglich ist, soll er das Kopfgeld ausgesetzt haben, um der Sache ein Ende zu bereiten.

Der Dynamitfund in Tacumbú, bei dem die Lunte nur 10 Sekunden vor der Explosion von einem Wärter ausgemacht wurde, sollte für Verwirrung sorgen, wenn eine Massenflucht die Regierung bloß stellt. Letztendlich war dies der Auslöser für die Veröffentlichung der VIP Zelle.

Auch wenn einige diese Anschuldigungen nur unbewiesene Thesen darstellen oder dem keinen Glauben schenken, ist anscheinend mehr dran, als man wahr haben will. Mit Geld, und das weiß jeder hier, kann man alles bewegen.

Die paraguayische Staatsanwaltschaft hat jedoch Vorkehrungen getroffen und auch der Präsident selber, dessen Kinder im Ausland ebenso in Gefahr sind, scheint besser als normal bewacht zu werden.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Pavão Verstrickungen kommen an die Öffentlichkeit

  1. Stellt Euch nicht so Dämlich an Ihr Beamten:
    1.Sr.Jarvis Chimenes Pavão möchte Ausgeliefert werden, macht es! Dann seit Ihr den Abschaum Los!
    2.Macht es bei JEDEN Drogenbaron und Bandenkriminellen, außer politische Kriminelle.
    3.Auslieferung der Drogenbarone u.a. bevorzugt in die VSA.
    In den VSA gibt es für die Vögel wirklich gute Gefängnisse und Zellen die Ausbruchsicher und in gewissserweise angemessen sind. Die Krimínellen wissen das zu Schätzen!

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