Politische Wende noch weit entfernt

Asuncion: Die politische Krise, die zunehmend dem Land und der Investitionslust schadet, scheint kein Ende zu finden. Obwohl es genug Gründe gibt Politiker gehen zu lassen, werden diese von Unglaubwürdigen unterstützt. Eine politische Wende fehlt.

Der 27-jährige José Rodríguez sagte gestern nicht nur 7 Stunden bei der Staatsanwaltschaft als Zeuge aus, obwohl er tatverdächtig ist, sondern tingelte zudem noch durch Fernsehprogramme, wo er in einer Manier, die an Hugo Velazquez im Abgeordnetenhaus erinnerte, und auf die wichtigsten Fragen keine überzeugende Antworten hatte. Im Gegenteil, er gestikulierte wild herum was nach Angst oder Unsicherheit aussah. Dennoch hält er daran fest, dass Vizepräsident Hugo Velazquez unschuldig an allem ist und sagt damit das Gegenteil des Ex-Ande Chefs, Pedro Ferreira, der alles glaubhaft belegen kann und niemanden beschützen muss.

Das Schlimmste an der ganzen Geschichte um den Geheimvertrag ist, dass man immer noch nicht weiß wer für die Eliminierung der für Paraguay vorteilhaften Artikel zuständig ist, also wer veranlasste, dass die Souveränität verkauft wird. Aus diesem Grund ist die Untersuchung der Staatsanwaltschaft notwendig.

Zudem zeigte Ferreira auf, wie es zu dem Szenario gekommen wäre, in welchem ein privates brasilianisches Unternehmen Strom exklusiv von Paraguay gekauft hätte.

Nachdem Paraguay mit dem Geheimvertrag seinen garantierten Anteil an Abnahmemenge über das notwendige Maß anerkannt hatte, wäre ein Überschuss vorhanden gewesen, den dann als Retter in der Not das brasilianische Unternehmen Leros aufgekauft hätte. Als Vertreter der Firma waren drei Personen in Paraguay, unter anderem ein Ersatzsenator der Partei, der Jair Bolsonaro angehört.

Damit Paraguay den für nicht vorteilhaften Vertrag unterzeichnet soll die brasilianische Regierung die Autoteile-Exportsteuer nach Brasilien und den Verkauf von Real an brasilianische Banken zu Problemen deklariert haben, die zum Einlenken herhielten, erklärte Pedro Ferreira unter anderem.

Wochenblatt / Última Hora

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1 Kommentar zu “Politische Wende noch weit entfernt

  1. In jeder Firma ist immer der Chef verantwortlich, für das was seine Angestellten tun oder nicht tun. In der Politik ist immer verantwortlich, wer einen Vertrag unterzeichnet – ohne Wenn und Aber. So ist das normalerweise – nicht aber in Paraguay. Hier ticken die Uhren anders – hier wird Recht zu Unrecht und Unrecht zu Recht. Hier geht es nicht um das Volkswohl, sondern um die persönliche Macht und damit verbundenen finanziellen Vorteilen. Und sonst um nichts! Hier geht es stets in erster Linie um Eitelkeiten und um die verdammte, dümmliche Ehre – wie vor hunderten von Jahren. Daran hat sich seit den spanischen Eroberern nicht das geringste geändert. Die Spanier brachten die Korruption, die Verlogenheit, die Hinterlistigkeit und die Ränkespiele nach Südamerika. Das Erbe der Gene zieht sich wie ein roter Faden durch alle Gesellschaftsschichten. Ob sich das jemals ändern wird? Wohl eher nicht.

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