Politisch ein Erfolg, juristisch äußerst fragwürdig

Asunción: Am vergangenen Samstag kam es zu dem unter Colorado Politikern ersehnten Treffen zwischen dem Präsident und seinem Vorgänger. Während das Land im Coronavirus-Fieber ist wurde ein Pakt geschlossen.

Mario Abdo Benítez und Horacio Cartes haben sich in der Präsidentenresidenz Mburuvicha Roga darauf geeinigt eine gemeinsame Bewegung zu gründen in welche alle Politiker der Colorado Partei kommen. Damit will man vereint zu den Bürgermeisterwahlen antreten. Unterschiede der letzten fünf Jahre sind damit überwunden. Kritische Berichterstattung ist zumindest von den Medien der Cartes Gruppe nicht mehr zu erwarten.

Der Opposition wird damit gezeigt, dass sie höchstwahrscheinlich chancenlos in den Wahlkampf zieht, im Bestfalle einige Plätze besetzt, zumindest Kandidaten die von HC finanziert werden.

Abgeordnete wie Rivas, Quintana und Cuevas dürfen demnach auf eine milde Justiz hoffen, die nach der Einigung nun in greifbare Nähe rückt.

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Politisch ein Erfolg, juristisch äußerst fragwürdig

  1. Abgeordnete wie Rivas, Quintana und Cuevas, die sitzen doch hinter Schwedischen Gardinen oder haben die Staatsanwaltschaft ist bemüht trotz anklage sie in die Untersuchungshaft zu bringen. Etwas schwierig wird die Angelegenheit allerdings für die Staatsanwaltschaft, da einige davon ihr Jöbchen dank Colorado-Parteibuch erhalten haben (das Parteibuch der Liberalen-Partei welches sie auch besitzen bleibt noch in der Schublade bis mal der Liberale Alegre Präsident wird. Vielleicht klappt es dem Alegre bei dritten Anlauf, da er schon zwei Mal gescheitert ist als Präsi gewählt zu werden. Was aber kein Grund zum Schämen ist). Und vielleicht möchte so ein Staatsanwaltschaftler oder -in auch mal gerne Bürgermeister oder -in werden, wo Buchhaltungen doppelt, pardon, parallel geführt werden: eine interne mit Abrechnungen wer wie viel von den Korruptionsgeldern erhält und eine externe für die Prüfungsstelle.

  2. Der mittlerweise suspendierte Senator Paraguayo Cubas hatte Recht, der angebliche interne Streit wird nur in der Presse ausgetragen. Mit dem Pakt sollen jetzt die letzten Ungereimtheiten beseitigt werden – warum man dafür eine Einigung gründen muss – keine Ahnung.
    Ich hoffe die Colorados erleben ein paar Niederlagen in den kommenden Bürgerschaftswahlen – zumindest in den wichtigsten Städten Paraguays.

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