Pfandleiher leben gefährlich

Capitán Bado: Robustiano Pereira (66), wurde gestern Morgen in seinem Pfandhaus in Capitán Bado erschossen, offenbar im Auftrag eines jungen Mannes, der ihn zuvor betrogen hatte.

Der tödliche Anschlag wurde von zwei Auftragsmördern verübt, die mit einem Motorrad zu dem Ort kamen. Einer von ihnen stieg vom Motorrad ab, griff das Opfer an und flüchtete dann mit seinem Komplizen.

Die Polizei des 4. Polizeireviers von Capitán Bado nahm später den mutmaßlichen Auftraggeber, Leandro López Suárez (20), nach einer Reihe von Verfahren fest.

Hauptkommissar Ramón López Balbuena erklärte, dass Robustiano Pereira wenige Tage vor seinem Tod ein Haus von Leandro verpfändet bekam, dem er 60 Millionen Guaranies für die Immobilie gab.

Als sie jedoch zur Stadtverwaltung von Capitán Bado gingen, um die Übertragung vorzunehmen, gab der junge Mann, der sich jetzt in Haft befindet, den Katasterauszug eines unbebauten Grundstücks im Wert von 15 Millionen Guaranies an.

Als Pereira merkte, dass er betrogen wurde, beschwerte er sich bei Leandro, der offenbar versprach, ihm das erhaltene Geld zurückzugeben, aber gerade jetzt starb der Gläubiger auf gewaltsame Weise.

Wochenblatt / Abc Color

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Europakongress

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5 Kommentare zu “Pfandleiher leben gefährlich

  1. Mir scheint, in Paraguay ist ein Leben nicht viel Wert. Schon aus banalen Gründen wird man dieses ganz schnell los. Auch habe ich den Eindruck, daß das in den letzten Jahren immer schlimmer wird.

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    1. Die Gesellschaft in Paraguay verrohrt zunehmend. Lug und Betrug gabs schon immer, jetzt gibt es immer mehr harte Drogen im Umlauf. Dazu die Totalverblödung durch Fernsehen und Social Media. Viel mehr Geld ist im Umlauf und daran gehen die Leute auch kaputt. Immer mehr, mehr, mehr haben.

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    1. Die Auftragskiller sind billig stimmt.Die Qualität stimmt nicht.Deshalb werden meisten erwischt.Anders gesehen nach ein paar Jahren mit freier Kost und Logie er wieder raus. Qualität kostet auch hier Geld.

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      1. Ist schon etwas makaber von “Qualität” bei Auftragsmördern zu sprechen.
        Ich könnte mir vorstellen: Bei einem “Billigen” aus einer Villa, der macht das für 100.000 Gs, nur muss man bestimmt die Mordwaffe noch dem zur Verfügung stellen. Und bei einem Profi muss man wahrscheinlich fünfstellige Dollarbeträge zahlen und der machts mit einem Scharfschützengewehr aus 100 m Entfernung ohne Spuren zu hinterlassen.
        Aber vielleicht guck ich zu viele Filme. Trotzdem glaub ich, dass die Elite Paraguays solche “Profis” in der Telefonliste stehen hat. Paraguay ist auf dem besten Wege zu mexikanischen Verhältnissen, wo Sicario ein Beruf ist.

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