Plastiktüten: In Supermärkten ging der Gebrauch um 40 % zurück

Asunción: Langsam aber sicher scheint das neue Gesetz zu greifen, das vor allem gegen die Verwendung von Plastiktüten erlassen wurde. Deren Gebrauch in Supermärkten ging seit der Einführung um 40 % zurück.

Das Ministerium für Industrie und Handel (MIC) berichtete, dass die Verwendung von Plastiktüten in Supermärkten um 40 % zurückgegangen ist. Dies nach der Umsetzung eines Gesetzes, das den Verbrauch von Einweg-Polyethylenbeuteln regelt.

„Wir wollen einerseits den Verbrauch von Kunststoff reduzieren und andererseits den Industriesektor nicht beeinträchtigen. Die Betriebe aus dem Bereich sollen sich zertifizieren lassen und können dann aufgrund ihres guten Recyclingsystems weiterhin umweltfreundlichere Produkte verkaufen”, erklärte Pedro Mancuello, Vizeminister für Handel und Dienstleistungen.

„Wir stehen bereits mit anderen wichtigen Kammern, wie Apotheken, in Kontakt und werden uns dann sukzessive in andere Sektoren bewegen, damit wir am 31. Dezember nicht nur uneingeschränkt, sondern auf allen Ebenen das Anti-Plastiktüten-Gesetz einhalten können“, sagte Vizeminister Mancuello weiter.

Alberto Sborovsky, Präsident der paraguayischen Supermarktkammer (Capasu), wies seinerseits darauf hin, dass die Menschen die Tüten wiederverwenden.
„Wir nutzen auch Kartons, die wir den Menschen kostenlos zur Verfügung stellen und andere tragen die kleinsten Einkäufe in der Hand oder in einem Rucksack nach Hause“, erklärte er.

In diesem Sinne sagte Sborovsky auch, dass in Asunción an einigen Stellen der Rückgang bei dem Gebrauch der Plastiktüten 60 % erreiche, während er an manchen Orten nur knapp 30 % betrage.

„Wenn man alle Mengen und Durchschnittswerte hinzuzählt, haben wir einen Rückgang der Nutzung von Plastiktüten in unserer Branche um 40%”, sagte der Präsident von Capasu abschließend.

Wochenblatt / Hoy / Prensa 5

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4 Kommentare zu “Plastiktüten: In Supermärkten ging der Gebrauch um 40 % zurück

  1. Kleinere Plastiksäcke werden nach wie vor grati abgegeben. ZB. Farmacias, Ferreterias etc. Nein, gar einem nach wie vor nachgeworfen. Muss alles ne Tüte drum haben. Nach wie vor. Und ja, auch ich fahre mit dem Auto nun extra 3x täglich anstatt zwei Mal die Woche zum Super, um den Einkauf ohne Tüte nach Hause zu tragen. So schlau zum Sparen bin ich denn auch wieder. Dadurch spare ich jedes Mal Mil an Einkaufstüten. Sogar das Müllabfackeln meiner Nachbarn hat stark gebessert, seit sie versuchen ihre leeren Bierbücksen ohne Tüten-Brandbeschleuniger anzufackeln. Sind glaube ich immer noch am ersten Haufen am Üben.

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  2. Wir nehmen grundsätzlich unsere Rucksäcke mit. Für Obst und Gemüse haben wir uns die Netze von Re•Usable geholt und auch sonst versuchen wir die früheren Tüten für Fleisch und gekühlte Ware mitzunehmen. En Grano kaufen wir so gut wie gar nichts mehr.
     
    Im Superseis bei uns werden pro Plastiktüte 200,00 PYG berechnet. Im Herrero 500,00 PYG und im Super Dos sind es 1.000,00 PYG. Da müsste die Regierung m.M.n. eingreifen. Es wurde erst vor wenigen Tagen wieder berichtet, dass es überall 200,00 PYG sein sollten. Superseis verlangte ja auch schon vor der Gesetzesänderung 200,00 PYG pro Tüte.

  3. Wer nicht für eine Plastiktüte bezahlen will, kann doch Taschen selber mit bringen.
    Wo ist das Problem?
    In Deutschland kosteten die Plastiktüten schon vor 20 Jahren etwas. Ich weiss allerdings nicht mehr wieviel, es ist zu lange her.
    Dort brachten die Kunden entweder Taschen selber mit oder luden ihren Einkauf ohne Plastiktüten ins Auto.

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