Pisa-Studie: Schwerpunkt auf Mathematik und Spanisch gelegt

Asunción: Aufgrund der Ergebnisse der Pisa-Studie wird das Bildungsministerium in allen Schulen des Landes innovative Unterrichtsmethoden in den Fächern Spanisch und Mathematik umsetzen, nachdem in diesen Fächern erhebliche Defizite festgestellt worden sind.

Die letzten Tests, die im Rahmen des Nationalen Systems zur Bewertung des Bildungsprozesses (Snepe) und des Bewertungssystems Pisa – D durchgeführt wurden, ergaben, dass die paraguayischen Schüler nur wenig Spanisch und Mathematik lernen.

Mit der Absicht, die Qualität der Bildung zu verbessern, werde das Ministerium für Bildung und Wissenschaften (MEC) ab diesem Jahr in allen Schulen des Landes zwei Instrumente anwenden, die als Pilotprogramme erfolgreich waren, erklärte der Generaldirektor für die Grundschulen vom MEC, Guido Barrios. „Zum ersten Mal werden wir mit wichtigen pädagogischen Innovationen an allen offiziellen Schulen des Landes ankommen“, sagte er.

Laut Barrios werden in diesem Jahr alle Kinder und Lehrer in der Grundschule mit den Pilotprogrammen unterrichten, zuerst in Limpio, dann in den Departements Caazapá, Misiones und weiter in Central und der Metropolregion. Dieses Tool schlägt vor, je nach Inhalt der Bücher, didaktische Aktivitäten einfließen zu lassen. Nachdem die Schüler beispielsweise ein Rezept für die Herstellung von Chipa gelesen hat, schlägt das Konzept die Zubereitung von dem Gericht im Unterricht vor.

„Der Lehrer muss innovativ sein, es gibt keinen anderen Weg“, sagte Barrios. Er erklärte, dass seit gestern Kits verteilt werden, die einen Lehrplan, Bücher und Broschüren für Schüler enthalten. Das MEC möchte mit Broschüren 100.700 Schüler und mit den Unterrichtsmaterialien 8.000 Lehrer erreichen. Der Plan wird schrittweise umgesetzt und sollte im nächsten Jahr bereits die Mittelschule umfassen.

Um die Mathematik zu stärken, wird in diesem Jahr die Strategie “Mapara“ oder “Paraguay Mathematics“ in der ersten bis sechsten Klasse der Grundschule umgesetzt. Dieses Modell, das eine japanische Methodik für eine bessere inhaltliche Planung und Strukturierung vorschlägt, wurde hauptsächlich in den Schulen des Departements Cordillera erfolgreich angewendet und deckte dann Caazapá und Misiones ab. In der Pilotphase wurde es von der Internationalen Agentur für Kooperation aus Japan (JICA) unterstützt.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Pisa-Studie: Schwerpunkt auf Mathematik und Spanisch gelegt

  1. Bravo. Das MEC wird ab diesem Jahr in ALLEN Schulen des Landes zwei Instrumente anwenden. In den Jahren zuvor war das ja so, dass die sechs Lehrer der Schüler – die an den Pizza-Studien teilgenommen hatten – ausfindig gemacht und zu Nachhilfeunterricht verdonnert wurden. Wie der Mister vom MEC selbst zugibt: „Zum ersten Mal werden wir mit wichtigen pädagogischen Innovationen an allen offiziellen Schulen des Landes ankommen“. Phänomenal.
    Nun gut. Ich als Mister würde ja noch unterscheiden, zwischen einem Erstklässler oder einem Sechstklässler, indem ich die innovative Mathematik stellen würde 200g Mehl und 2 dl Milch zu summieren. Das gibt glaubs 200,2 g Mehlmilch, wenn ich mich noch recht an meine Schulzeit erinnere. Will heißen: Für die erste Klasse – ja ganz ok. Für die Sechstklässler würde ich als Mister jedoch die Schraube etwas anziehen und schon die Aufgabe stellen Birnen und Äpfel zusammen zu zählen.

  2. Von Japanern kann man heutzutage nur noch eines lernen: Das Land von Schmutzfüßen frei zu halten.

    Ich war 1991 in Japan und habe als erstes in Osaka die leer stehenden Hochhäuser bemerkt. Ich fragte meine <frsu, warum da kein Licht brennen würde. Sie sagte: "Ist noch nicht vermietet."

    Mein Sohn war für ein Jahr in Japan. Das ist jetzt weit über fünf Jahre her. Er war in der 9. Klasse und total unterfordert, obwohl er (noch kein Wort) Japanisch sprach. Das war in Mathematik, weil sie da so etwas wie Haushaltsrechnen übten, also Zahlenkolonnen mit Stift und Papier addierten …

    Was will man heute von Japanern lernen? Jeder weiß nur, was zu tun ist, aber Zusammenhänge begreifen, das kann kaum noch ein Japaner.

    Aber da das Land sauber ist (frei von Unkulturen), werden sie es bald wieder können.

    Deshalb habe ich mehr Angst um Deutschland. Aber auch um Paraguay, weil in beiden Ländern alles verseucht wird …

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