Plastiktüten sollen verschwinden

Das von der Legislative verabschiedete Gesetz 5.414 schreibt vor, dass Plastiktüten aus den Geschäften verschwinden sollen und durch andere biologische abbaubare Materialien ersetzt werden.

Der ehemalige Leiter der paraguayischen Kammer für die Kunststoffindustrie, Rudy Wattiez, kritisierte die Regelung, denn eine gründliche Studie zu dem Thema sei nicht durchgeführt worden und Unternehmen in der Kunststoffindustrie, die viele Menschen beschäftigt, werden belastet. Juan Antonio Grutter, von dem gleichnamigen Unternehmen, sagte, es gibt kein anderes Material, das Kunststoff mit der gleichen Effizienz ersetzen kann.

„Es gibt viele Gesetze die verabschiedet werden, woher die Ideen stammen wissen wir oftmals nicht. Plastik ist ein sauberes Material für alle Waren, wie zum Beispiel Reinigungsmittel, Lebensmittel, Getränke, Gemüse und weitere Produkte, die dabei hervorragend kombinieren“, sagte er.

Grutter argumentierte weiter, dass andere Materialien nicht die Konsistenz oder die Einfachheit von Polyethylen aufweisen. „Kartons eignen sich nur bedingt und sind nicht bequem für die Kunden. Papiertüten sind für kalte Produkte wie Fleisch oder Getränke nicht geeignet, da sie in kurzer Zeit reißen, das ist für die Klienten unangenehm“, sagte er.

Das Gesetz sieht vor, dass Einzelhändler und Supermärkte im Laufe eines Jahres Regelungen einführen müssen, die Kunststofftüten ersetzen, nach zwei Jahren müssen diese ganz verschwunden sein. Im Falle von Verstößen, nach Ablauf der Übergangszeit, drohen Geldbußen in Höhe von bis zu 35 Millionen Guaranies.

Quelle: La Nación

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8 Kommentare zu “Plastiktüten sollen verschwinden

  1. Es wär schon ein Fortschritt, wenn diese Tüten mehrmals benutzt werden würden, oder? Aber im Laden bekommt man selbst auf die Bitte, keine Tüte zu geben, mehrere aufgedrängt, da kann man noch so lamentieren 😉

    1. Stimmt, gerade gestern haben Sie mir wieder Plastikflaschen mit Tragegriff zusaetzlich noch sinnlos in Plastiktueten eingepackt. Dafuer stopfen sie blutiges, undicht abgepacktes Fleisch gerne zu anderen Sachen oder tropfendes Haehnchen zu Kaese. Da kommt Freude auf wen man Zuhause den Camembert gleich wieder wegwerfen kann, falls man keine Salmonellenvergiftung will.

      Find ich gut wen dieses Gesetz durchkommt ! Man koennte aber auch eine Gebuehr pro Sack verlangen, das motiviert die Mehrfachverwendung oder es gibt auch plastikaehnliche, biologisch abbaubare Stoffe…wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

  2. Ich erinnere mich das man in Deutschland z. B. in der Supermarkt-Kette MARKTKAUF sehr grosse und stabile Papiertueten bekam die auch mehrfach wiederverwertet werden konnten oder sogar als Muelleiner-Tueten nuetzlich war. Ich koennte mich mit einer solchen stabilen Art von Papiertuete durchaus anfreunden

  3. Nein, die Tüten sollen nicht verschwinden, die sollten eher eine bessere Qualität benutzen, denn die mit Löchern kann ich nicht mehr für den Mülleimer benutzen und muss welche dazu kaufen.

    1. Tia malo,
      auch ich nutze die Tüten, die nicht unterwegs schon kaputt gehen, gern als Mülltüten.Sie haben auch genau die richtige Größe dafür.
      Andererseits werden sie auf diese Weise genau 2 x genutzt, um dann letztendlich in den Ozeanen zu landen. Da sie nicht biologisch abbbaubar sind, bilden sie in den Meeren zusammen mit anderem Plasitkmüll inzwischen quadratkilometergroße Klumpen und Teppiche. Diese werden jedes Jahr immer größer und die Meerestiere fressen den Dreck und gehen daran qaulvoll ein oder verfangen sich darin..

      Schauen Sie doch auch mal hier in die Bäche, die so hübsch mit den den zerrissenen Tüten verziert sind – das ist ja auch nicht gerade ansprechend.

      Ich möchte hier wirklich keine deutschen Verhältnisse, wegen derer bin ich aus Deutschland weg. Wir können aber unsere Umwelt auf die Dauer nicht auf diese Art und Weise weiterhin belasten. Es wäre also schon sinnvoll, eine andere Lösung anzustreben. Eine Übergangslösung wären eventuell Papiertüten für Trockenware und Plastiktüten gegen Gebühr für Kühlware, die unterwegs anfängt zu schwitzen.

      Man könnte natürlich auch mit eigenen Stofftaschen oder Körben zum einkaufen gehen, jedoch darf man die dann nicht zuhause vergessen und könnte keine Spontankäufe mehr machen. Wie unbequem….. 🙂

      1. wir nehmen die Plastikbeutel auch ein Gefrierbeutel z. B. fuer Hundefutter und die werden ausgspuelt und mehrfach benutzt…bis sie wirklich kaputt sind. Ich fand die stabilen Papiertueten in DE, die gabs da uebrigens kostenlos, immer klasse. Hier in PY habe ich fuer Spontankaeufe immer eine mittelgrosse Kuehltasche im Auto und fuer Grosseinkaeufe nehmen wir eben eine grosse Kuehlbox. Ansonsten wird hier geaast mit Beuteln. Meiner Limpiadora hab ich abgewoehnt immer gleich den ganzen Beutel aus den Muelleimern oder Papierkoerben zu nehmen, wenn da nur ein paar Schnipsel Papier oder anderes trocknes Zeug drin ist kann man das auch ausschuetten und den Beutel drinlassen und weiterverwerten. Ich verstecke hier schon die Plastiktueten…… Nein, ich moechte nicht mit einem Koerbchen einkaufen gehen und bin auch nicht der grosse Umweltaktivist…..aber wir haben nur eine Welt und hier auch noch einen schon vergifteten See vor der Tuer. Wir koennen auch alles kaputt machen. Die Natur braucht uns nicht……wir brauchen die Natur!!!

  4. Esther & Unica, ich lasse mich gerne überzeugen, nur müsst ihr die Paraguayer überzeugen, nicht mich. Im Moment redet ihr nur von den Kassentüten und was ist mit den Tüten beim Fleisch, beim Gemüse oder Käse/Wurst? Und die anderen Verpackungen wie Nudeln, Eingefrorenes, etc. Der Weg ist lang und ich habe die Befürchtung er wird nicht enden, auf jeden Fall nicht in den nächsten Jahren.

    1. Für Fleisch-Käse- und Wurstwaren könnte man seine eigenen Behältnisse mitbringen. Die Waage wird auf mit dem Behältnis auf 0,00 gestellt und erst dann befüllt. So mache ich das immer beim Eis, weil ich keine Styroporbehältnisse haben möchte. Das klappt hervorragend, denn die Verkäufer sind sehr freundlich und hilfsbereit – auch bei Sonderwünschen :-).
      Für Alles wird sich so schnell keine Lösung finden, denn Vieles wird ja schon vom Hersteller so verpackt, dass man es nur mit Geduld, Werkzeug, brachialer Gewalt oder Allem zusammen auspacken kann.
      Trotzdem würde das komplette Verschinden der Tragetüten die Umwelt deutlich entlasten.
      Müßten die Paraguayer für eben diese Tüten an der Kasse etwas bezahlen, wäre sie vermutlich relativ schnell überuegt 😉

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