Platz für ein Hotel gemacht

Encarnación: Während Beschützer alter Bauten in der Perle des Südens sowie das Kultursekretariat auf die Barrikaden gingen, um die Zerstörung eines alten Schornsteins zu verhindern der zu einer ehemaligen Brauerei gehörte, billigte die Stadtverwaltung den Rückbau, um Platz für ein neuen Hotel mit 70 Zimmern zu machen. Die Stadt Encarnación deklarierte die Ex Brauerei und Sodafabrik Oreggioni nicht zum historischen Erbe, weswegen auch das staatlichen Kultursekretariat nur einen temporären Rückbaustopp erwirken konnte.

Der Eigentümer des Grundstücks auf dem der antike Ziegelschornstein steht ist Daniel Cristaldo, dem auch das in der nähe liegende Hotel De la Costa gehört. Er bestätigte alle notwendigen Genehmigungen zu besitzen um ein weiteres Hotel an dem Ort zu konstruieren. Er fordert zudem die Kritiker auf ihm den Wert des Grundstücks zu zahlen, um den Schornstein vor dem Rückbau zu bewahren. Das Bauland hat einen Wert von 3 Millionen US-Dollar. Cristaldo erklärte zudem, dass der Schornstein ungünstig in der Mitte des Grundstücks steht und es keine Ausweichmöglichkeit gebe.

Der besagte Schornstein war Teil der Cervecería Encarnación, Eigentum von der Compañía Mercantil & Transporte Domingo Barthe SA. Später wurde sie an Julio Oreggioni, einen Nachkommen italienischer Einwanderer, verkauft und produzierte ab 1900 kohlensäurehaltige Limonaden und Eis zum kühlen her. Später wurde unter den Erben alles verkauft und aufgeteilt.

Encarnación bekam durch die Pegelerhöhung im Wasserkraftwerk Yacyretá schon ausreichend zu spüren wie es ist auf historische Gebäude zu verzichten. Ein ganzer Teil der Stadt, müsste dem Wasser Platz machen. Eines der letzten Gebäude mit Geschichte ist die San José Mühle, die nach wie vor das linke Ende des gleichnamigen Strandes dekoriert.

(Wochenblatt / Abc / La Nación)

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